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„Eine Gelddruckmaschine ist das nicht“

3 Fragen an Daniel Dauny, Betreiber von privaten Corona-Teststationen, zu seinem Alltag und den möglichen Betrügereien in anderen privaten Teststationen.

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Mit Fußball und Corona-Test: Daniel Dauny ist zur Zeit an beiden Fronten aktiv. Foto: M. Niehues

Mit Fußball und Corona-Test: Daniel Dauny ist zur Zeit an beiden Fronten aktiv. Foto: M. Niehues

Daniel Dauny aus Lohne betreibt seit Mitte Mai in seinen Sonnenstudios in Lohne und Damme sowie bei einem befreundeten Solariumbetreiber in Vechta und vor einem Modegeschäft in Steinfeld private Corona-Teststationen.

Herr Dauny, wie läuft das Geschäft mit den Testungen?
Sehr gut, wir haben von morgens um 6 Uhr bis abends um 17 Uhr gut zu tun. Es gab teilweise lange Schlangen. Morgens kamen die Arbeitnehmer, die den Test für ihre Firma brauchten. Seit Dienstag geht der Andrang zwar zurück, aber das Interesse ist weiter da. Wir denken noch nicht ans Abbauen.

Einige Betreiber von privaten Testzentren stehen im Verdacht, deutlich zu viele Tests abgerechnet zu haben. Wie finden Sie das?
Leider gibt es immer Menschen, die etwas ausnutzen und damit andere, die es vernünftig machen, mit hineinziehen. Das ärgert mich als Unternehmer, der seit Jahren vernünftig und ordentlich arbeitet und das auch in Zukunft machen möchte.

Lohnt sich das Geschäft mit dem Testen so wenig, dass einige Anbieter offenbar betrügen müssen?
Eine Gelddruckmaschine ist es sicherlich nicht. Aber es ist auch besser als nichts. Schließlich hatten wir Sonnenstudiobetreiber seit November keine Einnahmen mehr. Der Staat erstattet uns die Kosten für die Testkits und zahlt 12 Euro pro Testung. Von diesen 12 Euro muss ich mein Personal bezahlen, die Schutzanzüge, Miete, Steuern und so weiter. Lieber wäre mir, wir könnten unser Geld wieder mit unserem eigentlichen Geschäft verdienen. Aber dafür sieht es derzeit ja ganz gut aus.

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