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Ein Tag am Doggo-Beach

Kolumne: Die Generation Z zeigt's Ihnen – Ein idyllischer Tag am Meer bei strahlendem Sonnenschein, frischer Meeresluft und einer erstklassigen Hundeshow.

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5 Monate sind bereits vergangenen, seitdem ich von Hessen ins Oldenburger Münsterland gezogen bin. Familie und Freunde konnte ich bereits neidisch machen, wenn ich damit prahlte, dass ich es nun nicht mehr weit zum Meer habe. 1 Stunde bis zur Küste – ein Träumchen wurde wahr. Das ernüchternde Ergebnis nach 5 Monaten: Ich war immer noch nicht am Meer. So ist das eben, wenn man zu Geburtstagen und Hochzeiten an den Wochenenden läppische 300 Kilometer zurücklegen muss – da hat man keine Zeit, mal eben ins Meer zu hopsen. Nun kam endlich die Gelegenheit: keine Familienfeiern, keine Verpflichtungen – einfach ein Wochenende in der neuen Wahlheimat verbringen. Dick eingepackt bei Kaiserwetter ging es für uns also an den Strand. 

Der erste Blick auf das Meer haute mich direkt um. Seitdem ich 2015 ein Jahr in Neuseeland und dort monatelang mit dem Surfbrett unterwegs war, geht kein Urlaub mehr ohne Wellen. Aber wie bei den meisten, war es auch bei mir so, dass Urlaub die letzten 2 Jahre nicht möglich war. Umso mehr ließ der Blick auf das Meer mein Herz höherschlagen. Übermotiviert ging es für uns querfeldein in die Dünen – ein lauschiges Plätzchen suchen. Uns fiel direkt auf, dass hier viele Hunde am Strand unterwegs waren. Nichtsahnend, wo wir uns befanden, schlugen wir unser Lager mit Decke und Proviant auf. 

"Fakt ist, dass man den Hund besonders in der Nähe von Kindern gut im Auge behalten sollte."Lisa Bernhardt

Wie sich herausstellte, hatten wir von dort oben aus nicht nur einen super Panorama-Blick, sondern kamen auch noch in den Genuss von filmreifer Hundeschule. Unter Kontrolle hatten die meisten Besitzer ihre Vierbeiner nicht. Zu groß war die Neugierde der Hunde und zu groß anscheinend auch die Ablenkung der Besitzer. Prompt hob der erste sein Beinchen und pinkelte auf einen Rucksack, der im Sand lag. Der Eigentümer des nassen Gepäckstücks war nicht in Sichtweite – nur die Kinder standen drum herum und wussten wohl auch nicht so richtig, was sie tun sollten.

Ein Passant ergriff Partei und konfrontierte die Hundebesitzer lautstark mit der Untat des Vierbeiners. Die wollten nichts gesehen haben, entschuldigen sich aber letztendlich doch. Es folgte die Debatte: Wie geht man denn jetzt weiter vor? Auf die Eltern und Rucksack-Eigentümer zu warten, schien wohl zu viel verlangt. Kurzerhand ging der Mann zu den Kindern und drückte ihnen einen 10-Euro-Schein in die Hand. Gegenüber dem aufgebrachten Passanten erklärte er, er habe "das Problem nun aus der Welt geschafft". Ob das geschenkte Geld nun einen neuen Rucksack oder eine Reinigung hergibt, bleibt dahingestellt. Fakt ist, dass man den Hund besonders in der Nähe von Kindern gut im Auge behalten sollte. Nach unseren sonnenreichen Stunden und auf dem Weg zurück entdeckten wir 100 Meter weiter übrigens den hundefreien-Bereich. Aber beim besten Willen: Das Spektakel am Doggo-Beach hätte ich mir nicht entgehen lassen wollen. 


Zur Person: 

  • Lisa Bernhardt ist Volontärin der OM-Medien.
  • Die Autorin erreichen Sie per Mail an die Adresse redaktion@om-medien.de.

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