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Ehrenamtsparty im Gulfhaus soll neue Projekte an den Start bringen

Die Ehrenamtlichen sollen sich und ihre Ideen kennenlernen. Im Idealfall entsteht daraus eine Kooperation.

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Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden: Die Ehrenamtsparty ist am 8. Oktober ab 17 Uhr im Gulfhaus. Foto: Hülsemann

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden: Die Ehrenamtsparty ist am 8. Oktober ab 17 Uhr im Gulfhaus. Foto: Hülsemann

Bei Cola, Bier, Wein und Snacks ins Gespräch kommen, danach in Kontakt bleiben und schließlich gemeinsame Projekte entwickeln: Das ist die Idee der Ehrenamtsparty. Am 8. Oktober (Samstag) ab 17 Uhr soll sie im Vechtaer Gulfhaus stattfinden.

Organisiert wird das Event von der Partnerschaft für Demokratie (PfD) und der Stadt Vechta. Angelehnt an die Vorgängerveranstaltungen sollen sich alle eingeladen fühlen, die ehrenamtlich arbeiten oder es gern möchten. Julian Hülsemann, der Projektkoordinator der PfD in Vechta sagt: „Es ist uns ein Anliegen, auch über unser Expertengremium hinaus Themen aus der Zivilgesellschaft in unsere Planung für das nächste Jahr einbinden zu können.“ Wobei in der jüngeren Vergangenheit die Themen Radikalisierung und Spaltung der Gesellschaft viele Ehrenamtliche beschäftigt habe.

20 Ehrenamtliche wollen sich vernetzen

Wie viele Ehrenamtliche es in Vechta gibt, lässt sich nicht mal schätzen. Rund 20 Personen haben sich bislang für die Veranstaltung angemeldet, darunter Bernd Josef Leisen. Der 36-Jährige ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Vechta und engagiert sich in dem Verein "Generationen.Digital.Verbinden". Er komme zum ersten Mal zur Ehrenamtsparty, erzählt er. Warum? „Es ist oft nicht einfach herauszubekommen, welche Projekte andere gerade in Planung haben und wie man vielleicht kooperieren könnte. Da sind solche Treffen Gold wert.“

Beim Thema Ehrenamt sind die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben bei dem gebürtigen Stollberger fließend, da er zu dieser Topik forscht. Aktuell beispielsweise über eine intergenerationale Zoom-Quiz-Runde, ein intergenerationales Digital-Tandem und ViVerA – Virtuelle Veranstaltungen in der Altenpflege. Privat ist er bei „Radeln ohne Alter“ als ehrenamtlicher „Rikschafahrer“ für Senioren aktiv.

Neuestes Projekt: Im Alkoholfreien Zelt können sich Vereine engagieren und präsentieren, sagt Bernd Josef Leisen. Foto: HeinzelNeuestes Projekt: Im Alkoholfreien Zelt können sich Vereine engagieren und präsentieren, sagt Bernd Josef Leisen. Foto: Heinzel

Und wie blickt der Wissenschaftler Leisen auf das Ehrenamt? Die Motive, sich ehrenamtlich zu engagieren, variieren, sagt er. Meist gehe es um ein Projekt oder generell den guten Zweck. Darüber hinaus sollte es Spaß machen. Für Studierende komme oft der Kompetenzerwerb hinzu.

Engagieren wollen sich viele – aber auf Zeit

Der Bindungswille sei heute anders als früher, berichtet der Wissenschaftler. Es engagierten sich zwar mehr Menschen, aber viele eher episodisch, temporär, ortsunabhängig sowie zeitlich flexibel und begrenzt. Das klassische Ehrenamt werde dadurch nicht verdrängt, sondern ergänzt. Ein Beispiel sei das „Digital Tandem“. Über 240 Studierende seien daran beteiligt gewesen. Das Gros studiere in Vechta. Alle haben Senioren deutschlandweit für 9 Wochen als virtuelle Wegbegleiter in der digitalen Welt gedient.

Solche Initiativen fortsetzen, sie also vom Stadium des Forschungsprojektes befreien: Das wolle der Verein Generationen.Digital.Verbinden.

Ein Beispiel sei das Projekt "Alkoholfreies Zelt" auf dem diesjährigen Stoppelmarkt. Dort sei er mit Ehrenamtlichen aus anderen Gruppen, die den Verein beim Betrieb des Zeltes unterstützt hatten, ins Gespräch gekommen. Auf weitere Kontakte hoffe er jetzt auf der Ehrenamtsparty, sagt Bernd Josef Leisen

Und wie hilft dabei die PfD? „Unsere Aufgabe ist es, Menschen zu unterstützen, selbst aktiv zu sein“, sagt Julian Hülsemann. Am Anfang stehe die Idee, voneinander zu wissen. Erst wer sich kenne, könne kooperieren. „Meine Aufgabe ist es, den Menschen die organisatorische Last von den Schultern zu nehmen“, beschreibt Julian Hülsemann seine Aufgabe und meint damit auch Anträge auf Fördergeld. Er freue sich auf die Party und viele neue Ideen. 

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