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Familie Hartmann parkt ein

Viele Autos, Gäste und skurrile Anekdoten: Die Anlieger des Stoppelmarktes vermieten ihre Flächen nahe des Busbahnhofs als Parkplätze und erleben immer wieder neue Überraschungen.

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Engagiert: Familie Hartmann hält gemeinsam mit ihren Freunden und treuen Helfern den Betrieb am Laufen. Foto: Seelhorst

Engagiert: Familie Hartmann hält gemeinsam mit ihren Freunden und treuen Helfern den Betrieb am Laufen. Foto: Seelhorst

Das Grölen der Nachtschwärmer verstummt, die Kehrmaschinen drehen ihre letzten Runden, die Schausteller ziehen weiter zum nächsten Volksfest: Auf der Westerheide kehrt wieder Ruhe ein. Das bekommt auch die Familie Hartmann zu spüren. Sie wohnt direkt vor den Toren des Stoppelmarktes und besitzt Flächen nahe des Busbahnhofs. Hier haben in den vergangenen Tagen wieder unzählige Besucher geparkt.

Einigen Stammgästen dürfte aufgefallen sein, dass die Grundstückseigentümer in diesem Jahr ihre Beleuchtungsanlage umgerüstet haben. Auch ein bewachter und gepflasterter Fahrradstellplatz gehört zum Angebot. Solch ein Aufwand muss finanziert werden. Aufgrund der allgemein gestiegenen Kosten sei man gezwungen gewesen, den Preis um einen auf 6 Euro anzuheben, berichtet Ralf Hartmann.

Familie und Freunde teilen sich die Schichten

Bei der Einweisung der Autofahrer konnte die Familie wieder auf die Unterstützung von Angehörigen und Freunden bauen. Etwa zehn Helfer trugen dazu bei, dass sich die motorisierten Besucher lange Fußmärsche zum Markt ersparen konnten. Dabei packten auch die älteren Familienmitglieder motiviert mit an – wie zum Beispiel der 80-jährige Alfred Lübbers, der schon seit 55 Jahren dabei ist.

Trotz der Nähe zum Stoppelmarkt fand die Familie nach der 2-jährigen Zwangspause kaum Zeit, endlich wieder über das Volksfest zu bummeln. Die Arbeit hatte Vorrang. „Als früher die Leute noch schlagartig auf einmal gekommen sind, war Stress vorprogrammiert. Da musste man manchmal wirklich rennen“, erklärt Katharina Hartmann. Inzwischen würden sich die Besucher besser über den Tag verteilen.

Einige Autos tauchen erst nach dem Stoppelmarkt wieder auf

Aber kann man als Anlieger überhaupt zwischendurch zur Ruhe kommen? Offensichtlich. Vom Rummel höre man bei ihnen gar nicht so viel, da die Bäume viel Lärm abschirmten. Das Lauteste seien die Gäste, die erst spät abends mit dem Bus abreisten, berichtet die Familie. Auf ihrem Gelände würden auch Schausteller gern ihre Wohnwagen parken. Dabei lädt die Familie nach eigenen Angaben stets gern zu Bier und Bratwurst ein.

Die Hartmanns können von skurrilen Eskapaden berichten, von beschwipsten Fahrern, die die Absperrung ignorierten und in unwegsames Gelände gerieten. Einmal habe ein Gast seinen Wagen trotz Hilfe zunächst nicht wiederfinden können. Erst 2 Wochen später sei das verlassene Auto aufgetaucht. Das Feld, auf dem das Fahrzeug stand, hatte der Bauer in der Zwischenzeit bereits – fein säuberlich um das Auto herum – gepflügt.

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