Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Falsche Verdächtigung führt zum Prozess

Der endete für einen Vechtaer (25) mit einem milden Richterspruch. Die Vorgeschichte war indes durchaus kurios.

Artikel teilen:
Verhandlung am Amtsgericht Vechta: Gegen Zahlung einer Geldauflage ist das Verfahren gegen einen jungen Vechtaer vorläufig eingestellt worden. Foto: Archiv

Verhandlung am Amtsgericht Vechta: Gegen Zahlung einer Geldauflage ist das Verfahren gegen einen jungen Vechtaer vorläufig eingestellt worden. Foto: Archiv

Kuriose Vorgeschichte, mildes Urteil: Gegen Zahlung einer Geldauflage ist das Verfahren gegen einen jungen Vechtaer vorläufig eingestellt worden. Angeklagt war er wegen einer falschen Verdächtigung. Zahlt der Vechtaer binnen sechs Monaten 600 Euro, wird das Verfahren endgültig eingestellt. 

Die Vorgeschichte laut Anklage: Der 25-Jährige war mit einem schnellen Pkw auf der Diepholzer Straße unterwegs. Da sah er ein Auto, dessen Insassinnen er kannte. Der Vechtaer glaubte, die Fahrerin habe zunächst ihn überholt, fahre in Schlangenlinien und hindere nun ihn an einem Überholmanöver.

Der Vechtaer rief unter falschen Namen die Polizei an und berichtete von einer vermeintlichen Trunkenheitsfahrt. Beide Fahrzeughalter wurden kontrolliert. Nichts – außer einer falschen Verdächtigung, die als solche auch angezeigt wurde.

Da der Angeklagte schon eine Bewährungsstrafe und eine Geldstrafe auf seinem Konto hatte, konnte er sich keine weitere Bestrafung erlauben. Sein Mandant sei in der Ausbildung, und die stehe dann auf dem Spiel, sagte der Verteidiger. Wenn das Verfahren unter Zahlung einer Geldauflage eingestellt werden könne, sei dem jungen Mann sehr geholfen. Staatsanwalt und Strafrichterin ließen Milde walten. Die geladenen Zeugen brauchten nicht mehr auszusagen.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Falsche Verdächtigung führt zum Prozess - OM online