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Eine Attraktion für Familien: So sollen der neue Pumptrack und der Skaterpark in Lohne aussehen

Knapp 700.000 Euro investiert die Stadt an der Sportanlage Adenauerring. Auf einem Kids-Parcours sollen selbst Kleinkinder mit ihren Gefährten über Wellen und durch Steilkurven rollen können.

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Eine Kombination, die sich anbietet: Der neue Pumptrack und der modernisierte Skaterpark sollen sich laut Stadt gegenseitig ergänzen. Grafik: Radquartier

Eine Kombination, die sich anbietet: Der neue Pumptrack und der modernisierte Skaterpark sollen sich laut Stadt gegenseitig ergänzen. Grafik: Radquartier

Die Stadt Lohne bekommt eine neue Attraktion für Familien. Mit großer Einmütigkeit haben sich die Mitglieder des Bauausschusses in jüngster Sitzung für die Errichtung eines Pumptracks und die Sanierung des Skaterparks an der Sporthalle Adenauerring ausgesprochen. Damit gilt es als nahezu sicher, dass der Verwaltungsausschuss, der sich am Dienstag (18. Mai) mit dem Thema befasst, dieser Empfehlung folgt.

Die Stadt investiert knapp 693.000 Euro in Neubau und Sanierung – inklusive einer innovativen Möblierung und einer Kletterwand.

Das Vorhaben geht auf einen Antrag der CDU-Fraktion zurück. Ratsherr Thomas Schlarmann hatte 115 Unterschriften für seine Idee eines Rundkurses mit Wellen und Steilkurven gesammelt, der durch Zieh- und Drückbewegungen („pumpen“) absolviert werden kann. Die Anlage eignet sich für Sportgeräte aller Art mit Rädern. 

Der Pumptrack besteht aus zwei Bereichen. Eine Bahn eignet sich sowohl für Anfänger als auch Leistungssportler, den Kids-Parcours können schon Kleinkinder mit ihren Gefährten nutzen. Grafik: RadquartierDer Pumptrack besteht aus zwei Bereichen. Eine Bahn eignet sich sowohl für Anfänger als auch Leistungssportler, den Kids-Parcours können schon Kleinkinder mit ihren Gefährten nutzen. Grafik: Radquartier

Für das Konzept und die Planung zeichnet das Unternehmen Radquartier aus dem oberfränkischen Gattendorf verantwortlich. Dessen Geschäftsführer Robin Specht stellte den Entwurf vor. Seine Ausführungen sorgten für Euphorie. "Ich persönlich bin begeistert", sagte Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer. Initiator Schlarmann teilte mit, er sei "völlig geflasht". Er nannte das Vorhaben ein "absolutes Leuchtturmprojekt" und hielt es für "eine ganz tolle Sache, dass Lohne diesen Magneten schaffen möchte".

Die neue Rollsportanlage, die vom Tüv abgenommen wird und den DIN-Normen für Spielplätze unterliegt, wäre laut Specht kreisweit einmalig. Das Umfeld mit Sporthalle und Fußballplatz, den Schulen in der näheren Umgebung und der "Stage 7"-Tanzhalle biete ideale Bedingungen für den Bau dieser "familienorientierten Sportstätte". 

Basketballfeld wird für neuen Pumptrack verlegt

Der Pumptrack ist 1.320 Quadratmeter groß und besteht aus 2 Bereichen: Auf der Hauptanlage können sich sowohl Anfänger als auch Leistungssportler austoben, der Kids-Parcours eignet sich hingegen schon für Kleinkinder mit ihren Laufrädern oder Rutschautos. Auch Rollstuhlfahrer können den Pumptrack nutzen. Laut Specht können bis zu 15 Sportarten erreicht werden.

Der neue Pumptrack soll auf der Fläche des bisherigen Basketballfeldes entstehen, welches auf den Pausenhof zwischen der Real- und der Stegemannschule verlegt wird. Der genaue Standort müsse laut Gerdesmeyer noch geklärt werden.

In seinem frischen Vortrag, den er mit einem Video sowie zahlreichen eindrucksvollen Bildern anreicherte, machte Specht deutlich, dass durch den neuen Pumptrack und den modernisierten Skaterpark ein Anziehungspunkt für Jung und Alt geschaffen werde. Zwei weitere Highlights: Auf dem Gelände sollen 8 um 360 Grad drehbare Bänke – sogenannte Happy Sunny Seater – aufgestellt werden, auf denen bis zu 4 Personen Platz finden. Außerdem ist hinter der Skateranlage ein 14 mal 3 Meter großer Kletterbereich vorgesehen.

Skaterszene beteiligt sich an den Planungen

Der Skaterpark misst 715 Quadratmeter Fläche. In 4 Workshops hatten die Radquartier-Planer mit jungen Skatern aus Lohne einen Entwurf für die Neugestaltung erarbeitet, die sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen orientiert. 

Specht sprach vom großen Zulauf, den Pumptracks gerade in Corona-Zeiten erfahren. "Unsere Anlagen werden derzeit überrannt." Das deutschlandweit tätige Unternehmen hat alle Pumptracks mit Induktionsschleifen ausgestattet, sodass es die Nutzungsfrequenz jederzeit im Blick hat. Specht berichtete, dass beispielsweise im 3.000-Seelen-Ort Litzendorf  in Oberfranken etwa 50.000 Fahrten gemessen worden seien. "In Hessen werden die Anlagen sogar schon fürs Sportabitur genutzt", erzählte er.

Stadt setzt Landesförderung für Vorhaben ein

Laut Specht haben Pumptracks einen relativ geringen Pflegeaufwand, sieht man mal vom Mähen des Rollrasens ab. Die Lebensdauer ist lang. "Unsere erste Anlage steht seit 12 Jahren, völlig ohne Wartungskosten."

Auf Nachfrage von Eckhard Knospe (SPD), wann über den Standort entschieden worden sei, sagte Gerdesmeyer: "In der Verwaltung sehen wir eindeutige Synergien mit dem Skaterpark." Man habe sich für die große Lösung inklusive Sanierung entschieden, weil dies am sinnvollsten sei. Auch Specht hielt ein Plädoyer für den Standort.

Der Bürgermeister informierte, dass die Stadt die Förderung aus dem Integrationsfonds 2021 des Landes, immerhin etwa 230.000 Euro, einsetzen wolle. Gerdesmeyer sprach von einem "Vorzeigeprojekt zur Integration" und wies darauf hin, dass die Stadt stets viel für den vereinsgebundenen Sport getan habe. Dieses Vorhaben fördere den Individualsport.

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