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Erweiterung des Kreishauses Vechta: Pläne liegen auf dem Tisch

In diesem Jahr wurden den Lokalpolitikern verschiedene Varianten vorgestellt. Eine tiefergehende Diskussion darüber soll im Februar folgen.

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Erste Pläne für die Kreishaus-Erweiterung hat die Verwaltung in diesem Jahr vorgelegt. Die Kosten für das Großprojekt dürften im mittleren 2-stelligen Millionen-Bereich liegen, in einer Sitzung zu Beginn des Jahres 2023 sollen weitere Details diskutiert werden. Den ersten Entwürfen zufolge gibt es die Möglichkeit, mit oder ohne neue Tiefgarage.

„Wir sollten so eine weitreichende Entscheidung nicht zwischen Tür und Angel treffen“, erklärte Landrat Tobias Gerdesmeyer bei der Vorstellung der Pläne. Die Kosten für die Variante mit neuer Tiefgarage liegen bei rund 52 Millionen Euro, die Alternative mit einem Parkhaus würde 42 Millionen Euro kosten. Gerdesmeyer warb dafür, alle Kreisangebote unter ein Dach zu holen: „Das wäre ein großer Mehrwert für die Bürger und auch gut für die Mitarbeiterführung und Bindung an den Landkreis.“

Das Kreishaus in Vechta: Die Pläne sehen einen weiteren Winkel vor, der an das Gebäude angedockt wird. Foto: ArchivKokengeDas Kreishaus in Vechta: Die Pläne sehen einen weiteren Winkel vor, der an das Gebäude angedockt wird. Foto: Archiv/Kokenge

Er sprach im Zusammenhang mit den Plänen von einer guten Lösung, die auf jeden Fall für Ruhe in den kommenden 10 bis 15 Jahren sorgen würde. Zudem gebe es dann noch Möglichkeiten für weitere Ausbauten. „Denn die Frage ist, ob wir jetzt überhaupt groß genug planen“, so der Landrat. Aufgrund neuer Arbeitsweisen mit Home-Office-Möglichkeiten sollen unter anderem auch offene Büros mit mobilen Arbeitsplätzen entstehen. „Da bewegen wir uns in einem Spannungsfeld, nicht jeder möchte auf seinen Arbeitsplatz verzichten“.

Nach Angaben von Petra Ahlers vom Amt für Gebäudemanagement beschäftige sich die Verwaltung und Politik bereits seit 2016 mit diesem Thema. Hintergrund war unter anderem das Gesundheitsamt, das zurzeit nicht direkt im Kreishaus untergebracht ist. Nun drängt die Zeit immer mehr, denn die entsprechenden Liegenschaften wurden 2019 an die LzO verkauft. „Die Räumlichkeiten dort müssen bis spätestens 2026 geräumt sein“, so Ahlers. Sie blickte sich auch in die Zukunft: „Wenn wir im April 2023 einen Beschluss fassen, könnte die Maßnahme bis 2027 abgeschlossen sein“.

Varianten für die Schaffung von Parkplätzen

Bei der Schaffung von Parkplätzen gibt es unterdessen ebenfalls verschiedene Varianten. Zurzeit bestehen 256 Stellplätze, die sich auf den Parkplatz (176) und die alte Tiefgarage (80) verteilen. Mit einer neuen Tiefgarage und einem weiteren oberirdischen Parkplatz wären es 419 Plätze, auf 453 Plätze kommt die Planung mit dem Bau eines neuen Parkhauses. Die Baukosten pro Stellplatz liegen bei der Tiefgarage bei 124.300 Euro, beim System-Parkhaus sind es 17.000 Euro und beim Parkplatz 4800 Euro.

Die Variante einer weiteren Anmietung von Flächen im Vergleich zur Erweiterung des Kreishauses beleuchtete Kämmerer Holger Böckenstette. Demnach schneidet diese Möglichkeit bei der Wirtschaftlichkeit aufgrund der laufenden Kosten allerdings am schlechtesten ab. „Wir haben versucht, ein realistisches Bild auf die nächsten 25 Jahre zu zeichnen“. Dabei gebe es zum Beispiel auch immer das Risiko von Mieterhöhungen.

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