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Fahrradstraße: Poller sind die einzig sinnvolle Lösung

Thema: SPD will mit abknickender Vorfahrt die Situation in der Fahrradstraße entschärfen.

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Die sogenannte Fahrradstraße bleibt ein fehlgeschlagenes Experiment in der Autostadt Cloppenburg. Trotz deutlicher Hinweise und zahlreicher Kontrollen nehmen sich nach wie vor zu viele Autofahrer das Recht, die Kirchhofstraße als Abkürzung zu nutzen. Vielleicht aus Bequemlichkeit, aber wohl eher aus einem  Anspruch heraus, der nicht nur in Cloppenburg noch selbstverständlich ist und der lautet: Mit dem Auto komme ich immer überall hin. Das ist das Ergebnis jahrzehntelanger Verkehrspolitik nach dem Motto „Auto first“. Fußgänger und Radfahrer müssen sich hinten anstellen.

Der Vorschlag, mit einer abknickenden Vorfahrt die Autos von der Fahrradstraße fern zu halten, mag ein wenig Abhilfe schaffen. Grundsätzlich wird er das Problem aber nicht lösen. Fahrradfahrer werden auf der eigentlich für sie reservierten 300 Meter kurzen Straße weiterhin das Gefühl haben müssen, dass jederzeit das nächste Auto um die Ecke kommen oder von hinten drängeln könnte.

Ein Blick nach Osnabrück zeigt, dass Autofahrer selbst Vollsperrungen umfahren, um Radschnellwege zu befahren oder dort zu parken. Das einzige, was dort half und was eigentlich alle vermeiden wollten, waren Poller. Und das ist auch in der Cloppenburger Kirchhofstraße die einzig sinnvolle Lösung. Die Stadt muss Tatsachen schaffen, die dem Autofahrer zu verstehen geben: Hier musst du dich hinten anstellen. Nur so wird sich die Anspruchshaltung verändern.

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