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Familienstiftung Suding würdigt Hilfe auf dem letzten Lebensweg

Der mit 10.000 Euro dotierte "OM-Trio"-Preis geht an die Hospizarbeit der St.-Anna-Stiftung Dinklage. Die Spendenübergabe ist ein weiteres Kapitel einer Erfolgsgeschichte.

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Gebührender Rahmen für eine Preisverleihung: In einer Feierstunde im Gasthaus Sextro in Vechta würdigten Stiftungsvorsitzender Bernard Suding (rechts) und seine Frau Gisela (Mitte) sowie Pfarrer Hermann-Josef Lücker (links) die Hospizarbeit in Dinklage. Die soziale Einrichtung war vertreten durch Maria Taphorn, Ellen Meerjans-Eilers, Hermann Korte und Andrea Mäkel (von links). Foto: Speckmann

Gebührender Rahmen für eine Preisverleihung: In einer Feierstunde im Gasthaus Sextro in Vechta würdigten Stiftungsvorsitzender Bernard Suding (rechts) und seine Frau Gisela (Mitte) sowie Pfarrer Hermann-Josef Lücker (links) die Hospizarbeit in Dinklage. Die soziale Einrichtung war vertreten durch Maria Taphorn, Ellen Meerjans-Eilers, Hermann Korte und Andrea Mäkel (von links). Foto: Speckmann

Die Familienstiftung Suding verleiht seit 3 Jahren den „Oldenburgisch-Münsterländischen Trio-Stiftungspreises“, kurz OM-Trio, dotiert mit 10.000 Euro. Die Auszeichnung ist nicht nur in finanzieller Hinsicht attraktiv, sondern dokumentiert auch eine hohe Wertschätzung für Personen, Vereine und Institutionen, die sich für die Gesellschaft in besonderer Weise verdient machen. Dazu zählt zweifellos die Hospizarbeit der St.-Anna-Stiftung Dinklage.

Die Verleihung des Stiftungspreises ging am Donnerstagabend in feierlichem Rahmen im Gasthaus Sextro in Vechta über die Bühne. Vor etwa 100 geladenen Gästen überreichte Vorsitzender Bernard Suding die auch künstlerisch ansprechende Skulptur an die Hospizvertreter aus Dinklage. Bei einem gemeinsamen Abendessen, begleitet vom Ensemble "Dreiklang", gab es Gelegenheit zum Austausch und vor allem zur Würdigung des Hospizes.

Die Laudatio hielt Pfarrer Hermann-Josef Lücker, der durch seine seelsorgerische Tätigkeit mit den stationären und ambulanten Angeboten des Hospizdienstes eng vertraut ist und sich noch gut an seine erste Begegnung mit der Institution vor mehr als 20 Jahren erinnern kann. Schon damals, beim Besuch einer ehemaligen Nachbarin, sei er in dem Haus herzlich begrüßt worden. Das sei auch in der Folgezeit immer wieder so gewesen.

Vorsitzender Bernard Suding (rechts) dankte seinem Cousin Reinhold Suding für die geleistete Vorstandsarbeit. Foto: SpeckmannVorsitzender Bernard Suding (rechts) dankte seinem Cousin Reinhold Suding für die geleistete Vorstandsarbeit. Foto: Speckmann

„Diese Einrichtung sucht ihresgleichen. Was Sie dort leisten, ist außergewöhnlich“, lobte Lücker das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. Sie würden die Menschen auf ihrem letzten Lebensweg auf liebevolle und persönliche Weise sowie auf hohem fachlichen Niveau pflegen und begleiten. Somit sei die Wahl des Preisträgers "goldrichtig", und sie animiere auch: „Augen aufmachen für das Leid, was es mitten unter uns gibt!“

"Der Vorstand der Familienstiftung bewundert die Menschen, die diesen Dienst an schwerkranken und sterbenden Menschen täglich mit Hingabe und viel Fürsorge ausüben. Das muss eine Berufung sein.“Stiftungsvertreterin Gisela Suding

Stiftungsvertreterin Gisela Suding konnte sich den Worten des Pfarrers nur anschließen. Sie selbst hatte vor einigen Jahren einen Kursus zum Thema „Sterbebegleitung“ in Dinklage absolviert. „Der Vorstand der Familienstiftung bewundert die Menschen, die diesen Dienst an schwerkranken und sterbenden Menschen täglich mit Hingabe und viel Fürsorge ausüben. Das muss eine Berufung sein“, sagte Suding.

Der Applaus der Gästeschar war ein weiteres Zeichen der Anerkennung. In der Runde saßen unter anderem die Preisträger aus den Vorjahren: Franz Meyer und Franz-Josef Schlömer als Initiatoren der Aktion „Sportler gegen Hunger“ (SgH) sowie Vorstandsvertreter des „Vereins Kinderhilfe Rumänien“ mit Pastor Richard Büssing an der Spitze. Aus enger Verbundenheit zur Familienstiftung weilte auch Werder-Legende Max Lorenz in Vechta.

Bernard Suding nutzte die Feierstunde, um seinem Cousin Reinhold für die langjährige Tätigkeit zu danken. Er war maßgeblich an der Stiftungsgründung 2009 beteiligt, hatte sich damals bei der Ausarbeitung der Satzung aber „gewissermaßen eine Schlinge um den Hals gelegt“, scherzte der Vorsitzende. Aufgrund der festgelegten Altersgrenze musste Reinhold Suding aus dem Vorstand ausscheiden. Seinen Platz nahm Frank Suding ein.

Spendenvolumen beträgt mehr als 400.000 Euro

„Die Familienstiftung ist seit der Gründung eine Erfolgsgeschichte geworden“, berichtete der Vorsitzende. Im Laufe der Zeit seien schon mehr als 400.000 Euro für mildtätige, kulturelle und sportliche Zwecke sowie zur Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen ausgeschüttet worden. Durch die Geldanlagepolitik stünden momentan jährlich mehr als 50.000 Euro für den guten Zweck zur Verfügung.

Wenn eine Spendenübergabe dann noch mit einer Auszeichnung gekrönt wird, ist es für alle Beteiligten umso schöner. Andrea Mäkel, Vorstand der St.-Anna-Stiftung, versicherte den Gastgebern, die vielen lobenden Worte in die Teams zu tragen, die ihren Dienst jeden Tag mit Hingabe und Liebe tun würden. Resümee ihres Besuches in Vechta: „Ein wunderbarer Abend, ein wunderbarer Preis“.

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