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Ferdinand Werner fällt nicht auf Schockanruf herein

Der Harkebrügger hat gegenüber Enkeltrickbetrügern einen klaren Kopf behalten. Er alarmierte umgehend die Polizei Friesoythe.

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Angepeilte Beute: 30.000 Euro sollte Ferdinand Werner zahlen. Er tat es nicht und informierte die Polizei. Symbolfoto: C. Passmann

Angepeilte Beute: 30.000 Euro sollte Ferdinand Werner zahlen. Er tat es nicht und informierte die Polizei. Symbolfoto: C. Passmann

„Opa, Opa, ich habe gerade ein Kind mit meinem Auto tot gefahren.“ Diesen Schockanruf erhielt Ferdinand Werner aus Barßelermoor in dieser Woche von seinem angeblichen Enkelkind ganz aufgelöst. Nun würde eine Geldsumme von 30.000 Euro benötigt, damit der Verkehrsunfall nicht bei Gericht und Staatsanwaltschaft gemeldet werde und er nicht ins Gefängnis müsse, sagte die Stimme am Telefon, erzählt Werner.

Ebenfalls meldet sich eine Polizistin zu diesem Vorfall, bei der sich die angebliche Enkelin von Werner aufhielt. Nur bei Zahlung der Summe würde das Enkelkind nicht hinter Gitter kommen. „Als ich den Anruf erhielt, war ich natürlich im ersten Moment total geschockt. Ich war ganz aufgebracht, denn die Geschichte hätte ja auch wahr sein können“, erzählt Werner.

Dennoch schrillten bei dem Rentner die Alarmglocken. „Erst habe ich das Spiel mitgemacht, wusste aber schon, dass das ein bekannter Enkeltrick ist. Ich habe der angeblichen Polizistin am Telefon erklärt, dass ich das Geld erst von der Bank abholen müsse. Soviel Bargeld habe ich nicht im Haus.“ Die Stimme am anderen Ende des Telefons sagte: „Kein Problem, dann rufe ich in einer Stunden wieder an.“ Gleichzeitig nahm Werner auch sein 2. Telefon zur Hand und meldete den Vorfall bei der Polizei in Friesoythe. Der 2. Schockanruf erfolgte aber nicht mehr.

„Es ist richtig, zu reagieren und gleich aufzulegen oder bei bekannten Nummern anzurufen, um sich zu versichern.“Polizei Friesoythe

Die Polizei aus Friesoythe machte sich auf den Weg nach Barßelermoor und nahm den Vorfall vor Ort im Hause Werner auf. Eingeschaltet wurde auch der Zentrale Ermittlungsdienst der Kripo. Das bestätigte die Pressestelle der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta auf Nachfrage.

„Es ist richtig, zu reagieren und gleich aufzulegen oder bei bekannten Nummern anzurufen, um sich zu versichern“, heißt es seitens der Polizei. Es komme immer wieder zu solch betrügerischen Absichten.

„Es ist mir wichtig, dass die Bevölkerung erfährt, wie man leicht auf solche Betrugsmaschen hereinfallen kann. Ob es nun der klassische Enkeltrick ist oder zum Beispiel dieser Schockanruf. Die Alarmglocken sollten sofort läuten“, sagt Werner. Derartige Betrugsmaschen passierten nicht nur in den Städten, sondern auch in den ländlichen Gemeinden, weiß er nun.

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