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Feuerwehr Damme verzeichnet Rekordjahr

Die Brandbekämpfer mussten im vergangenen Jahr 174 Mal ausrücken – 18 Einsätze mehr als im Vorjahr. Im Schnitt musste die Wehr jeden Monat einen Toten nach Arbeits- oder Verkehrsunfällen borgen.

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Geehrt, gewählt oder befördert: Geehrt, gewählt oder befördert: (von links) Bürgermeister Gerd Muhle, Patrick Schröder, stellvertretender Stadtbrandmeister Jens Varenau, Claus Böckmann, Lukas Frilling, Frederick Freimann, Björn Schwegmann, Marcel Meyer, Max Müller, Kreisbrandmeister Matthias Trumme, Lars Böckmann, Ortsbrandmeister Sven Schröder, stellvertretender Ortsbrandmeister Daniel Schnuck und Andreas Herzog (Amtsleiter Ordnungsamt). Foto: Oevermann 

Geehrt, gewählt oder befördert: Geehrt, gewählt oder befördert: (von links) Bürgermeister Gerd Muhle, Patrick Schröder, stellvertretender Stadtbrandmeister Jens Varenau, Claus Böckmann, Lukas Frilling, Frederick Freimann, Björn Schwegmann, Marcel Meyer, Max Müller, Kreisbrandmeister Matthias Trumme, Lars Böckmann, Ortsbrandmeister Sven Schröder, stellvertretender Ortsbrandmeister Daniel Schnuck und Andreas Herzog (Amtsleiter Ordnungsamt). Foto: Oevermann 

Passender hätte die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Damme angesichts der später vorgestellten Einsatzzahlen kaum beginnen können. Noch bevor der Ortsbrandmeister Sven Schröder die Versammlung offiziell eröffnete, wurden die Kameraden und Kameradinnen der Dammer Wehr zu einem Einsatz gerufen. Nach geglücktem und glimpflichem Einsatzende eines Heuballenbrandes in Rottinghausen konnte die jährliche Zusammenkunft schließlich nach 50 Minuten Verspätung abgehalten werden. Wie auch in den Vorjahren gab es erneut ein Rekordjahr zu verzeichnen.

„Das Jahr 2020 war das einsatzreichste Jahr in der Geschichte unserer Feuerwehr“, sagte Ortsbrandmeister Schröder in seinem Jahresbericht. Ganze 174 Mal musste die Dammer Feuerwehr zu einem Einsatz ausrücken. Das sind 18 Einsätze mehr als im Vorjahr. Im bisherigen Rekordjahr mussten 156 Einsätze gefahren werden. Die 174 Einsätze des vergangenen Jahres teilen sich in 41 Brandeinsätze, 103 technischen Hilfeleistungen, einem Gefahrguteinsatz, neun Verkehrsunfälle sowie 20 von Brandmeldeanlagen ausgelösten Fehlalarme auf.

Vergleichsweise häufig mussten die Dammer Feuerwehrkameraden und Feuerwehrkameradinnen zu Arbeits- sowie Verkehrsunfällen mit Todesfolge ausrücken. Im Schnitt musste die Wehr jeden Monat einen Toten bergen. Neben den physischen Anstrengungen stieße die Feuerwehr auch zunehmend an ihre psychische Belastungsgrenze, so Schröder.

Dankeschön: Von Ortsbrandmeister Sven Schröder erhielt Bürgermeister Gerd Muhle zu seinem bevorstehenden Abschied einen Feuerwehrhelm. Foto: OevermannDankeschön: Von Ortsbrandmeister Sven Schröder erhielt Bürgermeister Gerd Muhle zu seinem bevorstehenden Abschied einen Feuerwehrhelm. Foto: Oevermann

„Langsam erreichen wir die Grenze der Ehrenamtlichkeit“, bestätigte ihn Bürgermeister Gerd Muhle (CDU). Insgesamt verzeichnete die Wehr 8217 Dienst- und Einsatzstunden in 2020. Wie zuvor auch Schröder lobte Muhle die besondere Disziplin der Einsatzkräfte in einem alles anderen als normalem Jahr. „Danke, dass ihr in der schwierigen Zeit und unter erschwerten Bedingungen zu jedem Zeitpunkt einsatzbereit wart“, so Muhle. Für ihn gehöre die Feuerwehr bei der Auflistung der „Corona-Helden“ dazu.

Zugleich war das Grußwort für den scheidenden Bürgermeister die Gelegenheit, sich bei allen Mitgliedern der Dammer Feuerwehr für ihr Engagement zum Wohl der Gesellschaft zu bedanken. „Es war mir eine Ehre in den 15 Jahren euch vorstehen zu dürfen“, so das Stadtoberhaupt. „Ich war immer stolz auf die Zusammenarbeit unserer drei Feuerwehren.“

Als kleines Abschiedsgeschenk überreichten ihm die Feuerwehrkameraden einen Feuerwehrhelm. Zudem lud Muhle die Jugendfeuerwehren der Stadt zum gemeinsamen Eis essen ein. Um den Zustand der Jugendfeuerwehren zeigte sich derweil der Kreisbrandmeister Matthias Trumme besorgt. „Ich habe ganz große Bauschmerzen, ob wir die Jugendfeuerwehren wieder dahin bringen, wo sie vor Corona waren“, so Trumme.


Wahlen: Gewählt wurden Claas Butke (Gerätewart), Marcel Meyer (Zugführer), Lars Böckmann und Max Meyer (Gruppenführer). Heinrich Baune und Christoph Schmertmann gaben aus familiären und beruflichen Gründen ihre Ämter des Gerätewarts und des Zugführers auf.

Neuaufnahme: Patrick Schröder.

Befördert: Frederick Freimann, Lukas Frilling (beide zum Hauptfeuerwehrmann).

Geehrt: Björn Schwegmann, Claus Böckmann (beide 25 Jahre).

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