Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Ferienbetreuung in Löningen: Gemeinsam statt einsam

In Löningen nutzen pro Woche bis zu 30 Kinder das Angebot. Ein vierköpfiges Team sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt.

Artikel teilen:
Spiele mit Köpfchen: Für die Kinder hat sich das Betreuungsteam einiges einfallen lassen. Foto: G. Meyer

Spiele mit Köpfchen: Für die Kinder hat sich das Betreuungsteam einiges einfallen lassen. Foto: G. Meyer

Laute Popmusik schallt über den Pausenhof der Gelbrinkschule. 30 Kinder drehen sich schneller und schneller im Kreis und recken dabei ihre Arme. Auch ihre Betreuerinnen machen begeistert mit. Marika Schadwinkel ist ein wenig außer Atem, sonst aber bestens drauf. "Nach dem Frühsport sind wir alle so richtig erfrischt", sagt die Jugendtreffleiterin lachend.

5 Wochen lang sorgt das Team der Ferienbetreuung dafür, dass es den Kindern in Löningen nicht langweilig wird. Wenn die besten Freunde im Urlaub sind und die eigenen Eltern arbeiten müssen könnte das nämlich schnell passieren. Auch in den Sommerferien brauche der Tag eine Struktur, bestätigt Schadwinkel. Die Betreuung findet wochentags zwischen 7.30 und 13 Uhr statt. Ein gemeinsames Frühstück gehört immer dazu. 40 Euro müssen die Eltern pro Woche und Kind bezahlen. Dafür dürfen sie sicher sein, dass der Nachwuchs zu Mittag ausgepowert, aber glücklich wieder abgeholt werden kann.

Neue Gesichter und Stammgäste

Die meisten Kinder besuchen aktuell die Grundschule. Fünft- oder Sechstklässler, die ebenfalls mitmachen dürfen, würden sich dagegen seltener anmelden, sagt Schadwinkel. In diesem Jahr seien relativ viele neue Gesichter dabei. "Wir haben aber auch einige Stammgäste", ergänzt Kira Rolfes. Das Betreuungsteam komplettieren Mara Laumann und Leo Käter. Die Stadt Löningen hat die Aufgabe an das Leinerstift übertragen. Auch Jugendtreffleiterin Schadwinkel ist bei der evangelischen Einrichtung beschäftigt. Kira Rolfes und Mara Laumann studieren auf Lehramt, während Leo Käter nach seiner Ausbildung zum Erzieher ebenfalls ein Studium aufnehmen möchte. Weil sie sich schon so lange kennen, funktioniere die Zusammenarbeit wie am Schnürchen. Ohne eine sorgfältige Vorbereitung würden die Tage aber nicht gelingen, betont Marika Schadwinkel. "Da stecken wir sehr viel Zeit hinein."

Bei den Kindern kommen die Angebote bestens an. Auch die Eltern zeigten sich dankbar, sagt Kira Rolfes. Helikoptermütter  oder -väter, die alles besser wissen, sind ihr bisher noch nicht begegnet. Im Gegenteil: "Die Eltern fragen oft ganz begeistert, was wir mit ihren Kindern machen, weil die den Rest des Tages so zufrieden sind." Ihre Antwort: "Bei uns soll jeder Spaß haben." Sich selbst nimmt sie davon natürlich nicht aus.

Etwa 40 Prozent der Kinder seien jetzt da, weil die Eltern keinen Urlaub haben, schätzt  Marika Schadwinkel. Der größere Teil aber würde einfach mit Gleichaltrigen zusammen sein wollen. Auch 2 ukrainische Kinder sind darunter. Sie kamen kurz nach Kriegsausbruch in Löningen an und besuchen mittlerweile die Grundschule. "Ich staune, wie sich beide seit dem Frühjahr entwickelt haben", sagt Leo Käter. Verständigungsschwierigkeiten gebe es nicht mehr. Ihr Deutsch werde Tag für Tag besser. "Ansonsten helfen wir uns mit Händen und Füßen. Einige der anderen Kinder sprechen außerdem Russisch", erklärt Marika Schadwinkel. Wenn die Gruppe gemeinsam Sport treibt oder andere Spiele spielt, sind die jungen Ukrainer stets mittendrin.

Frühsport: Die Ferienbetreuung nutzt dafür den Pausenhof und die Turnhalle der Gelbrinkschule. Foto: G. MeyerFrühsport: Die Ferienbetreuung nutzt dafür den Pausenhof und die Turnhalle der Gelbrinkschule. Foto: G. Meyer

Anders als in anderen Gemeinden fiel die Ferienbetreuung auch während der Corona-Hochphasen 2020 und 2021 nicht aus. Zwar galt, wie überall in geschlossenen Räumen, die Maskenpflicht, trotzdem haben die Betreuerinnen nicht das Gefühl, dass sich die Kinder durch die Pandemie sonderlich verändert haben. "Das können wir so nicht feststellen", sagt Schadwinkel.

Die 2. Ferienwoche war am Mittwoch bereits zur Hälfte rum. Etwas mehr als 3 Wochen liegen also noch vor dem Team. Weil jetzt zusätzlich die Ferienfreizeiten beginnen, dünnt die Zahl der Teilnehmer ab kommender Woche etwas aus. Marika Schadwinkel nimmt deshalb weiterhin Neuanmeldungen entgegen (0152/56461439).

Zeit für ein Update! Mit der jüngsten Überarbeitung unserer App haben wir das Nachrichten-Erlebnis auf dem Smartphone weiter verbessert und ausgebaut. Jetzt im Google-Playstore und im  Apple App-Store updaten oder downloaden.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Ferienbetreuung in Löningen: Gemeinsam statt einsam - OM online