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Fahrradstraße "Am Markt": So hat der Fachausschuss entschieden

Die Cloppenburger Ratsgruppe Grüne/UWG hat eine Überprüfung der Situation entlang der Straße am Marktplatz beantragt. Ziel war, den Durchgangsverkehr zu unterbinden.

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Antrag abgelehnt: An der Straße "Am Markt" werden vorerst keine Veränderungen geprüft. Foto: Ida Schlömer

Antrag abgelehnt: An der Straße "Am Markt" werden vorerst keine Veränderungen geprüft. Foto: Ida Schlömer

Eine Überprüfung der verkehrlichen Situation an der Straße "Am Markt" ist im Fachausschuss mehrheitlich abgelehnt worden. Hintergrund ist ein Antrag der Gruppe Grüne/UWG, die dort die Einrichtung einer Fahrradstraße ins Spiel gebracht hatte. Auch ein weiterer Antrag der SPD für Alternativen wie eine Einbahnstraßenregelung oder Poller wurde von CDU/FDP/Zentrum mit 7:6-Stimmen abgelehnt.

Nach Angaben von Grüne/UWG werde die Straße entlang des Marktplatzes zunehmend als Abkürzung oder Umgehungsstrecke genutzt. "Dies führt insbesondere im Begegnungsverkehr zu einer Belastung, die insbesondere für den Fuß- und Radverkehr eine nicht hinnehmbare Beeinträchtigung darstellt", heißt es in dem entsprechenden Antrag.

Manfred Bahlmann (CDU) hält gegen den Antrag

Dem hielt Manfred Bahlmann (CDU) im Ausschuss seine eigenen Beobachtungen entgegen. Gerade einen Tag vor dem Ausschuss habe man dort noch in einem ansässigen Restaurant gesessen. "Ich glaube, dass dort innerhalb von fünf Stunden keine zwei Autos durchgefahren sind", so Bahlmann. Alleine durch das Kopfsteinpflaster sei es unattraktiv, diesen Weg zu nutzen. Zudem wolle man nicht dem Mobilitätskonzept mit möglichen Maßnahmen vorgreifen, das zurzeit erstellt wird.

Das Kopfsteinpflaster veranlasste auch die Gruppe SPD/Linke dazu, den Antrag abzulehnen. "Die Straße ist für eine Fahrradstraße nicht geeignet", so Jan Oskar Höffmann. Gleichwohl wolle man den Durchgangsverkehr dort verhindern, dies sei aber nicht die Aufgabe einer Fahrradstraße. "Wir möchten die Probleme anders angehen, es sollten Alternativen geprüft werden".

"Unproblematisch ist unseres Erachtens der Verkehr, der durch die rückwärtige Erschließung der zwischen Löninger Straße und Am Markt liegenden Wohn- und Geschäftshäuser entsteht."Gruppe Grüne/UWG

Grüne und UWG sprechen hingegen von einem "lebhaften Durchgangsverkehr". Sie vermuten Fahrzeuge, die eigentlich von der Fritz-Reuter-Straße auf die Löninger Straße in Richtung Innenstadt fahren wollten. Dies gelte auch für die entgegengesetzte Richtung, mit der Abkürzung umgehe man die Ampeln auf den Hauptverkehrsstraßen. "Unproblematisch ist unseres Erachtens der Verkehr, der durch die rückwärtige Erschließung der zwischen Löninger Straße und Am Markt liegenden Wohn- und Geschäftshäuser entsteht", so die Gruppe weiter.

Die Straße werde darüber hinaus von vielen Fußgängern und Radfahrenden als Alternativroute zur viel befahrenen Löninger Straße genutzt. Häufig seien hier auch gehbehinderte Menschen mit Rollatoren und Elektromobilen unterwegs. "Wir sind der Ansicht, dass sich für diese Anliegerstraße die Einrichtung einer Fahrradstraße anbietet."

Aus der Kleinen Straße heraus dürfen Radfahrer nur nach rechts abbiegen. Foto: Michael JägerAus der Kleinen Straße heraus dürfen Radfahrer nur nach rechts abbiegen. Foto: Michael Jäger

Im Zuge der angedachten Überprüfung wollten Grüne und UWG auch die Führung des Radverkehrs im Kreuzungsbereich Kleine Straße, Fritz-Reuter-Straße und Am Markt bewertet wissen. Nach derzeitiger Regelung dürfen Radfahrer jeweils nur nach rechts abbiegen, wenn sie aus der Kleinen Straße oder der Straße Am Markt kommen. "In der Praxis wird dieser Regelung aus nachvollziehbaren Gründen kaum gefolgt", so die Ratsgruppe. Erforderlich wäre ihrer Ansicht nach die Erlaubnis des Abbiegens jeweils in Richtung Löninger Straße, um die Ampeln nutzen zu können.

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