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Energiekrise: Entlastung für Bakumer Vereine scheitert im Rat

Die SPD-Fraktion brachte in der Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag ein. Die Vereine sollten angesichts der Energiepreise finanziell entlastet werden. Daraus wird erst einmal nichts.

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Symbolfoto: dpa/Reinhardt

Symbolfoto: dpa/Reinhardt

Die aktuelle Energiekrise trifft alle Gesellschaftsbereiche – so auch die verschiedenen Vereine in den Kommunen. Deshalb stellte die SPD-Fraktion in der vergangenen Bakumer Gemeinderatssitzung den Dringlichkeitsantrag, die Vereine in der Gemeinde Bakum angesichts der gestiegenen Energiepreise finanziell zu entlasten.

Wie aus dem Antrag der SPD-Fraktion hervorgeht, soll den Bakumer Vereinen ein einmaliger Energiekostenzuschuss für das Jahr 2022 in Höhe von 10 Prozent der laufenden Zuschüsse gewährt werden. Die Vereine sollen demnach einen formlosen Antrag an die Gemeinde Bakum richten können. Konkret geht es dabei um einen Mindestbetrag in Höhe von 350 Euro, einen Maximalbetrag in Höhe von 750 Euro. Damit soll verhindert werden, dass die Vereine ihre Mitgliedsbeiträge erhöhen müssen, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Siegfried Böckmann.

Der Antrag wurde aber mehrheitlich abgelehnt, da es sich nach Auffassung der Verwaltung wie auch der meisten anwesenden Gemeinderatsmitglieder definitionsgemäß nicht um einen dringenden Fall handele. Das sei "bedauerlich", sagt Böckmann, da er der Auffassung sei, dass die Vereine jetzt entlastet werden sollten "und nicht erst in 3 Monaten". Denn: Das Thema wird im kommenden Finanz- und Liegenschaftsausschuss noch einmal aufgegriffen.

Verwaltungsgebäude für Biogasanlage

Weiterhin beschäftigten sich die Gemeinderatsmitglieder mit dem Vorhaben von Bernd Stricker in Westerbakum, der dort sowohl Landwirtschaft als auch eine Biogasanlage betreibt. Für den "wachsenden verwaltungstechnischen" Aufwand für die Biogasanlage, wie es in der Beschlussvorlage heißt, möchte Stricker ein Verwaltungsgebäude mit 3 Büroräumen, einem Besprechungsraum und Versorgungsräumen bauen. Außerdem ist geplant, die Maschinen- und Gerätehalle zu erweitern. Dafür bedarf es der Änderung des Flächennutzungsplans sowie der
Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans, den der Rat schließlich als Satzung beschloss.

Überdies folgten die Lokalpolitikerinnen und -politiker hinsichtlich des Ausbauprogramms von Gemeindestraßen und Genossenschaftswegen im kommenden Jahr der Empfehlung aus dem vorangegangenen Straßen- und Gebäudeausschuss. So werden 2 zusammenhängende Genossenschaftswege ("Noa'n Brauk") in der Bauerschaft Hausstette erstmalig als Schlackenwege ausgebaut. Weiterhin werden 4 Straßen in Vestrup sowie 2 in Südholz instand gesetzt.

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