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Eisschwimmer haben auch bei 7 Grad Wassertemperatur ihren Spaß

Beim traditionellen Eisschwimmen, mit dem am Hollener See das neue Jahr begrüßt wird, war es einigen Teilnehmern fast schon zu warm. Alle aber finden das ungewöhnliche Hobby gesundheitsfördernd.

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Weder Eis noch Schnee:  Fast schon frühlingshaft mutete das erste Eisschwimmen 2023 an. Die Organisatoren hoffen im Februar auf Eis und Schnee. Foto: C. Passmann

Weder Eis noch Schnee:  Fast schon frühlingshaft mutete das erste Eisschwimmen 2023 an. Die Organisatoren hoffen im Februar auf Eis und Schnee. Foto: C. Passmann

9 Grad Außentemperatur und 7 Grad kaltes Wasser: Das waren die Vorgaben der Natur für die Mitglieder der Eisschwimmgruppe Saterland, die sich am Sonntagmorgen in den Hollener See stürzten. Der jüngste Teilnehmer, Maximilian Wagner aus Ramlsoh, zählte gerade einmal 10 Jahre. Leonhard Hanekamp, Gründer der DLRG-Gruppe Saterland, war mit seinen 72 Jahren der älteste Eisschwimmer.

Strahlender Sonnenschein tauchte die Szenerie. Was fehlte, war die Winterlandschaft, waren Eis und Schnee, auf die sich die Eisschwimmer eigentlich gefreut hatten. "Da kann man nichts machen, so ist das Wetter nun einmal derzeit", befand Koordinator Andreas Klann aus Ostrhauderfehn. "Wir hoffen, dass wir im Februar noch einmal Schnee und Eis bekommen. Dann schaffen wir uns mit der Axt, oder wenn die Eisschicht zu dick sein sollte auch mit einer Kettensäger, ein Loch." Der Ostfriese, der als Rheumapatient die Kälte braucht, liebt das Eisschwimmen. Denn hier, in der klirrenden Kälte, fühlt er sich richtig wohl, wenn sich alle Glieder wieder schmerzfrei bewegen lassen.

Das wöchentliche Eisbaden beginnt bereits im Oktober

An die 40 Teilnehmer wagten im Saterland den Sprung ins kühle Nass. Einige von ihnen wärmten sich bei einer Laufrunde um den Hollener See erst einmal auf, bevor sie sich in das Wasser wagten. Ihren Spaß hatten alle, Druck gab es keinen, denn die Sportlerinnen und Sportler konnten selbst bestimmen, wie lange sie im eiskalten Wasser blieben. Einige von ihnen sprangen immer noch und immer wieder in den See, als andere schon unter der warmen Dusche standen.  

Spaß bei 7 Grad: Fast 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen diesmal zum traditionellen Eisschwimmen. Foto: C. PassmannSpaß bei 7 Grad: Fast 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen diesmal zum traditionellen Eisschwimmen. Foto: C. Passmann

Seit Oktober treffen sich jeden Sonntag um 10.30 Uhr Männer und Frauen, Jungen und Mädchen zum Eisbaden im Hollener See. Mit dem traditionellen Eisschwimmen wird dann das neue Jahr begrüßt. Fast immer dabei ist Leonhard Hanekamp. Er ist es auch, der die Eisschwimmer jedes Mal wieder anspornt und selbst seit mehr als 4 Jahrzehnten kaum einen geeigneten Sonntagmorgen auslässt, um der sicherlich etwas ungewöhnlichen und gewöhnungsbedürftigen Leidenschaft nachzugehen.

Schon zum 30. Mal dabei war der 45-jährige Marcus Waten. Auch Alicia Mazur aus Strücklingen kommt immer wieder gerne. "Mir tut das Eisschwimmen für die Gesundheit und insbesondere für meine Knochen sehr gut", sagt die 60-Jährige.  Die 23-jährige Karina Lübben aus Altenoythe kann da nur zustimmen. "Es ist ein tolles Gefühl für den Körper", sagt sie: "Daher wollte ich am Eisschwimmen teilnehmen."

Die "Pinguins Saterland", wie sich die Eisschwimmergruppe nennt, gehöre zu den größten Gruppen im Nordwesten, so Klann. Weitere Mitglieder sind immer willkommen, wenn sich die Eisschwimmer sonntags um 10.30 Uhr am Sanitärgebäude am Hollener See in Ramsloh treffen. Eigentlich können sie nach dem kühlen Bad in die vorgeheizte mobile Sauna gehen, doch die wird derzeit saniert und erhält ein neues Fahrgestell. "Wir hoffen", so Klann, "zur neuen Saison die Sauna wieder nutzen zu können".

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