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Erste Raumlüfter erreichen Lastrups Schulen

Die Geräte kosten pro Stück mehr als 20.000 Euro und werden nach und nach geliefert. Der Bund übernimmt einen Großteil der Anschaffungskosten.

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Ordentlicher Apparat: Vertreter der Gemeinde und der Schulen schauten sich den ersten Raumlüfter in der Klasse 3a an. Foto: G. Meyer

Ordentlicher Apparat: Vertreter der Gemeinde und der Schulen schauten sich den ersten Raumlüfter in der Klasse 3a an. Foto: G. Meyer

In Lastrup sind die ersten Raumlüfter für die örtlichen Schulen eingetroffen. In den Klassenräumen sollen sie die Luftqualität verbessern und auch die Corona-Gefahr senken. 

31 Geräte wurden bestellt, 14 davon für die Astrid-Lindgren-Schule sowie 12 für die Oberschule. Die Grundschule Hemmelte hat bereits 3 von 5 Anlagen erhalten. Oberschulleiter Dirk Zumdohme wartet dagegen noch auf den ersten Apparat. "Die Lieferzeiten verlängern sich wegen der bundesweiten Nachfrage", erklärt Bürgermeister Michael Kramer. Die Großanschaffung hat einen Gesamtwert von 690.000 Euro. Davon trägt die Gemeinde rund 180.000 Euro. Den Rest bezuschusst der Bund. Ohne diese Förderung – das gibt Kramer freimütig zu – wäre die Investition trotz der angenommenen Vorteile wohl nicht getätigt worden. 

Die Anlagen werden ausschließlich in Klassenzimmern für Schüler bis 12 Jahre aufgestellt. Sie filtern Pollen und Keime aus der Raumluft und sorgen zugleich für frische Zuluft. Das lästige Querlüften entfalle, erklärt Rektor Josef Niehaus. In den vergangenen beiden Corona-Wintern hatten die Lehrerinnen regelmäßig die Klassenfenster öffnen müssen – egal wie kalt es draußen war. Die Schülerinnen und Schüler hätten sich mit dicken Jacken und wärmenden Decken beholfen, berichtet Hemmeltes Grundschulleiterin Monika Sommer. Das soll künftig nicht mehr nötig sein. 

In der Klasse 3a der Astrid-Lindgren-Schule steht bereits einer der riesigen Apparate.  Die Geräte würden einigen Platz einnehmen, räumt Josef Niehaus ein. Auch die dicken Zuluftrohre sind nicht gerade schön. Sie sollen auch aus Sicherheitsgründen noch verkleidet werden. "Der Gesundheitsschutz geht aber vor", betont Kramer. Immerhin: Weil die Kastenwände magnetisch sind, können die Lehrerinnen Unterrichtsmaterialien daran anheften. Völlig geräuschlos arbeitet der Raumlüfter auch nicht. Deshalb soll er während des Unterrichts heruntergedreht und nur in den Pausen voll hochgefahren werden. Zusätzlich überwachen CO₂-Messgeräte die Luftqualität in allen Räumen. "Das hat sich bewährt", sagt Josef Niehaus. Auch deshalb, weil die Kinder ein hohes Verantwortungsbewusstsein gezeigt und Abweichungen sofort registriert hätten.

Die Schulen warten jetzt auf die restlichen Lieferungen. Gebaut werden die Lüfter in Deutschland, doch der Hersteller hat derzeit mehr als genug zu tun. Ob die Schülerinnen und Schüler trotz der neuen Geräte im Herbst wieder zur Maske greifen müssen, ist derzeit eine offene Frage. "Da können wir nur abwarten, denn das dürfte von der Corona-Situation abhängen", sagt Josef Niehaus.

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