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Expertinnen laden zum ersten Stoffwindeltreff im Landkreis

Sie wollen Stoffwindeln noch bekannter machen und ein Angebot in ungezwungener Atmosphäre schaffen: Darum laden Ellen Pleiter und Rebecca Kalvelage zum ersten Stoffwindeltreff ein.

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Freuen sich auf das Kennenlernen: Rebecca Kalvelage (links) und Ellen Pleiter laden zum ersten Stoffwindel-Treff im Landkreis. Foto: Hoff

Freuen sich auf das Kennenlernen: Rebecca Kalvelage (links) und Ellen Pleiter laden zum ersten Stoffwindel-Treff im Landkreis. Foto: Hoff

Es ist eine Premiere im Landkreis Cloppenburg: Ellen Pleiter aus Garrel und Rebecca Kalvelage aus Lastrup, beide Stoffelwindelberaterinnen, laden zum ersten offiziellen Stoffwindeltreff in den Cloppenburger Mehrgenerationenpark ein. Am 2. April (Samstag) können sich Stoffwindeleltern oder die, die es noch werden wollen, von 15.30 bis 17 Uhr treffen, um sich in ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen und auszutauschen.

"Wir stehen den Nachmittag über als Beraterinnen für Fragen zur Verfügung, bringen Anschauungsmaterial und Dummies zum Ausprobieren mit und zeigen neue Faltanleitungen", berichtet Pleiter. Das Angebot ist unverbindlich und vor allem kostenlos. "Zwar ersetzt so ein Treffen keine Beratung, aber man hat die Möglichkeit, die Materialien der Stoffis, wie wir sie liebevoll nennen, auch einfach mal anzufassen, um ein Gefühl dafür zu bekommen."

Stoffwindeln sollen noch bekannter werden

Die beiden jungen Mütter wollen Stoffwindeln noch bekannter machen. "Bislang werden 5 Prozent der Kinder in Deutschland mit Stoff gewickelt. Der Landkreis Cloppenburg hat die höchste Geburtenrate bundesweit, dementsprechend müsste es hier eigentlich auch die meisten Stoffwindeleltern geben. Dem ist aber nicht so. Allerdings wollen wir das ändern", sagt Kalvelage. Windeln wechseln, wegwerfen – heutzutage sei das ein ganz normales Prozedere, das den Eltern Zeit spare. „Wegwerfwindeln sind nicht nachhaltig, zu teuer und es wird zu viel Müll produziert."  Außerdem spiele der gesundheitliche Aspekt eine große Rolle. Viele Kinder leiden unter einem wunden Popo oder Pickeln.

Stoffwindeln sind besser für die Haut, sie bestehen aus unterschiedlichen Materialien wie Baumwolle, Bambus, Hanf und Mikrofaser, die in verschiedenen Wickelsystemen Anwendung finden. Geht man von 2,5 Jahren Wickeldauer aus, spart man mit einem Stoffwindelpaket zwischen 700 und 1000 Euro. Da sind die Reinigungskosten bereits eingerechnet. Bei den Stoffwindeln gibt es verschiedene Systeme, die die Eltern bei dem Treff kennenlernen können. Ihnen allen gemeinsam ist: Überhosen, Innenwindel und Saugeinlagen kann man immer wieder verwenden.

Der Treff soll kein einmaliges Angebot sein

Ein zusätzliches Vlies kann die waschbare Einlage schützen. Damit wird das große Geschäft einfach im Müll entsorgt. Ein Vorurteil, das Eltern oftmals gegenüber Stoffwindeln hätten, sei der hohe Wäscheberg, der mit ihnen anfalle, erklärt Pleiter. "Wenn das 2-in 1-System – Einlagen in Überhosen – verwendet wird, werden nur die Einlagen gewaschen, die Überhosen müssen oft nur ausgelüftet werden, so bleibt der Wäscheberg überschaubar."  Die meisten saugenden Komponenten ließen sich mit Handtüchern, Spucktüchern und Bettwäsche bei 60 Grad waschen.

Die beiden Expertinnen haben sich für den ersten Treff bewusst für den Mehrgenerationenpark entschieden. "Die Umgebung ist ungezwungen, außerdem liegt er sehr zentral mitten im Landkreis und man kann seine Kinder mitbringen und hier spielen lassen", erklärt Kalvelage. Bei einem einmaligen Treffen soll es nicht bleiben. „Wir wollen mit unserem Angebot durch den Landkreis ziehen, Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann hat uns auch schon den Dorfpark angeboten für eine nächste Veranstaltung", berichtet Pleiter. Wichtig ist es ihnen zu betonen, dass auch Eltern mit älteren Kindern noch auf Stoffwindeln umsteigen können. "Es müssen nicht die Neugeborenen sein, die von Anfang an in Stoff gewickelt werden."

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