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Familie errichtet Hofkreuz in Bevern

Das Holz aus dem eigenen Wald, der Rest selbst geschmiedet: Ihr Kreuz machten die Meiers zur Familiensache. Treibende Kraft dabei war der Senior.

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Besonderes Ereignis (von links): Pfarrer Michael Borth, Karin Meier, Sandra Meyer, Dr. Marcel Kilombo, Markus Meier und Aloys Meier freuen sich über das neue Hofkreuz. Foto: Andrea Moormann

Besonderes Ereignis (von links): Pfarrer Michael Borth, Karin Meier, Sandra Meyer, Dr. Marcel Kilombo, Markus Meier und Aloys Meier freuen sich über das neue Hofkreuz. Foto: Andrea Moormann

Einen Herzenswunsch hat sich Aloys Meier aus Bevern erfüllt. Gemeinsam mit seiner Familie errichtete er ein eigenes Hofkreuz. Pfarrer Michael Borth weihte es gemeinsam mit seinem kongolesischen Amtsbruder Dr. Marcel Kilombo ein.

Die Freude über die gelungene Zeremonie stand dem Hausherrn ins Gesicht geschrieben. Die Idee beschäftigte ihn bereits seit 1983. Damals hatte er gerade seine Frau Karin geheiratet. "Ich wollte mich bei meinem Herrgott für all das Gute, das ich im Leben erfahren habe, bedanken", bestätigt Meier. Bis zur Umsetzung dauerte es dann allerdings fast 40 Jahre, in denen der Beverner nicht nur Vater von 3 Kindern, sondern auch stolzer Opa wurde. Zwar sei es nicht immer leicht gewesen, doch Gott habe ihm auch die Kraft gegeben, die schwierigen Zeiten durchzustehen, sagt der tiefgläubige Katholik. 

Der Bau des Kreuzes wurde dann zu einer generationsübergreifenden Familienangelegenheit. Das Eichenholz stammt aus dem eigenen Wald. Statt eines traditionellen Corpus entschieden sich die Meiers für eine moderne Variante. Da traf es sich gut, dass Aloys Sohn Markus gelernter Metallbauer ist. Mit dem Ergebnis sind beide sehr zufrieden. Und auch die Nachbarn, die zur Einweihung an die Calhorner Straße gekommen waren, zollten den Erbauern ihre Anerkennung.

Hof- oder Wegekreuze sind in traditionell katholischen Gegenden seit Jahrhunderten weit verbreitet und waren ein Zeichen der Volksfrömmigkeit. Sie sollten Vorbeikommende zum Gebet motivieren, erinnerten an Verstorbene oder dienten als Wegmarken. Heute bemühen sich vor allem die Anwohner um ihren Erhalt. Leider werden Kreuze auch immer wieder Opfer von Vandalismus. 

Pfarrer Borth vollzog die Weihe und spendete den Versammelten den Segen. "Mögen die Menschen, die auf das Kreuz schauen oder dort ein Gebet sprechen, Heil und Zuspruch sowie Kraft und Hoffnung erfahren", sagte der Geistliche. 

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