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Experimente und Kreatives machen Lust auf die Oberschule

Die Viertklässler stehen vor einem Schulwechsel. An der OBS Emstek bekamen sie die Einrichtung von den Lehrern vorgestellt.

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Nicht nachmachen: Binnen Sekunden glüht die Gurke, als durch sie 230 Volt geschickt werden.    Foto: Vorwerk

Nicht nachmachen: Binnen Sekunden glüht die Gurke, als durch sie 230 Volt geschickt werden.    Foto: Vorwerk

Spannende Experimente im Minutentakt, Kreatives aus Stoff oder mit Tusche und Leckereien für zu Hause. So sah ein Nachmittag für die Viertklässler aus der Gemeinde Emstek aus, denen die örtliche Oberschule (OBS) von den Lehrkräften vorgestellt wurde. Für die Mädchen und Jungen steht in wenigen Monaten der Schulwechsel an – und damit auch die Entscheidung, in welcher Einrichtung es weitergehen wird. 

Der Schnuppertag lief unter den gegebenen Umständen etwas anders als in den vorherigen Jahren ab. "Wir machen eine 2G-Plus-Veranstaltung. Alles andere wäre aktuell nicht möglich", sagte Heike Kloster, Didaktische Leiterin der Oberschule. Waren sonst beide Elternteile eingeladen, die in der Mensa einen Vortrag über die Möglichkeiten in dieser Einrichtung erfuhren, während ihre Kinder viel Zeit hatten, sich mit den einzelnen Angeboten vertraut zu machen, war jetzt nur ein Erziehungsberechtigter beziehungsweise eine Erziehungsberechtige erlaubt. Außerdem wurden die 46 Kinder, die sich angemeldet hatten, auf zwei Zeitblöcke verteilt und dann noch einmal in drei Gruppen gesplittet. 

Einige Eltern haben dort schon die Schulbank gedrückt

Quarantäne-Maßnahmen und die Tatsache, dass es einige Geschwisterkinder gibt, deren Brüder und Schwestern die Oberschule bereits besucht hatten, reduzierten die Teilnehmerzahl ohnehin. Auch einigen Vätern und Müttern war die Schule nicht unbekannt, drückten sie doch selber vor 20 oder 30 Jahren dort die Schulbank. 

Was sich in dieser Zeit aber verändert hat, ist nicht nur die Ausstattung, die deutlich moderner und den Anforderungen der Zeit angepasst wurde, auch die inhaltliche Ausrichtung hat sich gewandelt. "Wir haben als Schwerpunkte die Bereiche Musik, Werken, Kunst und Textil. Alles wird in den ersten zwei Jahren unterrichtet, der selbst gewählte Schwerpunkt wird aber die komplette Zeit Bestandteil des Stundenplans sein – und das an 2 Stunden in der Woche", erklärte Heike Kloster.

Die gut ausgestattete Küche lernen die Schüler der OBS in den fünf bis sechs Schuljahren bei unterschiedlichen Gelegenheiten kennen. Nicht nur das Kochen steht dabei im Fokus, auch der wirtschaftliche Aspekt wird beleuchtet, denn in der Schülerfirma "Just fresh" müssen Einkauf und Preise kalkuliert werden. Nach der Kurzvisite der Viertklässler gab es für jedes Kind eine Tüte mit selbst gemachten Schokocrossies. 

Vor dem Stricken erst einmal Chips vernaschen

Welche Möglichkeiten der Textilunterricht bietet, gab es wenige Türen weiter zu sehen. Von der selbst gebastelten Strickmaschine, bei der man erst einmal die Stapelchips verputzen muss, um die Röhre weiterzuverarbeiten, über Freundschaftsbänder und Sockentiere reicht dort das Repertoire "und ihr bestimmt, was gemacht wird", bekamen die Besucher versprochen. 

Dass Tusche nichts mit den Wassermalfarben zu tun hat, die man in der landläufig als "Tuschkasten" bezeichneten Box vorfindet, wurde im selben Trakt erklärt. Stattdessen durfte zu Feder und echter Tusche gegriffen werden, um erste Erfahrungen mit diesem Medium zu machen. "Nicht nachmachen", wurden die Kinder im Chemieraum eingeschworen. Dort brachte der Lehrer eine Essiggurke zum Leuchten. 230 Volt Wechselspannung, wie sie auch aus der heimischen Steckdose kommt, reichten für das Experiment, weshalb man beim Umgang mit Strom stets vorsichtig sein sollte. 

Zwei verbindliche Nachmittage gibt es an der Ganztagsschule. Von Montag bis Donnerstag können aber verschiedene Angebote genutzt werden. Damit dies auch gut gestärkt erfolgt, gibt es eine Mensa, in der unter anderem selbst gemachte Produkte zum Einsatz kommen, wie ein Müsli oder gar Honig aus den schulischen Bienenstöcken. "Besonders stolz sind wir darauf, dass unsere Mensa schon mehrfach mit einem Stern ausgezeichnet wurde", machte Heike Kloster nicht nur auf das Lernen Appetit.

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