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Ein 52-Jähriger soll die Brände in Löningen gelegt haben

Wenige Tage nach der Brandserie im Löninger Stadtgebiet hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Der Mann sitzt jetzt in U-Haft. Für den Ermittlungserfolg sieht die Polizei einen Hauptgrund.

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Aus einem Mülltonnenfeuer wäre um ein Haar ein großer Gebäudebrand geworden. Foto: Feuerwehr Löningen

Aus einem Mülltonnenfeuer wäre um ein Haar ein großer Gebäudebrand geworden. Foto: Feuerwehr Löningen

Ein 52-Jähriger aus Löningen steht unter dringendem Tatverdacht, gleich sieben Brände in der Nacht zum vergangenen Samstag gelegt zu haben. Das berichtet die Polizei am Donnerstag. Wie bereits berichtet, musste die Feuerwehr zu sieben Bränden im Löninger Stadtgebiet ausrücken.

Die Ermittler sind laut eigenen Angaben durch hilfreiche Hinweise aus der Bevölkerung dem 52-Jährigen auf die Schliche gekommen. Nur wenige Tage nach der Brandserie konnte er festgenommen werden. Wie die Polizei nun berichtet, wurde der in Löningen lebende Verdächtige einem Haftrichter vorgeführt. Dieser habe Untersuchungshaft angeordnet.

Schon am Montag soll es nach Informationen von OM-Online wohl Hinweise auf die Identität des mutmaßlichen Brandstifters gegeben haben. So soll der Mann auf dem Video einer Überwachungskamera zu sehen sein. Darauf zu erkennen: ein Mann, wie er mit einem Feuerzeug vor einer Mülltonne hantiert. Bestätigen wollte die Polizei dies zu diesem Zeitpunkt nicht – mit der Begründung, die laufenden Ermittlungen nicht gefährden zu wollen.

In der Nacht zu Samstag brannte es an mehreren Stellen im Löninger Stadtgebiet. Foto: Feuerwehr LöningenIn der Nacht zu Samstag brannte es an mehreren Stellen im Löninger Stadtgebiet. Foto: Feuerwehr Löningen

In der Nacht zu Samstag waren die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr im Dauereinsatz. Es brannte an gleich sieben Stellen, alle Brandorte lagen in direkte Nähe zueinander. So brannten in der Mühlenstraße zwei Mülltonnen beziehungsweise -container. Dabei sprang das Feuer auch auf einen Holzschuppen und in einem weiteren Fall auf ein Carport über. Beide Gebäude gerieten in Vollbrand. Durch die Hitze des Carportbrandes zersprangen Fenster im Erd- und Obergeschoss eines angrenzenden Mehrparteienwohnhauses sowie die eines gegenüberliegenden Restaurants. Letzten Endes mussten die Einsatzkräfte der Lastruper Feuerwehr ihre Kameraden.

Unser Ermittlungserfolg ist insbesondere auch auf das aufmerksame Verhalten und aktive Mitwirken der Löninger Bürger zurückzuführen."Alexander Kreye, der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes

Dass niemand bei der Brandserie verletzt worden ist, liegt nicht nur am unermüdlichen Dauereinsatz der 70 Feuerwehrleute. Auch drei Passanten reagierten umsichtig: Als sie einen Brand entdeckten, schlugen sie rechtzeitig Alarm und holten die Bewohner eines Hauses nach draußen in Sicherheit.

Nicht nur für dieses Engagement bedankt sich die Polizei am Donnerstag ausdrücklich – sondern auch dafür, dass seitens der Mitbürger derart hilfreiche Tipps zur Identität des mutmaßlichen Brandstifters gekommen sind: "Unser Ermittlungserfolg ist insbesondere auch auf das aufmerksame Verhalten und aktive Mitwirken der Löninger Bürgerinnen und Bürger zurückzuführen, bei denen ich mich auf diesem Wege bedanke. Dank Ihrer Mithilfe konnte innerhalb kürzester Zeit ein Tatverdächtiger ermittelt und festgenommen werden", sagt Alexander Kreye, der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta am Donnerstag.

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