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Fahrradklima-Test stößt in Damme auf hohe Resonanz

127 Teilnehmer haben sich an der Umfrage des ADFC beteiligt. Damit ist die Minimum-Teilnehmerzahl von 50 deutlich übertroffen worden. Ansonsten herrscht im Südkreis starker Nachholbedarf.

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Wie steht es um die Radfahrbedingungen in Damme? Mit dieser Frage hat sich der Fahradklima-Test 2020 auseinandergesetzt. Die endgültige Auswertung läuft aber noch. Symbolfoto: dpa

Wie steht es um die Radfahrbedingungen in Damme? Mit dieser Frage hat sich der Fahradklima-Test 2020 auseinandergesetzt. Die endgültige Auswertung läuft aber noch. Symbolfoto: dpa

Wie fahrradfreundlich ist Damme eigentlich? Mit dieser Frage hat sich der Fahrradklima-Test 2020 unter anderem auseinandergesetzt. Durchgeführt wurde dieser vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) auch im Landkreis Vechta. Ein besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf der Stadt Damme, wo sich erst 2018 eine Ortsgruppe des Clubs gebildet hatte. Das Ziel der Ortsgruppe: Die Situation für Radfahrer in Damme zu verbessern. Die konkreten Umfrageergebnisse stehen zwar bisher noch aus, doch eines ist bereits sicher: Der Fahrradklima-Test stieß in Damme auf große Resonanz. 127 Menschen beteiligten sich bisher.

Damit sei das selbstgesteckte Ziel von 50 Teilnehmern mehr als übertroffen, stellt Matthias Dähne, Mitbegründer der Dammer Ortsgruppe, fest. "Nun haben wir endlich einen repräsentativen Wert in der Hand, der auch aussagekräftig ist", sagt Dähne. Dies war nämlich in der letzten Untersuchung nicht gerade der Fall gewesen. Gerade einmal 15 Dammer beteiligten sich im Jahr 2018. 

Zum Hintergrund: Bis zum 30. November konnte sich jeder an der Online-Umfrage des ADFC beteiligen. Die aktuelle Situation der Radfahrer sollte so bundesweit offen gelegt werden. Zurzeit läuft zwar noch die konkrete Auswertung der Ergebnisse und auch mögliche Briefstimmen wurden noch nicht eingerechnet, doch zeigt sich Dähne schon sehr zufrieden mit der Teilnehmerzahl allein in Damme.

Vechta und Lohne erzielen ähnlich hohe Teilnehmerzahlen

Woran hat es gelegen, dass sich in Damme so viele Menschen beteiligt haben an der kostenlosen Umfrage? Als Grund dafür nennt Dähne vor allem die jetzt deutlichere Vernetzung der Ortsgruppe. "Bis vor kurzem kannte noch keiner den Fahrradklima-Test", berichtet Dähne. Der Club habe seit 2018 neue Mitglieder und Unterstützer anwerben und auch zudem etwa einen eigenen Stammtisch ins Leben rufen können. Auch der deutlich verstärkte mediale Auftritt der Ortsgruppe habe dazu beigetragen, dass mehr Menschen mitgemacht haben.

Damme ist damit, was den Landkreis Vechta angeht, auf dem ersten Platz der Teilnehmerzahlen der ADFC-Umfrage. Ähnlich hohe Ergebnisse konnten nur die Stadt Lohne (117) und die Kreisstadt Vechta (118) erzielen. Bei beiden Städten waren die Zahlen auch in den vorherigen Jahren ähnlich hoch. Alle anderen Gemeinden, bis auf die Stadt Dinklage mit 57 Teilnehmern, verfehlten bei weitem die Mindestteilnehmeranzahl von 50. Auf dem letzten Platz liegt die Gemeinde Holdorf mit gerade einmal 2  Teilnehmern, wobei der Wert 2018 hier fast identisch war.

Damme habe hingegen nun etwas "Handfestes" mit dem der ADFC-Club nach endgültiger Auswertung in wenigen Wochen dann zur Stadt gehen könne, erklärt Dähne. "Wenn viele in der Umfrage beispielsweise sagen, dass es viel zu wenig Fahrradabstellbügel gibt, dann hätten wir klare Argumente in der Hand", sagt Dähne. Dass es in Damme hinsichtlich der Radfahrer deutliches Verbesserungspotential geben würde, stehe für ihn fest. Die Stadt und der Bürgermeister hätten bereits Interesse an den Ergebnissen kundgetan.

ADFC Damme will im Vechtaer Südkreis präsenter werden

Für die nächste Auflage des Fahrrad-Klimatestes wollen die Dammer Fahrradfreunde es aber nicht nur bei ihrer eigenen Gemeinde belassen. "Wir wollen unsere Präsenz weiter verstärken", erklärt Dähne. Bundesweit hätten in diesem Jahr deutlich mehr Menschen teilgenommen, worauf der ADFC gut aufbauen könne. Auch im Landkreis Vechta sei laut Dähne mittlerweile ein Trend zu spüren, dass die Nachfrage nach dem Radfahren gestiegen sei. 

Er und seine Mitstreiter möchten in den kommenden zwei Jahren zudem die angrenzenden Südkreisgemeinden stärker einbinden. In der diesjährigen Erfassung haben in Neuenkirchen-Vörden etwa gerade einmal 4 Menschen teilgenommen. Das sei ausbaufähig. "Ein Anfang wäre, in den anliegenden Gemeinden 1 bis 2 Menschen als Ansprechpartner zu haben", sagt Kähne. Dann hätten auch die anderen Gemeinden die Chance durch die kostenlosen Statistiken zu profitieren. 

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