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Eltern bekommen Hilfe nach der Geburt in Vechta nun auch online

Das St. Marienhospital Vechta wird Teil eines Pilotprojektes zur Televersorgung. "TELAV" soll Fragen von Eltern beantworten und so Wartezeiten vermeiden.

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Hilfe für Eltern: Viele Fragen, die nach der Geburt auftauchen, können online geklärt werden. Symbolfoto: dpa/Puchner

Hilfe für Eltern: Viele Fragen, die nach der Geburt auftauchen, können online geklärt werden. Symbolfoto: dpa/Puchner

Ein weiterer Baustein für ein Televersorgungskonzept für den Landkreis Vechta ist gefunden: Das St. Marienhospital Vechta bietet über "TELAV" nun Hilfen nach einer Geburt online an. Das ist einer Mail des Krankenhauses zu entnehmen.

"TELAV" steht für „Televersorgung im Landkreis Vechta“. Im Sommer 2021 haben die Städte Vechta und Lohne das Projekt gestartet. Das Ziel der Idee, für die die Kommunen 300.000 Euro Fördermittel eingeworben und viel Lob bekommen haben: das medizinische und pflegerische Angebot vor Ort soll digitalisiert werden. Beispiele, die unter anderem mit der Versorgung von Seniorinnen und Senioren zu tun haben, gibt es bereits. Nun stehen Familien mit einem Baby im Fokus.

Viele Fragen lassen sich online beantworten

Auf der Webseite telav.de gibt es laut Mail nun Informationen zur Versorgung des Kindes nach dem Krankenhausaufenthalt. Hier finden sich Videos und Verlinkungen sowie die Möglichkeit, einen Termin für eine Onlinesprechstunde zu buchen. „Viele Fragen, die Eltern nach der Geburt haben, können online geklärt und so Wartezeiten vermieden werden“, sagt Christian Heitmann, Pflegedienstleiter am St. Marienhospital, der mit der Pflegefachkraft Beate Schneppe für die Umsetzung des neuen Angebotes zuständig ist: „Nun wollen wir in den kommenden Monaten erproben, wie gut ein solcher digitaler Service angenommen wird.“

Hintergrund: Zwar steige die Geburtenrate vor Ort, dennoch sei es für Eltern nicht immer einfach, nach dem Krankenhausaufenthalt Ärzte, Hebammen oder Pflegekräfte für die Versorgung zu finden. 

Pflegefachkraft Beate Schneppe. Foto: St. MarienhospitalPflegefachkraft Beate Schneppe. Foto: St. Marienhospital

Die Idee für die digitale Unterstützung und die Online-Beratung sei in zahlreichen Gesprächen mit dem Dienstleister „Pflegepioniere“ entstanden, sagt Christian Heitmann. Eine enge Abstimmung gebe es bei dem Projekt mit den Hebammen und den Kinderärzten des Krankenhauses. Eingebunden seien zudem unter anderem die Hebammenzentrale des Landkreises Vechta und der Sozialdienst katholischer Frauen.

Pflegedienstleiter Christian Heitmann. Foto: St. MarienhospitalPflegedienstleiter Christian Heitmann. Foto: St. Marienhospital

„Es ist geplant, das Angebot um weitere Sprachen zu erweitern, auch ein Chatbot zur vereinfachten Lösungssuche soll integriert werden." Dabei handle es sich um eine Art virtuelle Assistenz, die den Besuchern mit künstlicher Intelligenz helfe, schneller die richtigen Antworten auf Fragen zu finden, sagt Dr. Christian Vaske, der das Projekt koordiniert. Der Bedarf sei groß.

Das sieht auch Beate Schneppe so. Die Kinderkrankenschwester arbeitet im St. Marienhospital auf der Neugeborenenstation und wird erste Ansprechpartnerin in der Online-Sprechstunde sein. Sie sagt: „Der Bedarf spitzt sich seit Jahren zu. Das neue Angebot soll helfen, die Hebammen vor Ort ein Stück weit zu entlasten und den Eltern mehr Sicherheit zu geben.“

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