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Faszination Natur: Heimatfreunde erkunden Flora und Fauna

Seit 40 Jahren gibt es die naturkundlichen Wanderungen beim Heimatverein Lohne. Die Gruppe absolviert 8 bis 10 Touren pro Jahr – und bewegt sich dabei zwischen Dümmer und Pestruper Gräberfeld.

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Wanderung in Goldenstedt: Heino Muhle erzählt den Teilnehmern etwas über die Schlochterbäke. Foto: Heitlage

Wanderung in Goldenstedt: Heino Muhle erzählt den Teilnehmern etwas über die Schlochterbäke. Foto: Heitlage

Mutter Natur übt seit jeher eine große Faszination auf die Menschen aus. Dem Reiz von Flora und Fauna gibt sich seit mittlerweile exakt 4 Jahrzehnten regelmäßig eine Gruppe des Heimatvereins Lohne hin. Während ihrer naturkundlichen Wanderungen durch die Region lernen die Männer und Frauen vor allem etwas über Pflanzen und Pilze, Gräser und Blumen. Sie profitieren dabei vom Erfahrungsschatz innerhalb der Gruppe und der Expertise von Fachleuten, die die Exkursionen immer mal wieder begleiten.

"Sobald die Natur sprießt, sind wir unterwegs", beschreibt Franz-Josef Riesselmann die Saison der Naturwanderer, die etwa von April bis Oktober geht. Riesselmann ist derzeit der Kopf der Gruppe, seine Vorgänger hießen Franz Scherbring, Bernhard Strotmann und Josef Sommer.

Morgenstund hat Gold im Mund, so ein altbekanntes Sprichwort. Getreu dieser Redewendung treffen sich die etwa 20 Männer und Frauen sonntags um 7 Uhr am Ludgerus-Werk. Von dort aus geht es auf Tour – zwischen Dümmer und Pestruper Gräberfeld. "Wir sind meist im Landkreis Vechta und der Umgebung unterwegs", berichtet Stefan Heitlage, einer der langjährigen Teilnehmer der naturkundlichen Wanderungen.

Bezirksförsterin Dorothea Kreinberg informiert die Teilnehmer der naturkundlichen Wanderung in den Dammer Bergen über den Holzverkauf. Foto: HeitlageBezirksförsterin Dorothea Kreinberg informiert die Teilnehmer der naturkundlichen Wanderung in den Dammer Bergen über den Holzverkauf. Foto: Heitlage

Die Organisation der 8 bis 10 Wanderungen pro Saison übernimmt jeweils eines der Mitglieder. "Wir suchen uns Ortskundige, um Informationen zu erhalten, oder laden Experten ein", erläutert Riesselmann. So haben die Heimatfreunde beispielsweise schon häufig Wanderungen mit den Bezirksförstern Jürgen Sterrenberg oder Dorothea Kreinberg unternommen.

Während sie unterwegs sind, sammeln die Teilnehmer oft unbekannte Pflanzen oder Gewächse ein, die sie spätestens bei der traditionellen Abschlusssuppe analysieren und möglichst auch bestimmen. "In den vergangenen Jahren ist viel Fachwissen verloren gegangen", bedauert Riesselmann. Menschen früherer Generationen hätten noch eine ganz andere Verbindung zur Natur gehabt, sagt er.

Gruppe wirbt um neue Mitglieder

Der Verlust von Erfahrung hängt mit dem Ausscheiden oder Tod einiger Teilnehmer zusammen. Der Altersschnitt der Gruppe ist kontinuierlich gestiegen. "Wir würden uns deshalb sehr freuen, wenn sich jüngere Menschen mit naturkundlichem Interesse finden ließen", wirbt Heitlage um Neulinge und lädt zur Teilnahme ein. 

Nach seinen Angaben ist es nicht nur eine gute Gemeinschaft, die Interessierte erwartet. "Der Mix aus Natur- und Heimatkunde macht es aus." So erzählt er von einem Bereich in Bokern, wo einstmals kriegsgefangene Franzosen lebten. Dort seien dann später Pflanzen entdeckt worden, die eigentlich nur im Nachbarland anzutreffen sind.

Die nächste naturkundliche Wanderung findet am Sonntag (25. Juli) statt. Dann geht es nach Kroge. Die Organisation obliegt Franz Scherbring. Im August ist weiter eine Moorwanderung von Südlohne zum Bohlenweg Pr 6 im Aschener/Heeder Moor geplant. "Da machen wir einige Kilometer", kündigt Riesselmann an. Für September ist eine Stadtwanderung vorgesehen, im Oktober geht's dann "in die Pilze". 

Gartenführung bei Ludger Heckmann: Auch Schwiegertochter Antonia und Sohn Florian nahmen daran teil. Foto: HeitlageGartenführung bei Ludger Heckmann: Auch Schwiegertochter Antonia und Sohn Florian nahmen daran teil. Foto: Heitlage

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