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Fahnenhissen macht aus konkurrierenden Fans Freunde

Seit 12 Jahren vereint die gemeinsame Aktion Dinklager Fußballanhänger ganz unterschiedlicher Vereine. "In den Farben getrennt, in der Sache vereint", lautet das Motto.

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Gemeinsame Tradition: Das Fahnenhissen vor dem Wohnheim an der Helenenstraße eint die Fans der verschiedenen Fußballclubs. Fotos: Vollmer

Gemeinsame Tradition: Das Fahnenhissen vor dem Wohnheim an der Helenenstraße eint die Fans der verschiedenen Fußballclubs. Fotos: Vollmer

Da haben sich die Fußballfreunde aller Dinklager Fan-Clubs schon lange drauf gefreut: Nachdem die Vereinsfahnen zuletzt zwei Jahre an den Masten verharren mussten, fand nach der Corona-Pause gestern Vormittag endlich wieder das traditionelle Fahnenhissen statt.

Pünktlich um 11 Uhr kamen die sieben Fan-Gruppen am Wohnheim an der Helenenstraße zusammen, um bei bestem Wetter miteinander friedlich den Fußballsport zu feiern. Im Gepäck nagelneue Clubfahnen, die eine nach der anderen zu den Klängen der jeweiligen Vereinshymne, vorgetragen von der Band "Kölsch & Klüngel", gehisst wurden.

Anhänger aus 7 Fan-Clubs versammelten sich

Mit-Organisator Udo Quaschigroch begrüßte unter dem Motto "In den Farben getrennt, in der Sache vereint" die Anhänger aus den sieben einheimischen Fan-Clubs Werder Wichtel, Abfahrt Arsten, Ritzer Knappen 04, Fohlenfreunde, Bayern Burg, HSV-Supporters und Burgwald-Borussen unterstützt von Supportern des VfB Stuttgart sowie befreundeten Werder-Fans aus Lutten. Unter den Gästen die Heimbewohner und der designierte Bürgermeister Carl Heinz Putthoff.


Die Fußballfreunde hissen gemeinsam die Fahnen ihrer Lieblingsvereine.
Organisator Udo Quaschigroch begrüßte die Anhänger aus sieben Fan-Clubs.
Die Band Kölsch & Klüngel präsentierte die jeweiligen Vereinshymnen.
Der Erlös der Aktion kommt den Bewohnern des Wohnheims an der Helenenstraße zu Gute.
In den Farben getrennt, in der Sache vereint, lautet das Motto.
Unterstützer finanzierten die Würstchen, die Getränke und den Toilettenwagen.

"Die Fahnen bleiben das ganze Jahr hängen. Gerade in der Coronazeit hat das unseren Bewohnern Kraft gegeben", berichtet Mit-Organisatorin Beatrice Fresenborg-Meermann, Pflegefachkraft und zuständig für den Freizeitbereich der Bewohner. Auslöser für den Ursprung dieser mittlerweile elf Fan-Club-Treffen ist die Heimbewohnerin Stephanie Dödtmann, die zu den Werderwichteln gehört.

Der Erlös kommt den Wohnheimbewohnern zugute

Vor 12 Jahren brach nach einem Unwetter der Werder-Fahnenmast vor der Wohnheimtür, was Stephanie Dödtmann sehr traurig stimmte. Davon erfuhr Fohlenfreund Udo Quaschigroch, der den Vorstand der Gladbach-Fans informierte und um Hilfe ansprach. August Vodde schließlich war Ideengeber, spendierte die Fahnenstangen, die Udo Quaschigroch wetterfest herrichtete und mit den Fohlenfreunden aufstellte. Die Idee zum Fahnenhissen war geboren.

Familie Arkenau spendiert seitdem die Würstchen. Eva Lindhaus vom Bistro Im Stern die Brötchen, Bernd Warnke, Veltins-Vertreter, sorgt für Getränke, Heinz Fischer von Dinklusiv finanziert den Toilettenwagen und „Kölsch und Klüngel“ verzichtet auf ein Honorar. Der Erlös kommt den Bewohnern des Wohnheimes zugute.

"Das Fahnenhissen sorgt unter den Fan-Clubs für einen freundschaftlichen Umgang. Die Beziehungen unter den Fangruppen sind enger und freundschaftlicher geworden. Wir helfen uns untereinander", zieht Udo Quaschigroch Bilanz. Er dankt allen, die zum Gelingen dieses Festes beitragen.

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