Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Essens Politik investiert kräftig in die Infrastruktur

Mit Verkehrsbehinderungen mussten die Essener 2022 leben. Die Veränderungen im Ortszentrum gehen auch im kommenden Jahr weiter.

Artikel teilen:

Spät dran war Essens Gemeinderat im Frühjahr mit der Verabschiedung des Haushalts. Aus gutem Grund, denn mit insgesamt 16,1 Millionen Euro investierte die Gemeinde 2022 besonders viel Geld in die Infrastruktur. 

Größte Ausgabenposten waren der Ausbau der Grundschule und die Neugestaltung des Außenbereiches rund um die Schulstraße. Hinzu kamen die Erschließung des Wohngebietes am Schützenplatz. Und auch für die Unternehmen hat sich in diesem Jahr etwas getan. In Osteressen stehen ihnen nach 7 mageren Jahren endlich neue Gewerbeplätze zur Verfügung.

Alles in allem könnte Bürgermeister Heiner Kreßmann also zufrieden sein. Für Verstimmung sorgten bei ihm allerdings die neuen Stromautobahnen, die in einigen Jahren das Gemeindegebiet queren sollen. Gleich fünf Trassen könnten es sein, weshalb Kreßmann inzwischen um die Entwicklungsmöglichkeiten der eigenen Wirtschaft fürchtet. Das Thema dürfte ihn auch 2023 beschäftigen. 

Ortsmitte wird zur Baustelle

Am Ende des Jahres ist das Essener Ortszentrum weiter eine Baustelle. Der Kreuzungsbereich Ahauser Straße/Lange Straße/Schulstraße erhält gerade einen Kreisverkehr. Auch im südlichen Teil der Lange Straße gehen die Arbeiten weiter. Demnächst soll der Marktplatz umgestaltet werden. Ganz ohne Kritik blieben die Neuerungen jedoch nicht. Die Verkehrsführung rund um den sogenannten Kindercampus sorgte bei manchem Autofahrer für Verwirrung. Und Geschäftstreibende am Marktplatz lehnen das beabsichtigte Parkverbot auf dem Marktplatz ab, weil sie um die Kundschaft fürchten. 

Baustelle: Die Ortsmitte in Essen wird runderneuert. Foto: MeyerBaustelle: Die Ortsmitte in Essen wird runderneuert. Foto: Meyer

Gesellschaftlich war die Lockerung der Coronamaßnahmen ein Segen für die Gemeinde. Neben den Schützenfesten gab es einiges zu feiern, beispielsweise die Wiedereröffnung der frisch restaurierten "Diekmanns-Mühle", eines der Wahrzeichen Essens. Am Pfingstmontag drehten sich ihre Flügel erstmals seit Jahren wieder im Wind. Bewegung in den Ort bringen will auch der Kinder- und Jugendzirkus Artistikka aus Damme. Er pachtete den Campingplatz am Unlandweg und bietet dort Akrobatik- und Jonglierkurse an. Gemütlicher mögen es dagegen die Mitglieder des Shantychors. Die Seebären schunkelten sich im Juli ins Rampenlicht, was vor allem an Johannes Kaarz lag. Der 21-Jährige schlug Radio ffn die Aufnahme eines modernen Shanty vor. Am Ende lud der Sender die Essener zum Videodreh nach Bremen ein. Der fertige Song "When I was Young" wurde inzwischen tausende Male angeklickt.

Videodreh: Der Shantychor Essen kam 2022 groß raus. Foto: F. LenzVideodreh: Der Shantychor Essen kam 2022 groß raus. Foto: F. Lenz

Eine gute Nachricht für alle Eltern enthielt die vom Gemeinderat in Auftrag gegebene Jugendstudie, deren Ergebnisse im Juni bekannt gegeben wurden. Sie stehen bei ihren Kindern hoch im Kurs. Und auch sonst ist der Nachwuchs mit den Angeboten in Essen durchaus zufrieden. Mehr geht ja immer ...

Und das waren ebenfalls Themen in Essen

Vergewaltigung: Zu einem schweren Verbrechen ist es während des Schützenfestes in Essen gekommen. Eine 34-Jährige wurde am Rande des Volksfestes von zwei Männern überfallen und vergewaltigt. Vorbeifahrende Autofahrer, die von der Frau um Hilfe gebeten wurden, waren einfach weitergefahren. Die Polizei ermittelte später zwei Männer syrischer Herkunft als Täter. Sie wurden im Dezember zu je 5 Jahren Gefängnis verurteilt.

Pfarrer-Ehepaar nimmt Abschied: Nach fast 15 Jahren hat das Pfarrerehepaar Uecker die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde verlassen. Michael Uecker und Eva Hachmeister-Uecker wechselten im August nach Quakenbrück. Das Pfarramt ist zurzeit vakant. Nach der Neubesetzung soll der Pfarrer von Essen aus auch die evangelischen Christen in Lastrup betreuen, die mit Jürgen Schwartz ebenfalls ihren Pfarrer ziehen lassen mussten.

Wernsing investiert in Standort: Die Firma Wernsing investiert kräftig in ihren Standort Addrup. Der Feinkosthersteller vergrößert unter anderem seine IT. Um den Gasverbrauch zu senken, soll außerdem ein Biomasseheizwerk gebaut werden. 

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Essens Politik investiert kräftig in die Infrastruktur - OM online