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Farbtrends auch für Kirchenräume

Das Thüler Gotteshaus soll zum 100-jährigen Jubiläum renoviert werden. Instandsetzungen stehen auch in der Altenoyther Dreifaltigkeitskirche an.

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Renovierungsbedürftig: Die schwarzen Flecken an den Wänden der Thüler Kirche sind gut zu erlennen, die Lampen veraltet. Foto: Wimberg

Renovierungsbedürftig: Die schwarzen Flecken an den Wänden der Thüler Kirche sind gut zu erlennen, die Lampen veraltet. Foto: Wimberg

Frische Farbe für die Thüler St.-Johannes- Baptist-Kirche: Um den in die Jahre gekommenen Innenraum zum 100-jährigen Bestehen ansprechend zu gestalten, hat der Friesoyther Kirchenausschuss nun einen Antrag auf Investitionsförderung bei der Kirchenverwaltung des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta gestellt.

2022 soll das Jubiläum gefeiert und das Gotteshaus bis dahin grundlegend renoviert werden. Wie Dechant Michael Borth mitteilte, sei eine Architektin beauftragt worden, ein Farbkonzept vorzulegen. „Und dabei gibt es auch in Kirchenräumen aktuelle Trends“, verrät der Geistliche. Angesagt sei zurzeit: „noch heller und noch schlichter.“

Neben dem neuen Anstrich weichen die veralteten Lampen. Ersatz lässt sich nicht mehr beschaffen, sodass die Beleuchtung komplett gegen LED-Technik ausgetauscht wird. Marode die Heizung und die Elektrik, die ihre Dienste erfüllt haben und in Sachen Bausicherheit und Brandschutz muss nachgebessert werden. Damit die Orgel nicht aus dem letzten Loch pfeift, steht entweder eine Sanierung oder eine Neuanschaffung an.

Investitionen in Thüle in Höhe von rund 308.000 Euro

Doch ebenso wie Anstrich und Beleuchtung zählt die Instandsetzung des Instruments nicht zu Substanz erhaltenden Maßnahmen, die von der Vechtaer Behörde bezuschusst werden. „Für Verschönerungen müssen die Gemeinden zu 100 Prozent selbst in die Tasche greifen“, betonte Borth.

Das Thüler Bauprojekt sei insgesamt mit einem Investitionsvolumen von rund 308.000 Euro verbunden. Notwendige Erneuerungen werden vom Offizialat mit 65 Prozent der Kosten bezuschusst, 35 verbleiben als Eigenanteil. Dabei müsse im konkreten Fall abgewartet werden, ob das Offizialat aufgrund einbrechender Kirchensteuereinnahmen durch die Corona-Pandemie 2021 überhaupt finanzielle Unterstützung leisten könne.

Alle Details werden mit dem begleitenden Thüler Bauausschuss unter dem Vorsitz von Antonius Rolf-Wittlake eng abgestimmt. Ein Zeitplan wird erstellt und eine Sammelaktion im Ort auf den Weg gebracht.

In Altenoythe werden vor allem Schäden beseitigt

Hand angelegt werden muss auch in der Dreifaltigkeitskirche in Altenoythe. Nachdem das Offizialat dem umfangreichen Modernisierungskonzept für neue Gottesdienstformen aufgrund knapper Kassen kurzfristig eine Absage erteilt hat, stehen auch hier technische Instandsetzungen an. Der Bauausschuss mit Gerd Lübbers, Ingrid Fuhler und Arnold Schulte nimmt die Schäden auf.

Überlegt wird darüber hinaus, das Gotteshaus, in dem regelmäßig Messen des Caritas-Vereins stattfinden, einer noch größeren Barrierefreiheit zu unterziehen, „damit Rollstuhlfahrer beispielsweise nicht mehr in den Gängen stehen müssen“, kündigt der leitende Pfarrer an. Außerdem soll der Kirchenraum künftig auch für kleine Gruppen und moderne Messen angemessen Platz bieten. Um auch diese Idee kostengünstig umsetzen zu können, bedarf es „vieler kreativer und fantasievoller Gedanken“, Borth.

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