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Emsteker haben wieder mehr Freude an ausgeliehener Lektüre

25.000 Medien wurden im Jahr 2021 von der Emsteker Bücherei ausgegeben. Etwa 10 Prozent davon werden online genutzt.

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Beliebt: Ulla Moormann zeigt eine Tonie-Figur, auf der ein Hörspiel abgespeichert ist. Foto: Vorwerk

Beliebt: Ulla Moormann zeigt eine Tonie-Figur, auf der ein Hörspiel abgespeichert ist. Foto: Vorwerk

Noch nicht wieder auf dem alten Niveau sind die Ausleihe-Zahlen der Emsteker Bücherei, aber immerhin haben Ulla Moormann und ihr Team gegenüber dem ersten Corona-Jahr eine Steigerung festgestellt. "Wir sind aber noch nicht wieder da, wo wir hin wollen", bilanziert die Leiterin. Rund 25.000 Medien wurden verliehen, etwa 10 Prozent davon digital als Hörbuch oder E-Book. Was Moormann aber besonders fehlt: Die Bücherkiste, die sie unter normalen Bedingungen regelmäßig in die Grundschule bringt, muss in der Pandemie geschlossen bleiben. "Das ist schade, denn ich möchte die Kinder gewinnen, denen der Weg in die Schulbücherei zu weit ist. Wer dort hingeht, liest sowieso."

Auch die monatlichen Bilderbuchnachmittage fehlen als Türöffner, wie auch der Bibliotheksführerschein, der mit den Mädchen und Jungen der beiden Kindergärten gemacht wird. Neuland wurde mit dem Schulprojekt "Fakehunter" betreten, das die Oberschule zusammen mit der Bücherei in Angriff genommen hat. Die Neuntklässler lernten dabei, nicht jeder Nachricht blind zu vertrauen, und wie man eigene Recherchen im Internet anstellen kann. Das Kneipenquiz wurde wieder gut angenommen, und auch der plattdeutsche Leseabend mit Hildegard Thölke war ausgebucht. Die Gruppe "Heartchor" bereicherte den musikalischen Leseabend zur Buchausstellung.

Zur Buchmesse werden die Neuerscheinungen bestellt

Diese Vorstellung der Neuerscheinungen ist einer von mehreren Terminen im Jahr, an denen Ulla Moormann den Bestand von knapp 12.000 Medien aktualisiert. Die Buchmesse ist ein weiterer Anlass, und so gab es im Jahr 2021 exakt 1801 Neuanschaffungen vom Kinderbuch über Romane bis zu Tonies. Diese kleinen Figuren, auf denen Hörspiele abgespeichert sind, die mit einer ebenfalls ausleihbaren Box abgespielt werden können, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Das spiegelt sich auch in der Besucherstatistik wider, denn die Hälfte der Nutzer sind Familien. Entsprechend hoch ist auch der Bestand an Kinder- und Jugendbüchern, der 50 Prozent der Regale an der Anton-Wempe-Straße füllt. Bei den Online-Nutzern hätte Ulla Moormann eine Steigerung erwartet, auch weil die Einrichtung nur unter 2G-Bedingungen besucht werden kann. "Dieser Bereich muss sich vielleicht noch ein bisschen entwickeln." Sie selber genießt es, bei langen Autofahrten oder auch bei der Gartenarbeit, Hörbücher abzuspielen. 

16 Frauen sorgen für einen reibungslosen Ablauf in der Bücherei, und das Team hat für das laufende Jahr auch schon wieder einige Projekte in Planung. Ende April wird der aus Münster stammende und in Berlin lebende Autor Jan Steinbach erwartet. Den Poetry-Slam soll es im September geben, und das Kneipenquiz "Bi'n Baohnhoff" ist auch wieder Bestandteil des Jahreskalenders.

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