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Erster Spatenstich am Christinenhof in Schwichteler

Über 1 Million Euro werden investiert, um das Pfarrhaus umzubauen und ein neues Dorfgemeinschaftshaus zu errichten. Aus der Förderung der Dorfentwicklung fließen 700.000 Euro als Zuschuss.

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Los geht's: Lena Erdwien (ArL, von links), Pater Sebastian, Astrid Vieth vom Büro IPW, Wolfgang Vorwerk, Bürgermeister Marcus Brinkmann, Ratsfrau Silke Haase, Patricia Bonney, Architekt Linus Bocklage, Architekt Georg Bocklage und Ratsherr Albert Klostermann stehen auf der Fläche, auf der das Dorfgemeinschaftshaus gebaut wird. Foto: Vorwerk

Los geht's: Lena Erdwien (ArL, von links), Pater Sebastian, Astrid Vieth vom Büro IPW, Wolfgang Vorwerk, Bürgermeister Marcus Brinkmann, Ratsfrau Silke Haase, Patricia Bonney, Architekt Linus Bocklage, Architekt Georg Bocklage und Ratsherr Albert Klostermann stehen auf der Fläche, auf der das Dorfgemeinschaftshaus gebaut wird. Foto: Vorwerk

Für ein weiteres Großprojekt im Rahmen der Cappelner Dorfentwicklung ist der Startschuss offiziell gefallen. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich wurden die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen am Christinenhof in Schwichteler in Angriff genommen. Für die Förderer des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) in Oldenburg besteht das Projekt aus 2 Teilen. Zum einen geht es um die Revitalisierung des Pfarrhauses, zum anderen um den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses.

Für den neuen Treffpunkt der Vereine und Gruppierungen wurden eine alte Garage und ein Anbau bereits abgerissen. Der Rest des Gebäudes steht unter Denkmalschutz, wozu sogar die Hecke entlang der Straße gehört. Kann Denkmalschutz Hausbesitzer bisweilen vor Probleme stellen, hat diese Einordnung für zusätzliche Punkte bei der Bewertung gesorgt, was zu einer Finanzspritze nur für die Umnutzung in Höhe von 200.000 Euro bei Gesamtkosten von 325.260 Euro führte. 

Vereinsanteil ist durch Vermietung erwirtschaftet worden

Für die Schaffung des Dorfgemeinschaftshauses mit einer Bausumme von 715.485 Euro wurden sogar 498.360 Euro bewilligt. Wolfgang Vorwerk, Vorsitzender des Trägervereins Christinenhof, freute sich, dass der Vereinsanteil von 27 Prozent zur Hälfte von der Kommune getragen wird. Die in Schwichteler aufzubringende Summe ist in den vergangenen Jahren durch die Vermietung des Gebäudes bereits erwirtschaftet worden. Auch in Zukunft wird es Mieter geben, denn das Kolpingbildungswerk wird in Schwichteler einziehen. 

Das Dorfgemeinschaftshaus soll Treffpunkt sein, mit Umkleidekabinen, Sanitäranlagen und Duschen aber auch für Zeltlager und Sportveranstaltungen zur Verfügung stehen. Der neu entstehende Innenhof sei außerdem optimal, um dort die Kirmes und ähnliche Feste zu veranstalten, meinte Vorwerk. Bislang hatte man sich immer Ende Juli am Waschhaus getroffen und gefeiert. Dieses Gebäude, das ursprünglich im Rahmen der Dorfentwicklung umgebaut werden sollte, wird abgerissen.

Ursprünglich hätte das Waschhaus umgebaut werden sollen

"Manchmal ist es gut, wenn etwas dauert, weil jetzt etwas Besseres entsteht"; sagte Patricia Bonney vom ArL. Für das Waschhaus hatten die Anträge bereits vorgelegen, doch man hatte sich anders entschieden. "Aber auch in diesem Fall wird ein bestehendes Gebäude einer Nachnutzung zugeführt, was uns immer freut."

"Von der Maßnahme kann ein Impuls für die Vereine ausgehen", stellte Bürgermeister Marcus Brinkmann in Aussicht. Gerade in Corona-Zeiten müssten die Gruppen besonders gestärkt werden, wozu ein solcher Treffpunkt beitragen könne.

Unzulänglichkeiten der Vergangenheit beseitigen

"Das Besondere hier ist die Substanz, die in verschiedenen Abschnitten umgebaut und erweitert wurde, was nicht immer eine Verbesserung ist", erklärte Architekt Georg Bocklage vom Büro Bocklage und Buddelmeyer aus Vechta. Bauliche Unzulänglichkeiten sollen in diesem Zuge beseitigt werden, wobei auch Barrierefreiheit ein Thema ist. Der Anbau soll sich von der Architektur an Kirche und Pfarrhaus anlehnen und dennoch zeitgemäß sein. 

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