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Essen: Theatergruppe kehrt Ende Oktober auf die Bühne zurück

Nach zwei Absagen in Folge ist die Spiellust groß. Der Verein hielt auch während der Pandemie zusammen. Am 30. Oktober hebt sich der Vorhang im Saal Kellermann erstmals wieder.

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Sind bereit: Die Mitglieder der Theatergruppe "Bühne frei" freuen sich auf die Premiere.   Foto: Theatergruppe "Bühne frei"

Sind bereit: Die Mitglieder der Theatergruppe "Bühne frei" freuen sich auf die Premiere.   Foto: Theatergruppe "Bühne frei"

Die Bretter, die für sie die Welt bedeuten, durften die Mitglieder der Theatergruppe "Bühne frei" lange Zeit nicht betreten. In den beiden vergangenen Jahren fielen die Aufführungen in Essen wegen der Pandemie aus. Das ist in diesem Jahr zum Glück anders und die Spiellust im zehnköpfigen Ensemble ist groß. "Alle können es kaum noch abwarten", bestätigt Birgit Flerlage. 

Am Sonntag (30. Oktober) ist Premiere im Saal Kellermann. "Nix Geld, nix Liebe" lautet der Titel des neuen Stücks, das die Essener in den vergangenen Wochen fleißig eingeübt haben. Und das war nach 2 Coronajahren gar nicht so leicht. "Vor allem die Älteren mussten sich wieder an das Textlernen gewöhnen", berichtet Flerlage, die diesmal selbst nicht mitspielt, sondern hinter den Kulissen die Strippen zieht. Inzwischen sitze der Stoff aber bei allen, und falls doch einmal jemand hängenbleiben sollte, werde Souffleur Carsten Garwels helfend einspringen. 

Regisseurin Anette Ahrens kann in diesem Jahr wieder auf eine bewährte Spielschar zurückgreifen. Abgänge hat es trotz der langen theaterlosen Zeit nicht gegeben. "Als Verein blieben wir zusammen und haben uns zwischendurch immer wieder zu gemeinsamen Aktivitäten getroffen", erzählt Birgit Flerlage. Die gemeinschaftsstiftenden Maßnahmen zeigten Wirkung. Und schließlich wollten die Mitglieder unbedingt zurück auf die Bühne. An Bewerbern herrschte daher kein Mangel. Wer welche Rolle  bekam, entschied aber allein die Regie. Die Auswahl des Stückes hängt nicht zuletzt von der Zusammensetzung des Ensembles ab. So fehlt es den Essenern derzeit an jungen Männern. "Wer Lust hat mitzumachen, ist uns herzlich willkommen", wirbt Flerlage.

Bisher keine besonderen Coronamaßnahmen

Vom Stück selbst will sie nicht zu viel verraten. Es dürfte auf jeden Fall turbulent zugehen, zumal sich die Theaterleute darin auch ein wenig selbst auf die Schippe nehmen. Unmittelbar vor der Generalprobe knacken zwei Darsteller den Jackpot und stiften danach vor und neben der Bühne gehörig Verwirrung.  Das geplante Drama wird zur Komödie – so, wie es bei einem guten Volkstheater ja auch sein sollte.

Das Bühnenbild steht und auch der Kartenvorverkauf wurde bereits eröffnet. Besondere Corona-Maßnahmen sind bisher nicht vorgesehen. Wegen der wieder steigenden Infektionen können die Essener aber natürlich nicht ausschließen, dass die Vorschriften demnächst angepasst werden müssen. Dazu könnte die Einführung der Maskenpflicht in geschlossenen Räumen gehören. "Wir warten erst mal ab und hoffen auf das Beste", sagt Flerlage. In den eigenen Reihen hat es kürzlich bereits einen Coronafall gegeben, allerdings hinter der Bühne. Sollten ein oder zwei Darsteller ausfallen, stünde jedoch die ganze Aufführung auf dem Spiel. "Wir haben allen deshalb gesagt, dass sie gesund bleiben müssen, bis wir durch sind", berichtet Flerlage mit einem Schmunzeln. In den kommenden 2 Wochen dürfe deshalb lediglich das Lampenfieber steigen.


Fakten:

  • Die Termine sind am: Sonntag (30. Oktober) um 14 Uhr (Kaffee und Kuchen), 5. November (Samstag) um 19.30 Uhr (das Kohlessen beginnt um 18.30 Uhr); 6. November (Sonntag) um 19 Uhr; 12. November (Samstag) um 19.30 Uhr (anschließend Party mit DJ Leinad).
  • Karten gibt es im Vorverkauf bei F&F Getränke in Essen und unter www.theater-in-essen.de und an der Abendkasse. Es gelten bei den Aufführungen die dann geltenden Coronabestimmungen.
  • Für die Aufführung am 5. November kann noch die Teilnahme am Kohlessen gebucht werden (bis 30. Oktober).

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