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Eisfreie Eisbahn findet den Weg von Sevilla nach Cloppenburg

Aus Energiespargründen gibt es dieses Jahr in der Fußgängerzone eine künstliche Eisbahn. Diese wurde extra aus Spanien angeliefert und jetzt an nur einem Tag aufgebaut.

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In einem Tag die Eisbahn aufgebaut: (v.l.) Christian Freesemann, Alexander Satler, Francisco Cruz Sanchez, Hubert Kulgemeyer, Conny Meyer, Jan Heckmann und Karin Schwarz. Foto: Dickerhoff

In einem Tag die Eisbahn aufgebaut: (v.l.) Christian Freesemann, Alexander Satler, Francisco Cruz Sanchez, Hubert Kulgemeyer, Conny Meyer, Jan Heckmann und Karin Schwarz. Foto: Dickerhoff

Das Eislaufvergnügen in der Cloppenburger Innenstadt rückt immer näher, auch wenn es in diesem Jahr kein richtiges Eis gibt. Aus Energiespargründen greift die CM Cloppenburg Marketing in diesem Winter auf eine künstliche Bahn zurück (OM-Online berichtete). Zwar ist diese erst ab 24. November (Donnerstag) im Einsatz, aufgebaut wurde sie aber schon jetzt. Am Freitag (18. November) wurde die Anlage innerhalb nur eines Tages im großen Zelt vor der LzO errichtet.

Geliefert wurden die 430 synthetischen Fliesenplatten von der Firma XTraice aus Sevilla. Jede dieser Platten wiegt etwa 38 Kilogramm, sodass für die Cloppenburger Bahn mehr als 16 Tonnen davon aus Spanien mit einem Lkw angeliefert wurden. Die weite Anfahrt hat sicher aber gleich doppelt gelohnt, denn auf dem Weg wurde auch gleich die Bahn für den Weihnachtsmarkt in Lohne mitgeliefert.

Material und Expertise aus Spanien

Aber nicht nur das Material hat den Weg aus Sevilla in die Fußgängerzone gefunden, sondern auch Personal, das sich mit der Anlage auskennt. Karin Schwarz leitet für das spanische Unternehmen die Aufbauarbeiten, gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Francisco Cruz Sanchez. Gemeinsam mit 4 Arbeitern eines Cloppenburger Unternehmens sorgen sie dafür, dass beim Aufbau alles klappt. Das System dabei ist relativ simpel. Die Platten werden einfach zusammengesteckt und mit Stöpseln fixiert. Am Ende kommt – wie auch bei der klassischen Eisbahn – eine Bande umzu. 

"In die synthetischen Platten ist ein Gleitmittel eingearbeitet", erklärt Karin Schwarz. "Durch die Ritzen, die die Kufen der Schlittschuhe verursachen, kommt das Mittel dann auf die Fläche". De facto heißt das: Je verkratzter die Bahn ist, desto glatter ist sie auch. Stumpfe Kufen tun sich auf dem künstlichen Eis aber schwer, daher sollten die Schlittschuhe immer vor dem Betreten der Fläche geschliffen werden. Dafür wurde von der CM Cloppenburg Marketing gleich auch eine Schleifmaschine angemietet, die kostenlos genutzt werden kann. Auch 200 Paar Schlittschuhe stehen wieder gegen eine Leihgebühr zur Verfügung.

Schon etwa 100 Teams zum Eisstockschießen gemeldet

Natürlich findet auch auf der künstlichen Eisbahn in diesem Jahr das traditionelle Eisstockschießen statt. Bislang haben sich schon etwa 100 Teams angemeldet. "Ob mit wirklichen Eisstöcken oder doch Curlingsteinen gespielt wird, müssen wir noch abwarten", erklärt Hubert Kulgemeyer, Geschäftsführer der CM Cloppenburg Marketing. Auch für den Schulsport steht die Bahn wieder zur Verfügung. Anmeldungen hierfür sind, ebenso wie für das Eisstockschießen, auf der Homepage möglich.

Die synthetische Eisbahn, die – anders als mit echtem Eis – nur für die Reinigung und das Schleifen Energie verbraucht, ist also schon bereit für den Einsatz. Anfang der kommenden Woche sollen dann die Buden folgen, damit am Donnerstag (24. November) dann "Cloppenburg on Ice" und der Weihnachtsmarkt starten können. Wie groß der Unterschied der synthetischen zur klassischen Eisfläche ist, das kann dann jeder für sich selbst herausfinden. 

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