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FC Lastrup Youngstars besuchen den SV Werder Bremen

Insgesamt 185 Kinder, Betreuer und Unterstützer sahen das Freitagabendspiel im Weserstadion. Der Bundesligist honoriert mit der Aktion das gesellschaftliche Engagement der Lastruper.

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Gesponsert: Rund 35 Fan-Schals erhielten die Kinder des FC Lastrup Youngstars vom SV Werder Bremen. Foto: Landwehr

Gesponsert: Rund 35 Fan-Schals erhielten die Kinder des FC Lastrup Youngstars vom SV Werder Bremen. Foto: Landwehr

185 Kinder, Trainer, Betreuer und Unterstützer des FC Lastrup machten sich am Freitag auf zum Abendspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem SV Werder Bremen und dem FC Augsburg. Diese Eintrittskarten waren dem FC Lastrup vom Bundesligisten unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden. Dass die Partie dann von den Bremern mit 0:1 knapp verloren wurde, tat der Freude genauso wenig Abbruch wie der heftige Regenschauer, der bei der Ankunft in Bremen zumindest das obligatorische Gruppenfoto unmöglich machte.

Seit 2009 pflegt der FC Lastrup eine Kooperation mit dem Projekt des Bundesligavereins „Werder bewegt“. Das ist die Marke, unter der der Verein sein gesellschaftliches Engagement und seine soziale Verantwortung umsetzen, weiter strukturieren und zusammen mit Mitgliedern und Partnern tatkräftig ausbauen möchte. Der Verein möchte sich mit Partnern in lokalen, regionalen, aber auch internationalen Projekten engagieren. „Der SVW hat unser Engagement für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde erkannt. Seit 2009 arbeiten wir intensiv zusammen. So waren Trainer bei uns, die mit unseren Kindern trainiert oder unsere Trainer fortgebildet haben. Immer wieder erhielten wir ideelle und materielle Unterstützung durch die Grün-Weißen“, lobt Carsten Bruns, Initiator, Organisator und Sprecher der Youngstars. „Dass zu den Karten von den Bremern auch noch 35 Fan-Schals für die Kinder der Betreuer und Trainer zur Verfügung gestellt wurden, zeigt die Wertschätzung für unser Projekt „Youngstars“, ergänzt Bruns.

Das Motto der Youngstars: "Runter vom Sofa, rauf auf den Bolzplatz"

Das Projekt diene dazu, Kindern Spaß an der Bewegung zu vermitteln, Gemeinschaft zu erleben und zusammen Abenteuer zu bestreiten, ganz nach dem Motto: "Runter vom Sofa, rauf auf den Bolzplatz". So sollen echte, reale Freundschaften bereits in jungen Jahren entstehen, abseits von Facebook, Instagram und Co. Das war das formulierte Ziel der Ideengeber des FC Lastrup und der Gemeinde Lastrup, als sie das Projekt Youngstars ins Leben riefen.

Und dafür stellte der SV Werder Bremen nun wieder Stadiontickets zur Verfügung. Bei der Verteilung der Karten und der Zuweisung der Busplätze gab es dann keinerlei Probleme. Drei voll besetzte Busse starteten beim Vereinsheim des FC. Rund 400 gesponserte Würstchen sorgten für die passende Verpflegung während der Busfahrt.

In Bremen angekommen, öffnete der Himmel seine Schleusen – Es begann zu regnen. Das Gruppenfoto und das Treffen mit SVW-Projektkoordinator Ludwig Voss kamen im Regen nicht zustande. Doch da die Sitzplätze überdacht waren, konnten die Lastruper das Spiel ihrer Werder-Mannschaft genießen – bis zur 63. Minute, als das 1:0 der Augsburger fiel. Hoffnung kam noch in der Nachspielzeit auf. Aber die Bremer verschossen den zugesprochenen Elfmeter. „Ich bin ganz heiser“, erzählte der 10-jährige Andreas. Doch die Anfeuerungsrufe hatten nicht genützt; Bremen verlor mit 0:1. 

Nichtsdestotrotz konnten zwei Lastruper von einem ganz besonderen Erlebnis berichten. Der 10-jährige Raphael Bremer durfte zusammen mit dem Schiedsrichtertrio als Einlaufkind die Mannschaften auf das Feld führen. „Im Vereinsheim des SVW mussten wir uns umziehen. Die komplette Ausstattung durften wir behalten. Dann ging es ins Stadion. Nach dem Einlaufen wurden wir zu den Plätzen der Eltern zurückgebracht“, erzählt Raphael.

Leidenschaftlicher Trainer fährt im  offiziellen Mannschaftsbus

Und auch Franz Kathmann wird den Spieltag wohl nicht so schnell vergessen. Der leidenschaftliche Trainer und Betreuer erlitt 2006 einen Kreuzbandriss. Nach der Operation fing er sich in der Hamburger Klinik einen Keim ein. Trotz Versteifung des Knies und vieler Krankenhausbehandlungen gab es keine Heilung. „12 Jahre haben die Ärzte und ich um das Bein gekämpft. Rund 9 Jahre war ich in der Zeit im Krankenhaus. 2018 habe ich mich entschlossen, das Bein amputieren zu lassen“, erzählt Franz Kathmann, der weiterhin aus dem Rollstuhl die Lastruper F3-Jugend trainiert. Auf der Rückfahrt aus Bremen wurde Kathmann nun im offiziellen Mannschaftsbus zusammen mit einigen Lastruper und Lohner Sponsoren zum Vereinsheim nach Lastrup gebracht und unterwegs angemessen bewirtet.

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