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Erster Vogelgrippe-Ausbruch im Landkreis Vechta: 63.000 Legehennen werden getötet

Der Fall hat massive Auswirkungen auf die Geflügelhalter rund um den betroffenen Stall im Vechtaer Stadtgebiet. 61 Betriebe liegen im Sperrbezirk.

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Foto: dpa/Jaspersen

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Im Landkreis Vechta gibt es den ersten Ausbruch der Geflügelpest. Das hat die Behörde am Montag bestätigt. Betroffen ist demnach ein Legehennen-Betrieb mit 63.000 Tieren im Vechtaer Stadtgebiet. Genauere Angaben machte die Kreisverwaltung nicht. Sämtliche Tiere des Betriebs werden auf Anordnung der Behörde getötet. 

Nach Angaben der Kreisverwaltung sei der Verdacht auf den Vogelgrippe-Ausbruch am Sonntag vom behandelnden Tierarzt gemeldet worden. Der Betrieb sei daraufhin unverzüglich vom Veterinäramt untersucht und gesperrt worden. Das Vogelgrippe-Virus H5N8 sei am Montag schließlich in einer virologischen Diagnostik durch das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) sowie durch das Friedrich-Löffler-Institut nachgewiesen worden.

Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung gilt ab Dienstag

Der Ausbruch im Vechtaer Stadtgebiet hat massive Auswirkungen auf die umliegenden Betriebe. In einem Sperrbezirk innerhalb eines 3-Kilometer-Radius befinden sich nach Kreisangaben 61 Geflügelhaltungen mit rund 602.000 Tieren. Hinzu kommen die Betriebe innerhalb des Beobachtungsbezirks mit einem Radius von 10 Kilometern. Genaue Daten zu den Tierzahlen hat die Behörde noch nicht ermittelt.

Die Bereiche gibt der Landkreis am Dienstag über eine "tierseuchenbehördlichen Allgemeinverfügung" bekannt. Zudem werde das Veterinäramt untersuchen, ob und wenn ja wie weit sich der H5N8-Erreger bereits ausbreiten konnte. Weitere Verdachtsfälle gebe es derzeit aber nicht.

Der Beobachtungsbezirk rund um den Ausbruchsbetrieb im Vechtaer Stadtgebiet reicht bis in den Landkreis Cloppenburg – auch dort hat die Behörde am Montag zwei neue Geflügelpest-Ausbrüche bestätigt.

"Tierseuchenrechtlich unumgängliche Tötung"

Das Veterinäramt des Landkreises fordert in seiner Mitteilung alle Geflügel haltenden Betriebe eindringlich auf, die vorgegebenen Biosicherheitsmaßnahmen genauestens einzuhalten, jeglichen Seuchenverdacht unverzüglich anzuzeigen und die Bediensteten des Veterinäramtes bei ihren Bestandskontrollen zu unterstützen.

Die 63.000 Tiere in dem Ausbruchsbetrieb sollen am Dienstagmorgen getötet werden. Nach Angaben der Behörde habe das Veterinäramt in Absprache mit dem Landesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die notwendigen Maßnahmen ergriffen und die Gesellschaft für Seuchenvorsorge (GESEVO) mit der Tötung beauftragt. Die Aufsicht führe das Veterinäramt. 

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