Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Endlich wieder eine Heimat für die Molberger Jugend

2 Jahre Pause wegen Corona und Personalmangel: Diese Zeiten liegen hinter dem Molberger Jugendtreff. Am 17. Januar feiert er seine Wiedereröffnung. OM-Online hat mit der neuen Leiterin gesprochen.

Artikel teilen:
Freuen sich, dass der Jugendtreff wiedereröffnet wird: Erika Thomas (von links), Heribert Mählmann, Witali Bastian, Andreas Unnerstall und Klaus Karnbrock. Foto: Hoff

Freuen sich, dass der Jugendtreff wiedereröffnet wird: Erika Thomas (von links), Heribert Mählmann, Witali Bastian, Andreas Unnerstall und Klaus Karnbrock. Foto: Hoff

Sie ist Feuer und Flamme, ihre Augen strahlen, wenn sie über ihre neuen Aufgaben spricht. Die Rede ist von Erika Thomas. Die 35-Jährige leitet fortan den Molberger Jugendtreff, der nach 2-jähriger pandemiebedingter Zwangspause am 17. Februar (Freitag) endlich seine Wiedereröffnung feiert.

"Der Jugendtreff ergänzt das Angebot der Vereine vielfältig und ist daher als wichtiger Anlaufpunkt zu verstehen. Umso glücklicher sind wir, dass wir eine so gute Fachkraft gewinnen konnten, die allen Anforderungen gerecht wird", sagt Bürgermeister Witali Bastian. Bewährt habe sich in diesem Zusammenhang die Kooperation von Gemeinde und dem Caritas-Sozialwerk (CSW). Dem stimmt auch Heribert Mählmann, Vorstandsvorsitzender des CSW, zu. Die Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren habe von Beginn an gut funktioniert.

Der Jugendtreff soll wieder mit Leben gefüllt werden

"Erika Thomas bringt viel Berufserfahrung, Wissen und Empathie mit. Zudem ist sie toll vernetzt und wird als Leiterin ihr ganzes Herzblut in den Jugendtreff stecken", ist sich Mählmann sicher. Er freue sich, dass es nun wieder ein offenes Angebot für die Jugendlichen und jungen Heranwachsenden in Molbergen gibt.

Von Vorteil sei auch, dass die 35-Jährige sich nicht nur um den Jugendtreff kümmern werde. Auch die Ferienbetreuung fällt in ihr Aufgabengebiet, zudem ist sie zuständig für die Sozialarbeit an der Grundschule Peheim. "Wir haben eine Fachkraft gefunden, die gleich mehrere Aufgabenfelder hier in Molbergen abdecken kann, besser geht's nicht", findet Klaus Karnbrock, CSW-Bereichsleiter.

Die Mutter von 2 Kindern kann es kaum noch erwarten, dass es endlich losgeht. Ihr Ziel: den Jugendtreff an der Cloppenburger Straße 24 wieder mit Leben füllen. Bei der Gestaltung möchte sie die Kinder und Jugendlichen unbedingt mit einbeziehen, daher fordert sie die jungen Menschen auch auf, sich aktiv zu beteiligen. Die Besucher und Besucherinnen sollen Verantwortung übernehmen, sowohl bei der Angebotsauswahl, bei der Umsetzung als auch bei den Regeln, die vor Ort gelten sollen.

"Durch die Pandemie haben viele Jugendliche verlernt, wie sie sich in einer Gruppe zu verhalten haben."Klaus Karnbrock

"Ich möchte den Jugendlichen das Gefühl geben, dass sie auf Augenhöhe mit mir sprechen und mir vertrauen können", sagt die 35-Jährige, die 2017 ihren Bachelor of Arts mit Schwerpunkt Soziale Arbeit an der Universität Vechta abgeschlossen hat. "Durch die Pandemie haben viele Jugendliche verlernt, wie sie sich in einer Gruppe zu verhalten haben. Der Jugendtreff bietet die Möglichkeit, ein Miteinander zu lernen, aber auch, wie man gewisse Regeln einhält, damit ein Miteinander überhaupt erst möglich wird", sagt Karnbrock.

Ideen für die Gestaltung hat die junge Molbergerin schon viele, auch für einzelne Projekte. Verraten möchte sie allerdings noch nichts, nur so viel, "am Tag der Wiedereröffnung wird es einige witzige Kennenlernspiele geben". Ihr Angebot richtet sich an alle Jugendlichen im Alter von etwa 12 bis 20 Jahren. Bei gewissen Themen will sie auch die Unterstützung anderer Dienste in Anspruch nehmen, etwa die des Pro-Aktiv-Centers für den Landkreis Cloppenburg. "Zum Beispiel, wenn es um das Thema Bewerbungen oder Berufswahl geht. Jeder kann mit seinen Sorgen zu mir kommen", betont die Molbergerin, die zuvor in der Flüchtlingssozialarbeit tätig war.

Räume sind bestens ausgestattet

Ein von der Gemeinde und des CSW erstellter Einladungsflyer für die Wiedereröffnung wurde bereits in der Anne-Frank-Schule und in diversen Geschäften und Einrichtungen innerhalb der Kommune ausgelegt. Grundsätzlich wird der Jugendtreff seine Türen an jedem Dienstag und Mittwoch von 15 bis 19 Uhr und an jedem zweiten Freitag von 15 bis 20 Uhr öffnen.

Die Räume des Jugendtreffs, der sich mitten in Molbergens Zentrum befindet, sind groß, hell und freundlich. Ausgestattet sind sie mit diversen Spielen, einer großen Couch, Tischen und Stühlen, einem Kicker- und einem Billardtisch, einer Dartsscheibe, einem Fernseher und einer Playstation. Auch ein W-Lan-Zugang und eine Musikbox werden für die Jugendlichen bereitgestellt. In der angrenzenden Küche können die jungen Menschen auch mal gemeinsam eine Pizza oder einen Kuchen backen. "Es ist wichtig, Kindern und Jugendlichen einen Ort anzubieten, an dem sie sich wohlfühlen können und einen Ansprechpartner außerhalb von Schule und Familie haben", so Erika Thomas.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Endlich wieder eine Heimat für die Molberger Jugend - OM online