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Ein Blick in die Kinderstube der Füchse

Jetzt ist der Nachwuchs der Rotpelze zur Welt gekommen. Fuchs-Freunde schätzen die Tiere als Mäusefänger, Jäger befürchten deren ungünstigen Einfluss auf das Niederwild und die Wiesenvögel.

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Bei Muttern schmeckt es immer noch am besten: Füchsin mit ihren Welpen:   Foto: M. Niehues

Bei Muttern schmeckt es immer noch am besten: Füchsin mit ihren Welpen:   Foto: M. Niehues

Langsam und vorsichtig kommen sie aus dem schützenden Dickicht. Mit ihren hellblauen Augen halten die flauschigen Fellknäuel Ausschau nach ihrer Mutter und können ihre Ankunft kaum erwarten. Dann geht es sofort an die "Milchbar". Geduldig säugt die Mutter ihre Kleinen zuerst im Stehen, bevor sie sich dafür zur Seite legt.

Der April ist die spannendste Zeit in der Kinderstube der Füchse. Überall im Oldenburger Münsterland, ob in den Wäldern oder den Mooren, werden Mitte des Monats die jungen Fuchswelpen von den Elterntieren versorgt. Einige Jungtiere sind schon Ende März geboren worden, andere erst vor wenigen Tagen. Je nach Alter werden die Welpen noch gesäugt oder erhalten bereits festere Nahrung. Meist ist es die Füchsin allein, die sich um die Kleinen kümmert. Ständig ist sie unterwegs und schleppt Nahrung heran. Oft sind es Mäuse, aber auch Echsen, Ratten oder Vögel, die sie dann ihren hungrigen Mäulern präsentiert.

Der Rotfuchs ist scheu. Einblicke in die Kinderstube sind nur schwer zu bekommen. Jetzt ist es dem OM-Medien-Reporter gelungen, mit langem Teleobjektiv das interessante Naturschauspiel zu beobachten. Anfangs kommen die Welpen nur selten aus dem Bau und wärmen sich beim Säugen in der Sonne auf. Etwas später verlassen sie die Wurfhöhle ganz. Die Augen haben dann ihr Hellblau verloren. Im Dickicht warten sie geschützt und ungeduldig darauf, dass ihre Mutter mit Beute zurückkommt. Je älter die Kleinen werden, desto mehr kommt ihr eigentlich rotes Fell durch. Immer öfter verlassen sie dann schon mal im Beisein der Mutter den Schutz, um zu spielen und um die nähere Umgebung zu erkunden. Gerade am Abend genießen sie noch mal die Sonne und werden lebendig, kuscheln mit der Mutter und toben durch die Landschaft. Und sie üben, die eine oder andere mitgebrachte Maus noch einmal selbst zu erbeuten oder zu verbuddeln. Später geht es dann mit mütterlicher Begleitung auf den ersten Beutezug.

Kammer wünscht sich Reduzierung der Fuchsjagd

Die Jagd auf den Rotpelz selbst ist in Niedersachsen zwischen dem 1. März und dem 15. Juni verboten. Die Landwirtschaftskammer des Landes empfahl vor 2 Jahren den niedersächsischen Bauern, mit der Jägerschaft den freiwilligen Verzicht auf die Fuchsjagd zu vereinbaren. Hintergrund war die Mäuseplage, die damals in Teilen des Landes zu großen Grünlandschäden führte. Deshalb wünschte sich die Kammer eine Reduzierung der Fuchsjagd und empfahl zudem das Aufstellen von Sitzstangen für Greifvögel.

Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues
Im April werden die meisten Rotpelze geboren – hier welcher in freier Natur.
Foto: Matthias Niehues

Schon seit längerer Zeit fordert die Tierrechtsorganisation Peta dazu auf, den Gifteinsatz in der Landwirtschaft zu stoppen und zudem die Fuchsjagd ganzjährig zu verbieten. Die Organisation geht davon aus, dass jeder Fuchs pro Jahr zwischen 3000 und 5000 Mäuse verspeist.

Pitann: Forst sieht Fuchs als Helfer an

Allerdings machen sich Füchse auch über Nester von Bodenbrütern her. Und die hohe Populationsdichte des Rotfuchses stellt auch eine Gefahr für Niederwild dar. Gerade zum Schutz des Niederwildes "wird bei uns der Fuchs streng bejagt", erklärt Cloppenburgs Kreisjägermeister Herbert Pitann. Die Prädatorenbejagung werde gefördert, das Land will nach seiner Auskunft künftig auch das Bejagen mit Nachtsichtgeräten erlauben.

Pitann räumt aber aber auch ein, dass der Forst den Fuchs als Helfer ansieht. Dort werde Meister Reinecke als Mäusejäger geschätzt. Auch im Oldenburger Münsterland werde genau auf die Einhaltung der Schonzeit geachtet, berichtet er.  "Den Jungtieren die Mutter wegschießen ist eine Todsünde", sagt Pitann.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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