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Feier der ersten Ernte: Gartenprojekt beim Gut Altenoythe schafft Gemeinschaft

Aus einem Acker sind vielfältig bepflanzte Parzellen geworden. Die erste Ernte wurde gemeinsam bei einem Fest zelebriert, denn das Miteinander steht bei dem interkulturellen Projekt im Fokus.

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Ernten die Früchte ihrer Arbeit: Nicola Fuhler (links) und Irene Block gefallen das gemeinsame Gärtnern und die erste Kürbis-Ernte. Foto: Hahn

Ernten die Früchte ihrer Arbeit: Nicola Fuhler (links) und Irene Block gefallen das gemeinsame Gärtnern und die erste Kürbis-Ernte. Foto: Hahn

Ein etwas anderes Erntedankfest wurde am Mittwoch auf dem "Gut Altenoythe" in Altenoythe gefeiert. Schließlich zelebrierten die rund 20 Hobbygärtnerinnen und -gärtner mitten zwischen den Beeten ihre eigene kleine Ernte. Anlass war der Ertrag der ersten gemeinsamen Gartensaison: Landwirt und Initiator Jan Wreesmann hatte Anfang des Jahres mit dem Friesoyther Bildungswerk das nachhaltige und interkulturelle Projekt ins Leben gerufen. 

Wo im März nur Ackerfläche war, sind nun viele unterschiedlich bepflanzte Parzellen zu finden. Ob mit Blumen oder Gemüse – die "Pächter" konnten ihre 50 Quadratmeter ganz nach dem eigenen Geschmack gestalten. Inmitten der Beete stehen Sitzgruppen, die zum Austausch und Gespräch einladen sollen. Es gehe auch um den Einklang von Natur und Mensch, erklärt Irene Block. Die Seelsorge-Beauftragte des Caritas-Vereins hatte das Thema Garten auch in den Mittelpunkt des geistlichen Impulses gesetzt.

Für das nächste Jahr gibt es schon neue Pläne

"Wir wollen nächstes Jahr richtig durchstarten", erklärt Bildungswerk-Geschäftsführerin Nicola Fuhler, die selber mit Irene Block eine Parzelle betreibt. Zusammen konnten die beiden Frauen bereits die ersten Kartoffeln und Kürbisse ernten. In diesem Jahr habe man beim gemeinsamen Gärtnern noch viel dazugelernt und Verbesserungspotenzial entdeckt. In Zukunft sollen beispielsweise Gerätschaften direkt vor Ort zur Verfügung stehen, erläutert Fuhler.

Auch etwas Theorieunterricht vorab von einem Gärtner plant Fuhler für die nächste Saison. Viele Mitwirkende wollen das Projekt nächstes Jahr weiterführen. Auch das gesellschaftliche Miteinander funktioniere, man komme beispielsweise nach der erledigten Gartenarbeit auf einen Tee zusammen. Einige Parzellen werden von privaten Gartenliebhabern betrieben, andere nutzen soziale Einrichtungen.

Salat oder Sträucher: Jeder kann seine Gartenparzelle so gestalten, wie er will.  Foto: HahnSalat oder Sträucher: Jeder kann seine Gartenparzelle so gestalten, wie er will.  Foto: Hahn

Mit von der Partie ist auch Michael Knelangen, der das Friesoyther Flüchtlingsheim des Caritas-Sozialwerks St. Elisabeth (CSW) leitet. Auch eine griechische Familie habe regelmäßig in ihrem Beet geackert, berichtet Fuhler. Außerdem beteiligen sich neben Gruppen des Caritas-Vereins auch Schulen und Kindergärten aus der Umgebung, unter anderem die Heinrich-von-Oytha-Oberschule und Sophie-Scholl-Schule sowie die "Kita für alle" und das "Haus für Kinder Piccolino". 

  • Info: Als Ansprechpartner stehen Nicola Fuhler vom Bildungswerk (n.fuhler@bildungswerk-friesoythe.de) und Jan Wreesmann vom Gut Altenoythe (kontakt@gutaltenoythe.de) zur Verfügung.

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