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Fahren will gelernt sein

Kolumne: Meine Woche – Manchmal ist es nicht so einfach, über verkorkste Unfälle, oder gescheiterte Trunkenheitsfahrten nicht zu lachen. Dabei bin ich selbst keine ganz so perfekte Autofahrerin.

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Damme: „Nach Unfall geflüchtet“, Garrel: „Verkehrsunfall“ oder Vechta: „Auto auf dem Parkplatz angefahren“: Täglich erreichen uns in der Redaktion Meldungen der Polizei. In der Regel sind es ganz alltägliche. Umso „schöner“ für uns Redakteure, wenn mal was besonders Kurioses dabei ist. Da bin ich ganz Sensations-Reporterin. Das sehe ich natürlich rein beruflich, privat tut es mir für jeden Betroffenen leid. Aber Job ist Job.

Besonders schön fand ich daher am Montag den Unfall in Vechta. Als ein 19-Jähriger versucht hat, seinen Wagen aus einer Parklücke zu bugsieren. Der Mann verließ dabei aber zwischenzeitlich sein Auto, während dieses weiter rückwärts rollte. Beim Versuch, den Wagen abzubremsen, stieg der Steinfelder wieder ins Auto, drückte aufs Gaspedal und krachte in ein anderes Auto.

Oder die Meldung aus Barßel: Da meinte ein volltrunkener Barßeler noch Auto fahren zu müssen. Mit 2,2 Promille nicht so einfach, auf der Spur zu bleiben. Fast logisch also, dass der Mann mit seinem Wagen in der Berme landete. Er versuchte noch selbst, sein Auto herauszuziehen. Vielleicht halfen ihm später die netten Polizisten.

Auch ich bin keine ganz perfekte Autofahrerin

Schadenfreude? Alles rein berufliches Interesse. Zugegeben. Ich kenne auch die andere Seite. Ja, auch ich bin keine ganz perfekte Autofahrerin. Was selbstverständlich nichts mit meinem Geschlecht zu tun hat. Das verkorkste Ausfahrt-Manöver in einem Oldenburger Parkhaus hätte wirklich jedem anderen Menschen/Mann passieren können.

Glücklich nach der Shoppingtour wollte ich an diesem Samstagnachmittag wieder heraus aus dem Parkhaus. Die kurvige Strecke nach Unten sollte meinem schnittigen Peugeot allerdings zum Verhängnis werden. Ich nahm die Kurve viel zu scharf und landete mitten auf der Betonabgrenzung zwischen den Fahrbahnen. Wie ein kleiner, dicker Käfer hing mein kleiner, süßer Wagen nun mit dem rechten Vorder- und Hinterreifen in der Luft. Panik. Mein schönes Auto! Aber es nützte ja nichts. Ich musste da wieder runter. Die hupende Autoschlange hinter mir wurde immer länger. Also vorwärts. Autsch. Ich höre noch heute das fiese Quietschen von Blech und Metall, als sich mein geliebtes Auto vom Betonsockel schälte.

Und das fiese Geräusch wurde – dank fehlender Vollkaskoversicherung – richtig teuer. Aber ich habe daraus gelernt: Ich parke nur noch auf ebenerdigen Parkplätzen.

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