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Fahrdienst macht trotz Lockdown weiter

Das ehrenamtliche Angebot in Löningen wird gut angenommen. Nicht optimal läuft dagegen die Abstimmung mit dem Rufbussystem des Landkreises.

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Einkaufen leicht gemacht. Der Fahrdienst  wird angenommen. Foto: Meyer

Einkaufen leicht gemacht. Der Fahrdienst  wird angenommen. Foto: Meyer

Maske und Desinfektionsspray gehören stets dazu, wenn die Aktiven des ehrenamtlichen Fahrdienstes in Löningen die Motoren anstellen. Trotz der Pandemie läuft das Angebot weiter. Die Nachfrage sei gut, sagt Elisabeth Pohlmann vom Caritas-Sozialwerk. 

Vor fast genau zwei Jahren hatte die Caritas den Dienst gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Vitus gegründet. Ziel war, ältere Menschen im Alltag zu unterstützen und ihnen die fehlende Mobilität zu ersetzen. Schnell fanden sich erste freiwillige Fahrerinnen und Fahrer. Sie bringen die Senioren zum Einkaufen, aber auch zu anderen Terminen. Ursprünglich sei das Angebot nur auf das Stadtgebiet beschränkt gewesen, berichtet Pohlmann. Inzwischen würden auch  Fachärzte  in Cloppenburg angesteuert. Der Grund: Die Abstimmung mit dem Rufbussystem funktioniert nicht immer wie erforderlich. Auch das Umsteigen mit Rollator oder Gehstock fällt den Senioren häufig schwer. 

3 bis 4 Fahrten werden im Schnitt pro Woche gebucht. Der Fahrerpool ist ordentlich groß geworden. 7 bis 8 Ehrenamtliche stehen Gewehr bei Fuß. Trotzdem könnten sich Interessierte jederzeit melden, betont Pohlmann. Träger des Services ist noch der Seniorenstützpunkt des Landkreises. Mitte des Jahres wird die Trägerschaft aber auf die Kirchengemeinde übergehen. Das Angebot solle sich langfristig etablieren, erklärt Pohlmann und freut sich über die Anerkennung.

Ehrenamtliche machen auch in Coronazeiten weiter

Von der Coronakrise ließen sich die Fahrer, von denen viele selbst im Rentenalter sind, nur kurz ausbremsen. Während des ersten Lockdowns ruhte der Betrieb.  "Wir haben den Senioren angeboten, für sie einzukaufen, aber das war in den meisten Fällen nicht nötig, auch weil die Solidarität in Löningen so groß war", lobt Elisabeth Pohlmann. Ab dem Sommer durften die Nutzer dann wieder von zu Hause abgeholt werden. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden allerdings immer weiter erhöht. Fahrer wie Beifahrer tragen obligatorisch eine Maske. Das Autoinnere wird außerdem nach jeder Tour gründlich desinfiziert. Von den Fahrern sei niemand während des vergangenen Jahres abgesprungen, sagt Pohlmann. "Sie haben sich anstandslos auf die neuen Regeln eingestellt." 

Das Angebot hält die Caritasmitarbeiterin für überaus sinnvoll.  Zwar wird die soziale Bedürftigkeit nicht überprüft. In der Regel müssten die Senioren den Euro aber mehrfach umdrehen. Pohlmann glaubt daher, dass der Dienst nach Corona verstärkt genutzt wird. Dann dürfen die Fahrer ihre betagten Kunden auch wieder zu geselligen Veranstaltungen bringen. Die Vorfreude sei bereits groß.

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