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Falkenrotter Straße wird bald zur Baustelle

Zusätzliche Ampeln und Abbiegespuren sollen den Verkehrsfluss auf der viel befahrenen Straße verbessern. Die Maßnahmen dienen auch zur Anbindung des geplanten Gewerbegebietes im Ortsteil Stukenborg.

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Ausbau der Knotenpunkte: Die Auf- und Abfahrten der Ortsumgebung  werden mit Ampeln und Abbiegespuren ausgestattet. Dies gilt auch für die Kreuzung bei Möbelhaus Nemann und Gartencenter Tebbe. Außerdem erfolgen Anbindungen an die potenziellen Gewerbeflächen im nördlichen Bereich. Visualisierung: Ingenieurbüros für Straßen- und Tiefbau Tjardes

Ausbau der Knotenpunkte: Die Auf- und Abfahrten der Ortsumgebung  werden mit Ampeln und Abbiegespuren ausgestattet. Dies gilt auch für die Kreuzung bei Möbelhaus Nemann und Gartencenter Tebbe. Außerdem erfolgen Anbindungen an die potenziellen Gewerbeflächen im nördlichen Bereich. Visualisierung: Ingenieurbüros für Straßen- und Tiefbau Tjardes

Eine Hauptverkehrsader der Stadt Vechta steht vor einem buchstäblich richtungsweisenden Umbau. Im kommenden Frühjahr sollen die Bauarbeiten auf der Falkenrotter Straße beginnen. Gleich mehrere Knotenpunkte im stadtauswärtigem Bereich werden mit zusätzlichen Ampeln und Abbiegespuren ausgestattet, um den Verkehrsfluss zu verbessern und künftige Gewerbeflächen erschließen zu können.

Die Verwaltung hat die Situation auf der vielbefahrenen Straße im Westen der Kreisstadt schon seit geraumer Zeit im Blick. Mit Unterstützung eines Fachbüros sind inzwischen eine Bestandsaufnahme und eine Prognose für die kommenden Jahre erstellt worden. Demnach wird das Verkehrsaufkommen weiter zunehmen. Erheblichen Einfluss dürfte dabei das geplante Gewerbegebiet im Ortsteil Stukenborg haben.

„Schon heute bestehen durch die gestiegenen Verkehrsmengen erhebliche Probleme und Zeitverluste an den Kreuzungspunkten. Um den Verkehrsfluss zu erhalten, müssen die Bereiche zu Ampelkreuzungen ausgebaut werden“, erklärt Pressesprecher Volker Kläne auf Anfrage. Die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung, aus der auch die Prognose hervorgeht, würden den Handlungsbedarf untermauern.

Auf- und Abfahrten der Ortsumgehung werden mit Ampeln sowie Abbiegespuren ausgestattet

Die Verkehrsströme auf der Falkenrotter Straße und der Ortsumgehung im Zuge der Bundesstraße 69 sind genau unter die Lupe genommen worden. Die Fachleute haben aufgezeigt, wie sich der Verkehr verändert, sobald sich auf den potenziellen Gewerbeflächen Betriebe ansiedeln. Zur Bewältigung des Verkehrsaufkommens sind schließlich alle möglichen Varianten in Betracht gezogen worden.

Wie die favorisierte Verkehrsführung im Detail aussieht, hat Fachdienstleiter Jürgen Werring unlängst im Ausschuss für Umwelt, Planung und Bauen aufgezeigt. Im Fokus der auf mehrere Jahre angelegten Maßnahmen stehen die Kreuzung Straßburger Straße/Fellager Weg, also nahe Möbelhaus Nemann und Gartencenter Tebbe, sowie die Auf- und Abfahrten der Ortsumgehung im Zuge der Bundesstraße 69.

Die Auf- und Abfahrten der Ortsumgehung werden mit Ampeln sowie Abbiegespuren ausgestattet. Wer aus Richtung Diepholz kommt, kann stadteinwärts eine durchgängige Rechtsabbiegespur bis Nemann befahren. Die dortige Kreuzung wird ebenfalls mit Ampeln und zusätzlichen Abbiegespuren versehen. Parallel zum Fellager Weg ist eine weitere Straße zur Erschließung des künftiges Gewerbegebietes geplant.

Kreisverkehre sind nicht geplant

Der Bau von Kreisverkehren auf der Falkenrotter Straße kommt für die Stadtverwaltung nicht infrage, weil sich bei einer solchen Variante aufgrund des zu erwartenden hohen Verkehrsaufkommens insbesondere auf den Abfahrten der Ortsumgehung ein Rückstau bilden würde. Weiter heißt es: „Die Unfallgefahr im Vergleich zu einer Ampelanlage wäre höher. Auch deshalb bestehen Bund und Land auf Ampelanlagen.“

Werring weist ferner darauf hin, dass ein Kreisel auch negative Auswirkungen auf die Situation von Radfahrern und Fußgängern haben könnte. „Der schwache Verkehrsteilnehmer ist bei Kreisverkehren mehr gefährder als bei Ampelanlagen“, erläutert der Fachdienstleiter. Die zusätzlichen Ampelanlagen würden somit in den Kreuzungsbereichen die Sicherheit verbessern.

Die Vorbereitungen für die erste Baumaßnahme befinden sich in der Endphase. Die Kreuzung Straßburger Straße/Fellager Weg wird 2022 ausgebaut. Die Kosten sollen sich auf etwa 1,2 Millionen Euro belaufen. Die beiden anderen Knotenpunkte inklusive der Erschließung des Gewerbegebiets folgen, abhängig vom erforderlichen Bauleitplanverfahren für die Gewerbeflächen, voraussichtlich in den folgenden zwei bis drei Jahren.

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