Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

EU hilft, Dammes Innenstadt attraktiver zu machen

Aus dem Programm "Perspektive Innenstadt", das die Europäische Union finanziert, fließen 345.000 Euro nach Damme. Deren Verwendung will sehr gut überlegt sein.

Artikel teilen:
Mehr Leben vor St. Viktor: Nach der Sanierung des Kirchplatzes im Herzen Dammes soll das Gelände für mehr Veranstaltungen als bisher zur Verfügung stehen. Die Stadt will Fördermittel der Europäischen Union einsetzen. Foto: Lammert

Mehr Leben vor St. Viktor: Nach der Sanierung des Kirchplatzes im Herzen Dammes soll das Gelände für mehr Veranstaltungen als bisher zur Verfügung stehen. Die Stadt will Fördermittel der Europäischen Union einsetzen. Foto: Lammert

Der St.-Viktor-Kirchplatz in Damme soll attraktiver werden und so dazu beitragen, die Innenstadt in der Nach-Corona-Zeit zu stärken. Dafür soll die Stadt rund 250.000 Euro im Rahmen des Sofortprogramms "Perspektive Innenstadt" aufwenden. Diesen Beschluss haben die Mitglieder des Grundstücks- und Straßenbauausschusses, die am Montag unter der Leitung des Christdemokraten Heinrich Lehmkuhl tagten, dem Rat empfohlen.

Insgesamt erhält die Stadt aus dem mit Aufbaumitteln der Europäischen Union ausgestatteten 117-Millionen-Euro-Programm 345.000 Euro. Als zweite Maßnahme hat der Ausschuss dem Rat vorgeschlagen, rund 130.000 Euro für neue Spielpunkte in der Innenstadt auszugeben.

Das Sofortprogramm sieht vor, dass 90 Prozent der Kosten eines Projektes bezuschusst werden. Den Rest muss die jeweilige Kommune aufbringen. Ihre beiden Förderanträge muss die Stadt bei der NBank stellen. Wie Rolf Mähler, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, dazu weiter ausführte, müssen die Maßnahmen bis März 2023 abgeschlossen sein.

"Der Kirchplatz ist absolut untergenutzt. Er soll zu einem Ort der Begegnung werden"Rolf Mähler, Fachbereichsleiter

"Der Kirchplatz ist absolut untergenutzt. Er soll zu einem Ort der Begegnung werden", sagte Rolf Mähler. Das heißt im Klartext: Nach der Sanierung des inneren Bereichs könnten auf dem Areal zum Beispiel der Wochen- und der Weihnachtsmarkt stattfinden.

Das bedeute, dass nicht nur das Pflaster im Bereich zwischen der sogenannten Umfahrt erneuert werden würde. Es sei auch erforderlich, eine neue, wesentlich leistungsfähigere Stromversorgung zu verlegen und Wasserzapfstellen zu installieren, sagte Bernard Decker (CDU).

Sanierung des Kirchplatzes war 2007 noch nicht möglich

Das alles war 2007, als die Stadt und die Pfarrgemeinde St. Viktor das Kirchenumfeld mit der Umfahrt hatten umgestalten lassen, nicht möglich gewesen. Seinerzeit wollte die Kirchengemeinde den inneren Bereich nicht sanieren lassen.

Dass nun die Bereitschaft vorhanden ist, hat nach Angaben Bürgermeister Mike Ottes Pfarrer Heiner Zumdohme in einem Gespräch signalisiert. Zudem habe er zugesagt, den Kirchplatz für weitere Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen.

Bertelt bemängelt kurzen Umsetzungszeitraum

Christa Kampsen (SPD) begrüßte das Vorhaben ebenso wie der FDP-Fraktionsvorsitzende Heiko Bertelt. Er kritisierte allerdings den knappen Zeitraum, den die Stadt zur Verfügung habe, um die beiden Maßnahmen umzusetzen. Somit wären Projekte, für die ein umfangreiches Antragsverfahren im Rahmen des Baurechts erforderlich sind, nicht machbar.

Doch auch ohne Bauanträge dürfte die Sanierung des Kirchplatzes zahlreiche Vorarbeiten erfordern. Denn neben Abstimmungsgesprächen mit der katholischen Kirchengemeinde muss die Stadtverwaltung unter anderem die Denkmalbehörde einschalten. Zudem möchte sie vor Ort auch den Handels- und Gewerbeverein (HGV) einbeziehen.

Thema "Carneval in Damme" soll neue Spielorte verbinden

Den HGV will die Verwaltung auch bei der Suche nach Standorten für Spiel- und Aufenthaltsorte in der Innenstadt beteiligen. Das erklärte Ziel dieses Projektes ist es, durch die Aufstellung von weiteren Spielgeräten die Innenstadt für junge Bürger und Familien mit kleinen Kindern attraktiver zu machen. Als sogenannte Spielorte ins Auge gefasst sind zum Beispiel die Bereiche vor der Scheune Leiber und vor dem Stadtmuseum. Geplant sind derzeit zwischen fünf und sechs solcher Orte, bei deren Gestaltung nach dem Wunsch Bernard Deckers der inklusive Gedanke beachtet werden sollte.

Rolf Mähler führte dazu aus, die Stadt habe bereits mit dem Spielplatzfachmann Elmar Böcker, der auch an der Planung des Inklusionsspielplatzes am Erlenweg maßgeblich beteiligt war, Kontakt aufgenommen. Er habe vorgeschlagen, alle Spielorte unter das Thema "Carneval in Damme" zu stellen.

Allerdings: Auch hier ist es bis zur endgültigen Umsetzung noch ein weiter Weg. Diverse Gesichtspunkte wie etwa die Verkehrssicherheit sind bei der bei der Wahl der Standorte zu beachten.

Genaue Zahl der Spielorte ist noch offen

Offen ist auch, ob die Mittel tatsächlich für fünf bis sechs neue Spielorte reichen oder nur für weniger. Notfalls würde die Stadt aber erst mal mit drei Orten starten, sagte Rolf Mähler. Zudem möchte sie bei diesem Projekt auch mit den drei örtlichen Stiftungen zusammenarbeiten. Der Fachbereichsleiter führte in dem Zusammenhang weiter aus, auch von dieser Maßnahme würden letztlich der Einzelhandel und die Gastronomie profitieren. Denn auch sie trage dazu bei, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu erhöhen.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

EU hilft, Dammes Innenstadt attraktiver zu machen - OM online