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Eingezäunt: Spielplatz in Hohefeld kann nicht mehr genutzt werden

Die Stadt Friesoythe hat das Gelände der früheren Grundschule in Altenoythe unzugänglich gemacht. Der Förderverein will am Erhalt des Gebäudes festhalten.

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Verlassen: Das Schulgebäude steht leer, auch der Spielplatz kann seit ein paar Wochen nicht mehr genutzt werden. Foto: Wimberg

Verlassen: Das Schulgebäude steht leer, auch der Spielplatz kann seit ein paar Wochen nicht mehr genutzt werden. Foto: Wimberg

„Unbefugten ist das Betreten des Pausenhofes untersagt. Benutzung nur für Kinder bis 12 Jahre“, steht am Eingang schwarz auf weiß geschrieben. Ein städtisches Verbots- und Hinweisschild aus vergangenen Tagen, das ebenso noch existiert, wie das Banner am Gebäude, das nach wie vor an die „Grundschule Hohefeld“ erinnert. Vor einem Jahr haben Lehrer, Eltern und Kinder das Ende mit einem persönlichen Akt und einem letzten Gongschlag eingeläutet.

Seitdem ist das Gebäude verlassen und Zutritt aufs Gelände haben mittlerweile auch keine Kinder mehr. Bauzäune und ein zusätzlich gesichertes Tor zeigen unmissverständlich, dass ein Betreten grundsätzlich nicht mehr gestattet ist. Für Anwohner im Bereich der Riege-Wolfstange unverständlich, denn sie wünschen sich eine Öffnung des Spielplatzes für die Kinder der Umgebung.

Im nahe liegenden Baugebiet sei mit Blick auf die Spielmöglichkeiten an der Grundschule darauf vor vielen Jahren eigens verzichtet worden. Nun könnten dort die zahlreichen Turngeräte, Sandkasten und Nestschaukel jedoch nur noch von Weitem betrachtet aber nicht mehr bespielt werden.

Denkmalschutz: Kriterien werden nicht erfüllt

Wie berichtet, will sich der Förderverein, der sich durch die Schulschließung nicht auflöste, sondern nach einer Satzungsänderung unter dem Vorsitz von Josef Stoff neu formierte, für das örtliche Leben, vor allem in Hohefeld, einsetzen. Der Erhalt des Schulgebäudes stand ganz oben auf der Themenliste „und er steht es immer noch, auch wenn es schwer wird“, sagte Vorstandsmitglied Alfons von Garrel nicht zuletzt angesichts des Altenoyther Dorfgemeinschaftshauses.

Der über 100 Jahre alte Bau im Ortsteil sei nicht nur ein Schulstandort gewesen, sondern auch „Dreh- und Angelpunkt“ für die Bewohner. Mit Eigeninitiative könnten die Räume instandgesetzt werden und Heimat für manchen Verein werden. Das Bestreben, die Immobilie unter Denkmalschutz zu stellen, ist laut von Garrel gescheitert, da die dafür erforderlichen Kriterien nicht erfüllt werden.

Doch an einer Baufälligkeit, wie von der Stadt angeführt, könne aus Sicht des Vereins keine Rede sein. „Das ist nicht so.“ Bürgermeister Sven Stratmann, der am Mittwoch nicht erreichbar war, teilte im vergangenen Herbst mit, dass eine Nachnutzung nicht zuletzt deshalb ausgeschlossen wird, da das Gebäude nur durch einen erheblichen finanziellen Aufwand auf den erforderlichen Stand gebracht werden könne. Auch von Kaufinteressenten war die Rede.

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