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Es ist immer mehr Falschgeld im Umlauf

In den vergangenen Monaten hat die Polizei im Oldenburger Münsterland deutlich mehr gefälschte Euro-Noten gefunden als in der Vergangenheit. Das Problem: Die Blüten werden immer besser.

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Besonders häufig wurden im vergangenen Jahr 20-Euro-Scheine gefälscht. Symbolfoto: dpa

Besonders häufig wurden im vergangenen Jahr 20-Euro-Scheine gefälscht. Symbolfoto: dpa

In den vergangenen Monaten ist im Oldenburger Münsterland immer mehr Falschgeld im Umlauf. Das teilt die Polizei mit. Das große Problem: Die Blüten seien täuschend echt. Für Laien seien sie daher kaum noch erkennbar. 

Besonders häufig wurde laut der Polizei im vergangenen Jahr der 20-Euro-Schein gefälscht. Aber auch die 50er würden immer häufiger manipuliert werden. Ob ihrer Qualität fallen die Drucke nicht sofort auf. Viele Betrüger kaufen zudem bei Ebay-Kleinanzeigen zum Beispiel teure Elektronikartikel. Die Prüfung des Geldes fällt beim Privatkauf naturgemäß aus.

Der Verkäufer, der auf die Blüten hereingefallen ist, hat nun gleich zwei Probleme. Es gibt keine Entschädigung für den finanziellen Verlust. Und: Die Weitergabe von Falschgeld ist strafbar. Die Polizei im Oldenburger Münsterland appelliert darum an die Bürger, dass sie stets aufmerksam im Umgang mit Bargeld sein sollen. Sollten Fälschungen erkannt werden, bittet die Polizei, diese sofort bei ihr abzugeben. Tipps zum Thema gibt es hier: Polizeiliche Kriminalprävention sowie die Deutsche Bundesbank.

Doch woher kommt das Falschgeld überhaupt? Bei den Fälschungen handelt es sich laut des Landeskriminalamtes vorwiegend um Druckfälschungen. Diese würden zumeist in grenznahen Staaten produziert. Die Abnehmer kaufen dann in Deutschland bei Discountern, im Grillrestaurant, in der Eisdiele, beim Bäcker oder an der Tankstelle vergleichsweise günstige Artikel, um möglichst viel Wechselgeld zu erhalten. Die Ganoven setzen dabei auch auf die Zeitnot der Kassiererin. Und: Eine Prüfung von 20-Euro-Scheinen sei ohnehin nicht überall vorgesehen.

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