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Ferkel vor Moschee: Polizei tappt weiter im Dunkeln

Am 2. Januar wurde ein totes Ferkel auf dem Gelände der Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat in Vechta abgelegt. Wer die islamfeindliche Tat  begangen hat, ist nach wie vor unklar.

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Symbolfoto: dpa

Symbolfoto: dpa

Das tote Schwein vor einer Moschee in Vechta hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Wer die islamfeindliche Tat zu Beginn dieses Jahres begangen hat, ist nach wie vor unklar. „Im Rahmen der Ermittlungen haben sich bislang keine weiteren Ansätze ergeben. Es haben sich bisher auch keine Zeugen bei der Polizei gemeldet“, teilt Nadine Luttmann, Sprecherin der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, auf Anfrage mit.

Ein bislang unbekannter Täter hatte ein totes Ferkel am 2. Januar (Samstag) gegen 23 Uhr auf dem Gelände der Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) an der Gutenbergstraße abgelegt. Dabei war er von einer fest installierten Videokamera gefilmt worden. Nach der Auswertung der Bilder ging die Polizei mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit.

Ferkel wurde in Satteltasche transportiert 

Der Täter wird als etwa 180 Zentimeter groß und schlank beschrieben und soll mit einer dunklen Jacke und einer dunklen Hose bekleidet gewesen sein. Bevor er das leblose Ferkel über das geschlossene Tor der Moschee geworfen hat, soll der Täter mit einem Fahrrad zum Tatort gefahren sein. Das Ferkel habe er dabei in einer Satteltasche seines Fahrrades transportiert, so die Beamten.

Laut Mitteilung der Polizei war die unbekannte Person aus Richtung Oldenburger Straße zur Moschee und in gleiche Richtung wieder zurückgefahren. Das Fahrrad, nach dem die Polizei in dem Zusammenhang ebenfalls sucht, hatte im hinteren Bereich einen Korb und mindestens auf einer Seite eine Satteltasche.

  • Info: Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgemeinschaften und Weltanschauungsvereinigungen sowie wegen Beleidigung. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 04471/18600 entgegen.

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