Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Ein Baum fürs Leben: Lohne weiht neuen "Wald der schönen Erinnerungen" ein

Beim ersten Mal musste die Zeremonie am Rande des Hopener Waldes coronabedingt ausfallen. Nun hat die Stadt die Veranstaltung in dem entstehenden Lebensereigniswald nachgeholt.

Artikel teilen:
Eine Winterlinde zur Silberhochzeit: Auch Kämmerer Hermann Theder und seine Frau Michaela pflanzten einen Baum, um an ein schönes Lebensereignis zu erinnern.   Foto: Gerwanski

Eine Winterlinde zur Silberhochzeit: Auch Kämmerer Hermann Theder und seine Frau Michaela pflanzten einen Baum, um an ein schönes Lebensereignis zu erinnern.   Foto: Gerwanski

Eine Winterlinde wird Hermann und Michaela Theder noch lange an ihre Silberhochzeit am 4. Mai dieses Jahres erinnern. Beide gehören zu den Baumpaten, die am vergangenen Samstag an der Einweihungsveranstaltung im "Wald der schönen Erinnerungen" am Rande des Naherholungsgebietes Hopen in Lohne teilnahmen.

Insgesamt 29 Stifterinnen und Stifter und viele ihrer Angehörigen konnte Gert Kühling, der als Allgemeiner Vertreter kommissarisch die Geschäfte der Stadtverwaltung führt, auf dem angrenzenden Parkplatz begrüßen. Außer Ehejubiläen sind auch Eheschließungen, runde Geburtstage oder Geburten ein besonderes Ereignis, das Lohner Bürgerinnen und Bürger bewegte, an dieser Pflanzaktion teilzunehmen. Sie alle erhielten eine Urkunde, die an dieses wichtige persönliche Lebensereignis erinnert.

Kühling wies in seiner Ansprache darauf hin, dass der Stadtrat im Jahre 2018 beschlossen hatte, diesen Lebensereigniswald anzulegen. Bereits 2020 wurden auf dem 3,1 Hektar großen Areal 30 Bäume gepflanzt. "Dieses Mal waren es 29 Bäume", berichtete Kühling. "Teilweise wurden die Bäume aber auch als Geschenk oder als Überraschung bestellt." Im vergangenen Jahr hätte die Baumpflanzung als öffentliche Veranstaltung coronabedingt leider ausfallen müssen, sagte der Redner. Diese zweite Pflanzaktion habe nun endlich in Präsenz stattfinden können. Die Pflanzung selbst übernimmt allerdings der Bauhof, so dass die Baumpaten keinesfalls selbst Hand anlegen müssen.

Der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Gert Kühling (rechts), begrüßte die Baumpaten und deren Angehörige. Foto: GerwanskiDer Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Gert Kühling (rechts), begrüßte die Baumpaten und deren Angehörige. Foto: Gerwanski

Im Anschluss an die Urkundenübergabe konnten sich die Baumpaten samt ihrer Begleitungen auf das Gelände des künftigen Waldes begeben. Hilfreich für das Auffinden des jeweiligen Baumes war ein Lageplan, den die Teilnehmer ebenfalls erhielten. "Wir finden die Idee des Erinnerungswaldes gut", erklärten Hermann und Michaela Theder an Ort und Stelle. "Wir mögen Bäume. Das ist hier ein schönes Erlebnis."

Ein paar Meter weiter steht die Stieleiche, die Ewald und Ida Möhlmann aus Anlass ihrer Eisernen Hochzeit am 23. April 2021 haben pflanzen lassen. "Wir sind sehr alt geworden", sagte Ida Möhlmann angesichts des Alters des Paares von 87 und 91 Jahren. "Wir wünschen uns, dass der Baum auch sehr alt wird. Dann können sich Kinder, Enkel und Urenkel einmal an uns erinnern."

Unternehmen können eine Bank spenden

Aber steht ein Besucher auch am richtigen Baum? Um sicher zu sein, sind an den Baumstützen, die den jungen Bäumen Halt geben, Namensplaketten aus Edelstahl angebracht. "Damit kann der Baum auch in späteren Zeiten wiedergefunden werden", erklärte Kühling. Hätte man Schilder direkt an den Bäumen angebracht, würden diese mit den Jahren ebenfalls in die Höhe wachsen und wären irgendwann aus dem Blickfeld der Besucher verschwunden.

Doch nicht nur Baumpaten können sich an der Anlage dieses neuen Lohner Lebensereigniswaldes beteiligen. "Zusätzlich haben Firmen die Möglichkeit, bei einem Jubiläum eine Bank zu spenden", teilte Kühling mit. So hatte bereits Dr. Andreas Baron eine Sitzbank aus Anlass der 15-jährigen Leitung der Inneren Abteilung im St.-Franziskus-Hospital gespendet.

Insgesamt biete das Gelände Platz für 273 Bäume, berichtete Kühling weiter. Nach den 30 gepflanzten Bäumen in 2020 und den 29 in diesem Jahr könne die Aktion noch etwa bis zu achtmal wiederholt werden. "Weiterhin hoffe ich", sagte er abschließend, "dass ihre und meine Enkel- und Urenkelkinder sich in 100 oder mehr Jahren an den gepflanzten Bäumen dieses Waldes erfreuen werden."

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Ein Baum fürs Leben: Lohne weiht neuen "Wald der schönen Erinnerungen" ein - OM online