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Eröffnung im Doppelpack: Gemeinde Bösel begrüßt Mädchen und Jungen in zwei Kitas

Übergangsweise wurden die dringend erforderlichen Betreuungsmöglichkeiten geschaffen: An der Fladderburger Straße planen die Verantwortlichen für ein Jahr, im Gewerbegebiet für 3 Jahre.

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Zwei Karren voller Geschenke: Schokolade und Knete gab es zur offiziellen Einweihung der Kita „Entdeckerland“ an der Messingstraße im Gewerbegebiet.  Foto: Wimberg

Zwei Karren voller Geschenke: Schokolade und Knete gab es zur offiziellen Einweihung der Kita „Entdeckerland“ an der Messingstraße im Gewerbegebiet.  Foto: Wimberg

Kita-Eröffnung im Doppelpack: Mit Schokolade und Geschenken hat die Gemeinde Bösel die Mädchen und Jungen in ihren beiden Übergangskindergärten begrüßt. Zunächst ging es an die Fladderburger Straße: Im offiziell noch als Kaplanei geführten Gebäude war zuletzt die Bücherei untergebracht, gewohnt wurde dort außerdem viele Jahrzehnte. Rektoren richteten sich ein, auch Bösels Pfarrer Stefan Jasper-Bruns montierte für ein Jahr sein Klingelschild, „als das Pfarrhaus noch im Bau stand“, berichtete der Geistliche, dessen Kirchengemeinde die Trägerschaft übernimmt.

Die Einsegnung soll mit der Einführung der neuen Leiterin Carina Kunert stattfinden. Aktuell übernimmt Helga Hespe als Leiterin des benachbarten St.-Raphael-Kindergartens die Regie und weiß die Minis bei Erzieher Hendrik Hempen und Erzieherin Sandra Raststett in guten Händen. Ein Dank ging an die beteiligten Firmen und den Böseler Bauhof, die die Räume und den Außenbereich ebenso freundlich wie funktionstüchtig renovierten und gestalteten.

"Eklatanter Fachkräftemangel" erschwerte die Suche nach Personal

Aufgrund des „eklatanten Fachkräftemangels“ Personal zu finden, gehörte zu den aufreibendsten Herausforderungen, die Kirchenprovisorin Hedwig Meinerling und Helga Hespe jedoch erfolgreich angenommen hätten, lobten die Verantwortlichen von Kirche und Verwaltung.

Bürgermeister Hermann Block, der mit Josef Runden (stellvertretender Fachbereichsleiter) die aktuell 16 Kinder der „Schmetterlingsgruppe“ willkommen hieß, verwies in diesem Zusammenhang auf zahlreiche private Anbieter, die auf den Markt strömten und vor allem mit finanziellen Lockangeboten Fachkräfte köderten. „Da wird es für uns im öffentlichen Dienst immer schwieriger“, so der Verwaltungschef.

Für ein Jahr soll der Betrieb laufen, möglicherweise könnte es eine kurze Verlängerung geben. Dann soll das alte Haus Geschichte sein und auf dem kircheneigenen Areal offenbar Parkraum geschaffen werden, der für Kindergarten, Schule und Begegnungszentrum dringend benötigt wird.

Stippvisite: Süßes und Geschenke bekamen auch die Kinder, die in das renovierte Gebäude an der Fladderburger Straße eingezogen sind. Foto: WimbergStippvisite: Süßes und Geschenke bekamen auch die Kinder, die in das renovierte Gebäude an der Fladderburger Straße eingezogen sind. Foto: Wimberg

„Entdeckerland“ steht mit bunten Buchstaben am Eingang des Gewerbegebiets in Glaßdorf geschrieben. Wie berichtet, ein ungewöhnlicher Ort für eine Kita, doch die Gemeinde hat die Gelegenheit genutzt, ist mit dem Investor, Landkreis und Landesjugendamt einig geworden und kann für 3 Jahre den Neubau an der Messingstraße mieten.

Als „eigentlich unvorstellbar für eine feste Einrichtung“ bezeichnete Block die Bauzeit. So wurde seitens der Firma Meiners mit den Arbeiten im April begonnen, aktuell fehlen noch die ein oder andere Tür sowie Spielgeräte im Außenbereich. Die Räume halten 25 Kindergarten- und 15 Krippenplätze vor, das Investitionsvolumen beträgt laut Block rund 145.000 Euro.

Träger ist der Altenoyther Caritas-Verein, Vorstand Stefan Sukop freute sich, dass „wir nun ein Teil der Gemeinde sind“. Die Beteiligung sei eine Bereicherung und trage dazu bei, "dass unsere bisherige Struktur, nur eine Einrichtung für Menschen mit besonderen Bedarfen zu sein, aufgebrochen wird", so Sukop. Den inklusiven Gedanken setzt der Verein darüber hinaus in seiner „Kita für alle“ um, die zurzeit an der Straße „Neuland“ in Bösel gebaut wird.

Leiterin wird Stefanie Mödden sein, die schon jetzt für die kleinen Weltentdecker verantwortlich ist. Dass sie von einem kompetenten Team unterstützt wird, „verdanken wir glücklicherweise unserem großen Netzwerk, auf das wir in diesen schwierigen Zeiten des Fachkräftemangels zurückgreifen konnten“, betonte Sukop, bevor Stefan Jasper-Bruns mit seiner Kollegin Nicole Ochs-Schultz die Einsegnung vornahm.

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