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Emsteker Schüler sind startklar für den Beruf

Die Oberschule bekommt das Gütesiegel das 2.  Mal verliehen. 3 Leuchtturmprojekte überzeugten die Jury.

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Qualität bestätigt: Heike Kloster, Didaktische Leiterin der OBS Emstek (links), und Diplom Sozialpädagogin/ -arbeiterin (FH) Sandra Meyer stellen das Gütesiegel vor. Foto: Thomas Vorwerk

Qualität bestätigt: Heike Kloster, Didaktische Leiterin der OBS Emstek (links), und Diplom Sozialpädagogin/ -arbeiterin (FH) Sandra Meyer stellen das Gütesiegel vor. Foto: Thomas Vorwerk

Das Gütesiegel "Startklar für den Beruf" hat sich die Oberschule Emstek für weitere 5 Jahre gesichert. Die Jury zeigte sich beeindruckt vom Konzept der Schule, die sich bereits vor 5 Jahren erstmals für die Auszeichnung qualifiziert hatte. Im gesamten Weser-Ems-Gebiet sind es gut 30 Einrichtungen, deren Eingangstür die entsprechende Tafel ziert.

Praktika, der Besuch des Berufsinformationszentrums in Vechta sowie der Berufsberater vor Ort gehören auch in anderen Schulen zum festen Jahresplan. Was Emstek besonders kennzeichnet, sind drei sogenannte Leuchtturmprojekte, die die Bewertungskommission überzeugt haben.

Zusammenarbeit mit Polizei und Schutzengelkonzept

Ein Schwerpunkt ist "Soziales Lernen" zur Stärkung der Persönlichkeitskompetenz. Dieses Fach wurde mit der Einführung der Oberschule im Schuljahr 2014/15 in den Stundenplan aufgenommen. Dort werden klasseninterne Angelegenheiten im Klassenrat besprochen, es geht um die Persönlichkeitsentwicklung – die Stichworte sind Streitschlichtung, Kompromissbereitschaft, Durchsetzungsvermögen, Rücksichtnahme und Verständnis sowie die Gewalt und Drogenprävention durch Vermittlung von Lebens- und Sozialkompetenz. Der sichere Umgang mit neuen Medien ist ebenfalls Teil dieses Projekts. Die Lehrkräfte arbeiten dabei eng mit den Schulsozialarbeiterinnen zusammen, die wiederum Bindeglied zu externen Kooperationspartnern wie der Polizei oder dem Schutzengelprojekt sind.

Auf Bestellung wird Frühstücksbüfett geliefert

Zur Entwicklung von Fachkompetenz wurde die Schülerfirma "Just fresh" ins Leben gerufen. 2017 startete das Unternehmen mit Schülern des Profils "Gesundheit und Soziales" der Klasse 10. Ihre Aufgabe ist es, einmal wöchentlich ein frisches und gesundes Frühstück für den Schülerkiosk herzustellen. Außerdem gibt es eine Cateringabteilung, die auf Bestellung Frühstück und Kuchenbüfetts außer Haus liefert. Weiterhin werden Produkte wie Gemüsebrühe, Ketchup oder Apfelmus für die schuleigene Mensa hergestellt, um den Einsatz von industriellen Fertigprodukten zu verringern.

In Schülerfirma ist auch Marketing gefragt

Es geht aber nicht nur ums Essen. Ziel ist es, die jungen Menschen mit theoretischen und praktischen Tätigkeiten in einem Kleinbetrieb vertraut zu machen. "Je nach Neigung und Fähigkeiten können sie dann entweder im kaufmännischen Bereich oder in der praktischen Arbeit tätig werden", sagt Heike Kloster, didaktische Leiterin der Oberschule. Die Schüler können sich für die Bereiche Einkauf, Produktion, Buchhaltung, Marketing und Lagerhaltung bewerben.

"Just fresh" steht in engem Kontakt mit einer örtlichen Bäckerei und kooperiert mit der Mensa. Am Aufbau des Weihnachtsmarktes, der in der Hand des Heimatvereins liegt, beteiligen sich die Jugendlichen ebenfalls und dürfen dafür einen Stand betreiben, ohne eine Gebühr zahlen zu müssen.

Firmen sind die Kooperationspartner

Für die Berufswahlkompetenz gibt es die berufsbezogenen Praxisanteile in den Profilfächern Technik, Wirtschaft sowie Gesundheit und Soziales. Dazu wurden Kooperationen mit aktuell 11 örtlichen Firmen und Einrichtungen eingegangen. "Wir nutzen regionale außerschulische Lernorte und arbeiten mit externen Fachleuten zusammen", so Kloster. Die Schüler sollen den Aufbau und die Strukturen sowie die unterschiedlichen Berufe und Tätigkeiten der Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen kennenlernen. Dabei geht der Kontakt weit über ein kurzzeitiges Praktikum hinaus. Betriebe und Schüler stehen entsprechend enger in Verbindung und gegebenenfalls bahnt sich so eine spätere Ausbildung an. Schon mehrere Jugendliche haben auf diesem Weg eine Lehrstelle gefunden. Auch unter den Betrieben hat sich das Projekt herumgesprochen und sie kommen auf die Oberschule zu, da sie an dem Projekt teilnehmen möchten.

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