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Essener Schützen sind in Festtagstimmung

Vom 10. bis zum 14. Juni wollen die Mitglieder in althergebrachter Weise ihr Schützenfest feiern. Bereits im November führte der Vorstand Gespräche mit dem Festwirt.

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Ausgezeichnet: Oberschießmeister Christian Wessels (links) und der amtierende König Martin Alberding (rechts) ehrten Günther Osing, Wolfgang Knopf, Karsten Kruse, Olaf Wulfert, Ingo Lömker, Mark Diekmann, Theo Ostendorf, Tobias Eckholt für ihre 25-jährige Zugehörigkeit zum Verein. Foto: Sperveslage

Ausgezeichnet: Oberschießmeister Christian Wessels (links) und der amtierende König Martin Alberding (rechts) ehrten Günther Osing, Wolfgang Knopf, Karsten Kruse, Olaf Wulfert, Ingo Lömker, Mark Diekmann, Theo Ostendorf, Tobias Eckholt für ihre 25-jährige Zugehörigkeit zum Verein. Foto: Sperveslage

„Das Schützenfest 2022 wird in althergebrachter Weise gefeiert.“ Die Ankündigung von Präsident Stefan Ostermann auf der gut besuchten Generalversammlung ging fast im Beifall unter. Vizepräsident Wolfgang Knopf ergänzte, dass das diesjährige Schützenfest vom 10. bis 14. Juni stattfinden wird.

Dafür startete der Vorstand bereits im November erste Gespräche mit dem Festwirt. Zu diesem Zeitpunkt deutete sich noch eine pessimistische Ansicht zum Abhalten eines Schützenfestes an. Vom Festwirt sei mitgeteilt worden, dass er die Hälfte der Schützenfeste abgegeben habe, berichtete Ostermann. Essen gehörte jedoch nicht dazu. Weitere Gespräche beinhalteten die Abhaltung des Schützenfestes unter Berücksichtigung von erhöhten Verkaufspreisen sowie die deutliche Minderung des bislang vereinbarten Pachtpreises. Oft habe man kurz vor dem Abbruch der Gespräche gestanden, da Verein und Festwirt in vielen Punkten weit auseinander lagen. Letztlich habe man sich darauf einigen können, dass der Festwirt kommt und sein Zelt aufbaut, so Ostermann.

Der Bierpreis wird bei 2 Euro pro Glas liegen. Geschuldet sei dieser durch gestiegene Löhne, kaum zu bekommendes Personal, neue Preise der Brauereien sowie die gestiegenen Energiekosten. Das sei leider nicht zu verhindern gewesen, aber ein Schützenfest ohne Festzelt wäre für den Vorstand keine Alternative gewesen. Letztendlich habe der Schützenverein Essen die Sicherheit eines Festes – viele Vereine in der Nachbarschaft noch nicht. Dies wurde in Gesprächen mit Präsidenten befreundeter Vereine bestätigt, erklärt Stefan Ostermann.

Folgen von Corona sind immer noch spürbar

Der Verein leide immer noch unter den Folgen der Corona-Pandemie. Bei den Mitgliederzahlen vermisse der Vorstand die üblichen Neueintritte zum Schützenfest hin. Folglich sei die Mitgliederzahl gesunken, so Ostermann. Insgesamt zählt der Verein 1374 Mitglieder – 18 weniger als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Schießbetrieb durch die Schießkommission habe es zurzeit schwer, da nur wenige Leute zum allgemeinen Übungsschießen kommen. „Hier sind alle Schützen aufgefordert, den Verein zu unterstützen“, appellierte Präsident Stefan Ostermann an die Mitglieder.

Aufgrund von Eingaben durch das Amtsgericht wurde eine Satzungsänderung erforderlich. Schriftführer Thomas Dreyer ging auf die einzelnen Änderungen ein und gab Erläuterungen dazu. So wird der Verein künftig den Namen „Schützenverein Essen (Oldb.) e.V.“ tragen. Der bisherige Zusatz „für die Gemeinde Essen“ wurde gestrichen. Kleinere Änderungen gab es bei der Mitgliedschaft, zum Vorstand, der Schießkommission, Kinderschützenkommission und dem Offizierskorps.

Gesamter Vorstand neu gewählt

Ein weiterer Passus wurde bei der Einberufung zur Generalversammlung eingefügt, die jetzt durch Veröffentlichung in der örtlichen Tageszeitung und/oder den digitalen Medien und nicht mehr schriftlich erfolgt. Da dies bei der letzten Generalversammlung nicht erfolgte, war die Folge die erneute Neuwahl des gesamten Vereinsvorstandes – und die erfolgte in kürzester Zeit. Unter der Leitung des langjährigen Vizepräsidenten Hans-Günter Fredeweß wurden Präsident Stefan Ostermann, Schriftführer Thomas Dreyer, Oberst Helmut Engelke und der „Chef“ der Kinderkommission, Martin Alberding, für ein Jahr gewählt. Um in den turnusmäßigen Rhythmus der Wahlen zu kommen, erfolgte die Wahl von Vizepräsident Wolfgang Knopf, Kassierer Ralf Müller und Oberschießmeister Christian Wessels für 2 Jahre. Entsprechend der Satzung wurde Klaus Ludmann zum stellvertretenden Oberschießmeister und Jens Diekmann zum zweiten stellvertretenden Oberschießmeister gewählt. Erster Fahnenoffizier bleibt Stefan Sitterberg.

Außerdem wurden die Zugführer gewählt, die dem erweitertem Vorstand angehören. Mario Bocklage aus dem 3. Zug, Stefan Raker aus dem 1. Zug, Mathias Witteck aus dem 4. Zug und Dirk Bekermann aus dem 2. Zug übernehmen nun jeweils diesen Posten.

Bei Karsten Willen bedankte sich Präsident Stefan Ostermann für seine 24-jährige Tätigkeit als Schießoffizier mit emotionalen Worten. „Wir haben dir viel zu verdanken. Auch deine schwere Krankheit konnte dich nur bedingt von deinem Dienst abhalten. Du warst immer ein treuer Begleiter.“ Willen wurde zum Schießoffizier der Reserve ernannt. Für seine langjährige Tätigkeit ehrten die Schützenschwestern und –brüder ihn mit stehenden Ovationen.

„Ganz besonders bedanken möchte ich mich noch bei unserem König Martin, seiner Königin Martina und dem gesamten Hofstaat. Wir sind sehr stolz auf euch, dass ihr dem Verein so beiseite steht. Es macht vieles einfacher, euch an unserer Seite zu wissen“, betonte Ostermann.

Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Siegfried Biemann, Jürgen Blömer, Jürgen Bokel, Hermann Brokhage, Jochen Büchel-Menslage, Mark Diemann, Herbert Dreckmann, Tobias Eckholt, Robert Eckholt, Dieter Erdmann, Thorsten Fein, Bernd Fröse, Helmut Herter, Kevin Hörsting, Norbert Hüstege, Holger Irmer, Aloys Kleene, René Klüsener, Wolfgang Knopf, Dirk Kopmeyer, Hubert Kramer, Karsten Kruse, Martin Kunert, Ingo Lömker, Reiner Lübbe, Heinz Luers, Daniel Malinowski, Daniel Narberhaus, Christoph Neteler, Carsten Ortmann, Günter Osing, Theo Ostendorf jun., Jens Ostermann, Kai Pille, Hans-Georg Ratte-Polle, Martin Schwienhorst, Markus Wille, Olaf Wulfert

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