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Familientag im Mai: Gemeindejugendring plant großes Comeback

Die Jugendarbeit in Essen soll nach zweijähriger Corona-Lähmung wiederbelebt werden. Gesucht werden jetzt dringend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

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Haben gut lachen (von links): Neuer Vorsitzender des Gemeindejugendrings ist Michel Höffer. Schriftführerin bleibt Julia Ellmann. Den Posten des Stellvertreters übernahm Karsten Kruse.   Foto: Gemeindejugendring

Haben gut lachen (von links): Neuer Vorsitzender des Gemeindejugendrings ist Michel Höffer. Schriftführerin bleibt Julia Ellmann. Den Posten des Stellvertreters übernahm Karsten Kruse.   Foto: Gemeindejugendring

Essens Gemeindejugendring meldet sich zurück. Die Planungen für einen ereignisreichen Sommer laufen bereits auf Hochtouren. Mit Michel Höffer hat der Ring außerdem einen neuen Vorsitzenden.

Der 21-Jährige studiert Soziale Arbeit an der Uni Osnabrück. Für den Gemeindejugendring engagiert er sich bereits seit seinem 16. Lebensjahr, zuletzt war er dessen stellvertretender Vorsitzender. Auf der erstmals seit 2 Jahren wieder stattgefundenen Vollversammlung tauschte Höffer die Position mit seinem Vorgänger Karsten Kruse. Einstimmig wiedergewählt wurde Schriftführerin Julia Ellmann. 

Neben den Wahlen ging es zunächst um den "Ferien(s)pass" in den Sommerferien. Einen Flyer gibt es diesmal nicht. Alle Veranstaltungen werden aber zeitnah im Internet unter www.unser-ferienprogramm.de/essen-oldb veröffentlicht. Anmeldung zu einzelnen Aktionen sind dort zwischen dem 7. und 26. Juni möglich. "Es gilt das Windhundprinzip", erklärte Julia Ellmann. Reservierte Plätze werden automatisch storniert und erneut freigegeben, wenn der Teilnehmerbeitrag nicht innerhalb von 5 Werktagen auf dem Konto oder in bar bei der Gemeindekasse eingegangen ist. "Nur so können alle Kinder gerecht behandelt werden“, betonte Ellmann und bat die Eltern um Verständnis.

Kinder- und Familientag findet erstmals statt

Viel Raum nahm die Vorstellung des ersten Kinder- und Familientags ein. Er soll am 21. Mai (Samstag) von 10 bis 17 Uhr auf dem Schützenplatz stattfinden. Die Veranstalter rechnen mit rund 1000 Gästen. Die Kinder und Jugendlichen zwischen 2 und 15 Jahren dürfen sich auf zahlreiche Attraktionen, darunter mehrere Hüpfburgen, Bungee-Trampoline, ein Bullenreiten und viele weitere Spiele, freuen. "Wir wollen mit dem Fest kein Geld verdienen, sondern nach der Pandemie ein gelungenes Comeback feiern und der Jugend in der Gemeinde endlich wieder Abwechslung bieten", erklärte Ellmann. Sie bittet jetzt alle Essenerinnen und Essener um ihre Mithilfe: „Wir benötigen noch viele fleißige Helferinnen und Helfer. Ohne sie ist so eine Veranstaltung nicht durchführbar." Im Moment fehle es noch an jeder Ecke an Personal. Gebraucht werden Freiwillige, die am Tag selbst oder beim Auf- oder Abbau helfen können. Sie werden am Abend nach dem Fest mit einer Party belohnt. 

Die Suche nach Ehrenamtlichen ist für den Gemeindejugendring ohnehin schwierig geworden. "Da geht es uns wie anderen Gruppen und Vereinen auch", sagt Michel Höffer. Hinzu kommt die Umsetzung des neuen Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen. "Es rückt die Inklusion nach vorn", erklärt Höffer. Das sei zwar richtig, zugleich stiegen dadurch aber die Anforderungen an die Jugendleiter. Immerhin: Der Leitungskurs wird vom Gemeindejugendring bezahlt. Interessierte müssen mindestens 16 Jahre alt, zuverlässig und kreativ sein. Die ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer unterstützen den Vorstand außerdem bei der Durchführung von Tagesfahrten. Mit Sandra Sandmann und Silvia Reens haben die Essener zwar zwei besonders engagierte Kräfte in ihren Reihen. "Es dürfen aber gern noch viel mehr sein", betont Höffer.

Der Gemeindejugendring erhält jedes Jahr ein festes Budget. Mit der Unterstützung durch die Gemeinde ist Michel Höffer zufrieden. Auch das Angebot für Jugendliche sei in Essen vielfältig, findet er. "Allerdings spielt sich das meiste auf Vereinsebene ab." Der Vorsitzende vermisst zum Beispiel ein Jugendparlament, das sich mit eigenen Vorschlägen in die Lokalpolitik einbringt. "Vielleicht kommt das noch." Mit Spannung wartet Höffer auf die Ergebnisse des Jugendberichts. Die von der Uni Vechta erstellte Studie soll in Kürze vorgestellt werden. "Auch wenn sich durch die Pandemie einiges überholt haben dürfte, erwarte ich mir wichtige Anhaltspunkte für unsere Arbeit." 


Fakten:

  • Der Vorverkauf für den Kinder- und Familientag (21. Mai) startet am 11. April. Tickets für Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 15 Jahren gibt es bei der Bäckerei Wilke, der Tankstelle Anneken, Braemer Uhren & Schmuck Essen und Quakenbrück sowie im Wernsing-Verkaufsshop in Addrup. Sie kosten 5 Euro. Der Eintrittspreis an der Tageskasse beträgt 7 Euro. Für Eltern ist der Zutritt zum Gelände kostenlos. Es gibt Kaffee und Kuchen. Die Nutzung der Spielgeräte ist auf eigene Gefahr. Der Gemeindejugendring hat keine Aufsichtspflicht.
  • Am 31. Oktober soll außerdem eine Halloween-Party stattfinden. Im Winter ist eine Fahrt zur „Eiszeit“ nach Emden geplant.
  • Wer sich an der Durchführung des Familientages beteiligen möchte, meldet sich bei Julia Ellmann (j.ellmann@essen-oldb.de, 05434/8823).
  • Junge Erwachsene und Jugendliche ab 16, die sich für eine Tätigkeit als Jugendleiter/in interessieren, wenden sich an Michel Höffer (01621745494 oder michelhoeffer7@outlook.de).

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