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Es gibt jetzt 936 aktive Coronafälle im Landkreis Cloppenburg

Die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Infektion stehen, ist am Donnerstag auf 173 gestiegen. Darüber hinaus werden 103 Neuinfektionen gemeldet.

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Symbolfoto: dpa

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Laut aktuellen Angaben des Cloppenburger Gesundheitsamtes hat sich die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit einer Infektion mit dem Coronavirus stehen, am Donnerstag erhöht - auf jetzt 173.

Deutlich gestiegen ist abermals die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen. Dem Cloppenburger Gesundheitsamt liegen am Donnerstag 102 neue positive Testergebnisse vor. Damit sind seit Montag 452 Neuinfektionen im Kreisgebiet gemeldet worden. Den 102 neuen Coronafällen stehen 60 Personen gegenüber, die seit Donnerstag als genesen gelten. Damit gibt es aktuell 936 aktive und nachgewiesene Infektionen im Landkreis Cloppenburg. Zum Vergleich: Vor genau einem Monat lag die Zahl noch bei 287.

Die am Donnerstag gemeldeten 102 Neuinfektionen verteilen sich auf 11 von 13 Städten und Gemeinden - einzige Ausnahmen sind Lastrup und Lindern. Allein aus der Stadt Cloppenburg werden 24 neue positive Testergebnisse (damit aktuell 223 aktive Coronafälle) und aus der Gemeinde Saterland 18 neue positive Testergebnisse (aktuell 52 aktive Coronafälle). Mit Blick auf die derzeitige Entwicklung im Saterland berichtet Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl, dass der erkennbar große Anstieg "durch Ansteckungen größerer Familien hervorgerufen" werde.

Neben der Kreisstadt gibt es in diesen beiden Gemeinden auffällig viele aktive Infektionen: In Garrel sind es 103 (am Donnerstag 6 neue Fälle gemeldet) und in Molbergen  100 (am Donnerstag 6 neue Fälle gemeldet).

Neuinfektionen nach privaten Veranstaltungen

Auf Anfrage von OM Online teilte Kreissprecher Frank Beumker mit, dass das Infektionengeschehen weiterhin diffus vor allem im privaten Bereich stattfinde. Dabei nannte er Veranstaltungen als ein Beispiel. "Dazu gehören überwiegend Zusammenkünfte geselliger Art – zum Beispiel Tanzveranstaltungen, Hochzeiten und Geburtstage", erklärte Beumker auf Nachfrage. Neue Fälle seien außerdem nach "Sportveranstaltungen sowie Konzerte, auch außerhalb des Landkreises Cloppenburg" nachgewiesen worden.

Eine präzise Angabe, wie viele der aktuell Infizierten geimpft oder ungeimpft sind, ist derweil nicht möglich. Beumker wies darauf hin, dass dies derzeit nur durch eine manuelle Auswertung geschehen könne. Das sei derzeit wegen der großen Arbeitsbelastung im Gesundheitsamt nicht umsetzbar. Eine digitale Abfrage zum Impfschutz von Infizierten und Kontaktpersonen solle aber im Meldesystem "zeitnah implementiert" werden.

Derzeit werden 15 infizierte Patienten stationär in einem der drei Krankenhäuser im Kreisgebiet behandelt – davon 5 intensivmedizinisch. Laut aktuellen Angaben der Kreisverwaltung stehen 1090 Einwohner unter amtlich angeordneter Quarantäne. Wie bereits berichtet, hat das Robert-Koch-Institut am Donnerstag für den Landkreis Cloppenburg eine weiter gestiegene 7-Tage-Inzidenz von 260,7 gemeldet. Das ist weiterhin mit deutlichem Abstand der höchste Wert in ganz Niedersachsen.

Kreisverwaltung sieht eigenes Testsystem als "Frühwarnsystem" für ganz Niedersachsen

Die hohe 7-Tage-Inzidenz bedeute "aber nicht zwangsläufig, dass es hier tatsächlich mehr Coronafälle als in anderen Landkreisen gibt", erklärt nun Kreissprecher Rühl am Donnerstag. Hauptgrund dafür sei die hohe Testdichte im Kreisgebiet. "Mehrere 1000 Tests pro Woche werden in der Ernährungsindustrie durchgeführt Dadurch werden mehr Infektionen aufgedeckt als in anderen Landkreisen", so Rühl. Die Kreisverwaltung sehe das Testsystem als "Frühwarnsystem für das Land Niedersachsen". Er verweist auch darauf, dass die Testpflicht in der Schlachtindustrie noch weiter verschärft wurde.

Zweiter wichtiger Grund für die derzeitige Corona-Lage seien "die besonderen Familienstrukturen" im Landkreis. Hier erklärt Rühl: "Bei größeren Familien hat die Ansteckung einer Person oft wesentlich mehr Ansteckungen zur Folge, als es in anderen Landkreisen der Fall wäre."

„Sollten in diesem Winter Warnstufen greifen, werden sich viele Betriebe für 2G entscheiden."Johann Wimberg, Landrat

Die Kreisverwaltung appellierte am Donnerstag noch einmal, das Impfangebot anzunehmen.  „Sollten in diesem Winter Warnstufen greifen, werden sich viele Betriebe für 2G, also den Ausschluss von Ungeimpften und nicht Getesteten, entscheiden“, mahnt Landrat Johann Wimberg. Wer sich dann kurzfristig impfen lassen wolle, müsse mit längeren Wartezeiten rechnen. „Denn einige Wochen braucht jede Impfung, bis die Immunabwehr steht“, erklärt Wimberg.

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