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Eltern melden sogar Ungeborene für den Kindergarten an

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen nimmt in Lastrup zu. Auch in den Grundschulen steigt der Raumbedarf. Die Gemeinde wird wohl bald anbauen müssen.

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Vielfältige Schullandschaft: In Lastrup gibt es ein breites Angebot. Foto: G. Meyer

Vielfältige Schullandschaft: In Lastrup gibt es ein breites Angebot. Foto: G. Meyer

Lastrup wächst – und das spüren inzwischen auch die Schulen. Weil die Schülerzahlen steigen, werden vor allem die beiden Grundschulen  schon bald nicht mehr mit dem bestehenden Raumangebot auskommen. Der Schulausschuss beschäftigte sich am Montag mit der Entwicklung. Sein Fazit: Die Gemeinde muss investieren.

Beispiel Hemmelte: In den vergangenen Jahren wurden dort stets zwischen vier und fünf Klassen gebildet. Laut Prognose fehlt ab dem kommenden Schuljahr jedoch ein 6. Klassenraum. Er wird dauerhaft benötigt, im Jahr 2027, so geben es die Kinderzahlen her, käme sogar eine 7. Klasse hinzu. Für den Ort ist das eine gute Nachricht. Baulich muss sich an der Grundschule allerdings etwas tun. Schon jetzt wurde ein Mehrzweckraum als Klassenzimmer zweckentfremdet. Und auch das mitwachsende Kollegium benötigt mehr Platz. Über eine dauerhafte Lösung müsse nachgedacht werden, heißt es aus dem Schulamt. 

Oberschule verfügt über genügend Klassenräume

Ähnliches gilt für die Astrid-Lindgren-Schule. Auch dort gibt es zurzeit einen Raummangel, allerdings sinken die Schülerzahlen ab 2025 wieder. Zwei bis drei neue Klassenräume sollten es aber sein, halten die Experten fest. Alternativ zur Schulerweiterung könne auch eine "andere standortnahe Lösung" gefunden werden. 

Weniger drängend ist die Situation an der Oberschule. Der Raumbedarf hängt dort stark von der Übergangsquote ab. Problematisch dürfte es aber auch dann nicht werden, wenn wie bisher sehr viele Schüler (67,5 Prozent) von den Grundschulen auf die weiterführende Schule im Ort wechseln. Von den 20 vorhandenen allgemeinen Unterrichtsräumen wären je nach Szenario bis zum Ende des Jahrzehnts maximal 15 besetzt.  

Zu entscheiden gab es für die Ausschussmitglieder noch nichts. Der erste Überblick sei wichtig, sagte Felix Klugmann (CDU). "Es wird aber gemacht, was gemacht werden muss", betonte der Fraktionschef.

Betreuung ist gefragt: Die Krippe Wolkennest muss demnächst erweitert werden Foto: MeyerBetreuung ist gefragt: Die Krippe "Wolkennest" muss demnächst erweitert werden Foto: Meyer

Konkreter wurde es im anschließend stattfindenden Ausschuss für Jugend-, Familien, Soziales und Freizeit. Er setzte sich mit der Situation in den Kindergärten auseinander. Starker Bedarf besteht vor allem bei Krippenplätzen. Und das hat Folgen: So soll das 2019 eröffnete Wolkennest ab dem Sommer eine 3. Krippengruppe erhalten. Der dafür zur Verfügung stehende Raum wird vom Kindergarten "Bunte Welt" aktuell als Regelgruppe genutzt. Außerdem plant die Gemeinde, die Krippe um eine 4. Gruppe zu erweitern. Die baulichen Voraussetzungen sind vorhanden, sie waren bereits bei der Planung berücksichtigt worden. Die Kosten sollen laut Bürgermeister Michael Kramer in den Haushalt 2023 aufgenommen werden. 

Keine Garantie auf Wunsch-Kita 

Insgesamt stehen den Eltern in der Gemeinde sechs Einrichtungen zur Auswahl, die sich teils in kirchlicher, teils in kommunaler Trägerschaft befinden. Die Vielfalt sei gewollt, betonte Kramer. Allerdings sei die Verwaltung nur verpflichtet, für jedes Kind einen Betreuungsplatz vorzuhalten, was bisher auch gelinge. Die Wunsch-Kita könne man aber nicht garantieren. "Wir bemühen uns jedoch, den Elternwünschen nachzukommen", betonte der Bürgermeister.

In fast allen Gemeindeteilen wird derzeit kräftig gebaut und entwickelt. Der Kinderreichtum dürfte in den kommenden Jahren also anhalten. Und damit auch der Betreuungsbedarf. Einige Eltern wollen jetzt offenbar besonders schnell sein. So würden inzwischen bereits Anmeldungen für ungeborene Kinder vorgenommen, heißt es aus dem Rathaus. 

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