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Fanclub: Kegelfreunde laden den "Setzer" zum Jubiläum ein

In der Pandemie halten die Aktiven von "Absturz 98" zusammen. Einen Mitarbeiter ihrer Heimatzeitung haben sie außerdem schon vor Jahren ins Herz geschlossen. Begegnet waren sie ihm aber noch nie.

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Halten zusammen: Zum Jubiläum hatte der Kegelclub "Setzer" Thomas Magney (Vierter von links) eingeladen.   Foto: Absturz 98

Halten zusammen: Zum Jubiläum hatte der Kegelclub "Setzer" Thomas Magney (Vierter von links) eingeladen.   Foto: Absturz 98

"Gute Freunde kennen deine übelsten Geschichten. Beste Freunde haben sie mit dir erlebt." Einen passenderen Wahlspruch könne es für den Kegelclub "Absturz 98" gar nicht geben, findet Toni Münzebrock. Vor 25 Jahren gründeten der Löninger und seine Frau Doris den Club gemeinsam mit befreundeten Paaren aus der Umgebung. Zur Jubiläumsfeier in Bunnen luden die Kegler jetzt einen besonderen Gast ein.

Anfang Februar 1997 hatten sich die Freunde erstmals zum Kegelabend bei Lübken getroffen. Ein Jahr später saßen sie gemeinsam im Flugzeug nach Mallorca. Am "Ballermann" ging es allerdings weniger um den Kegelsport. "Der Name, den wir auf dem Heimflug für unseren Club wählten, sagt doch schon alles", erklärt  Münzebrock schmunzelnd. Feuchtfröhlich ging es auch in der Folge weiter. Die Gruppe wuchs immer enger zusammen. Ein erneuter Trip auf die Ferieninsel wurde 2001 allerdings vom Terrorangriff auf das World Trade Center überschattet. "Danach haben wir vor allem kürzere Touren unternommen", erzählt der Bäckermeister. Etwas verrückt durften diese aber gern sein. So reiste der Club einmal für nur einen Tag nach London. Auch in einem Tipi wurde schon übernachtet. 

Jux-Anzeigen sind jahrelang ein festes Ritual

Spaß hatten die Freunde jedes Jahr im Herbst auf dem Cityfest in Cloppenburg. Dass es bereits zweimal ausfallen musste, bedauert Münzebrock sehr. Zum festen Ritual gehörte stets das Aufgeben von Jux-Anzeigen in der Münsterländischen Tageszeitung. Inseriert wurde sowohl unter dem Clubnamen als auch unter Pseudonymen. Und immer war die Freude groß, wenn "Kult-Setzer" Thomas Magney eine der Anzeigen liebevoll-ironisch kommentierte. "Daraus entwickelte sich allmählich eine richtige Kommunikation", sagt Münzebock. 

Wer sich hinter dem "Setzer" verbirgt, wussten die Clubmitglieder bis vor Kurzem aber nicht. Zum Jubiläumsessen wollten sie ihn deshalb unbedingt dabei haben. Thomas Magney ließ sich nicht lange bitten. Denn natürlich wollte auch er den "Innungsmeister", die "AOKarin" und das "Ebru" kennenlernen. Gemeinsam schwelgten die Kegler und der MT-Mitarbeiter in Erinnerungen und erzählten sich zahlreiche Anekdoten rund um das Cityfest. Wenn alles gut läuft, können sie sich dort im September endlich wieder treffen. Und müssen danach möglicherweise den Clubnamen aktualisieren. Soviel ist sicher: "Setzer" Thomas wird auch vorbeischauen.

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